Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Neue Dolphins gegen ganz neue ChemCats

Basketball-Bundesliga Neue Dolphins gegen ganz neue ChemCats

Wo steht der BC Pharmaserv Marburg? Das erste Saisonspiel gegen die ChemCats Chemnitz am Samstag (19 Uhr, Gaßmann-Halle) wird noch keinen endgültigen Aufschluss geben, aber ein erster Fingerzeig sein.

Voriger Artikel
Sportfreunde Blau-Gelb haben keine guten Erinnerungen
Nächster Artikel
Nathalie Pohl schwimmt deutschen Rekord

Die amerikanische Aufbauspielerin Paige Bradley (rechts, gegen Halles Janina Schinkel) hat die Aufgabe, ihre Mitspielerinnen in Szene zu setzen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In den Testspielen waren die Blue Dolphins erfolgreich - alle Spiele haben die Marburger Basketballerinnen gewonnen, beim heimischen Kaphingst-Cup und auch bei einem internationalen Turnier in Luxemburg. Die Ergebnisse zählen aber nicht mehr, wenn es am Samstag in der Liga ernst wird. Zumal BC-Trainer Patrick Unger zu bedenken gibt: „Wir waren in der Vorbereitung nicht so dominant wie im letzten Jahr, weder defensiv noch offensiv.“ Aber der 33-Jährige sagt auch: „Wir sind im Soll.“

Ziemlich viel ist neu in dieser Spielzeit, weshalb in den ersten Partien noch lange nicht alles rund laufen dürfte. Die Mannschaft ist, was die Größe der Spielerinnen betrifft, kleiner geworden, hat dafür aber an Tempo zugelegt. „Wir wollen versuchen, schnell zu spielen“, sagt Unger. „Aber wir müssen die richtige Mischung finden.“ Das gilt auch und vor allem für die Entscheidungen auf dem Feld. Zwar verfügen die Marburgerinnen über eine ganze Reihe von Spielerinnen, die sicher aus der Mittel- und Langdistanz treffen können. Aber der Coach will auch sehen, dass seine Schützlinge zum Korb ziehen.

Bradley soll Spiel lenken,Voynova Rebounds holen

Das Spiel gestalten soll dabei Neuzugang Paige Bradley. Die amerikanische Aufbauspielerin tat sich zu Beginn der Vorbereitung noch etwas schwer im Zusammenspiel mit ihren neuen Teamkolleginnen. Inzwischen funktioniert das Verständnis besser. „Sie hat ihren Platz gefunden“, sagt Unger. „Sie versteht jeden Tag mehr, was ich von ihr verlange.“

Neben der Defensive, die bei Unger immer im Vordergrund steht, ist das vor allem eine mannschaftsdienliche Spielweise. Mehr Punkte als ihre Vorgängerinnen Patricia Benet oder Emiko Smith, auf deren Empfehlung Bradley nach Marburg gewechselt ist, muss die 22-Jährige nicht zwangsläufig beisteuern. „Ich erwarte, dass sie die anderen Spielerinnen einsetzt“, sagt Unger.

Radikaler Umbruch bei Chemnitz

Beim zweiten Neuzugang aus dem Ausland, Diana Voynova, ist Ungers Auftrag noch klarer: „Reboundarbeit. Punkt.“ Nichts dagegen hätte der Trainer sicherlich, wenn sich die bulgarische Centerspielerin wie bei ihren bisherigen Stationen darüber hinaus zu einer Topscorerin aufschwingen würde.

Viel Potenzial sieht Unger auch in den Talenten Mali Sola und Alexandra Wilke. Während die 18-jährige Sola langsam herangeführt werden und Leistungsträgerinnen entlasten soll, wird die 19-jährige Wilke mehr Einsatzzeit bekommen. „Wenn sie hart arbeitet und kapiert, wie gut sie ist, kann sie später in der Nationalmannschaft spielen“, ist Unger von seinem Schützling überzeugt.

Noch mehr neu als in Marburg ist beim Gegner. Die ChemCats Chemnitz, die von der ehemaligen BC-Aufbauspielerin Amanda Davidson trainiert werden, sind im Vergleich zur Vorsaison kaum wiederzuerkennen. Der Tabellenzehnte der vergangenen Spielzeit hat bis auf die Nachwuchskräfte Fine Böhmke, Esther Borchers und Johanne Gröning eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt. Auch die Ex-Marburgerinnen Tina Menz und Lisa Koop haben das Team aus Sachsen verlassen.

Unger macht drei Schlüsselspielerinnen aus

„Sie haben gute Spielerinnen verpflichtet“, sagt Unger, der sich vor dem Auftakt ein Bild vom Gegner machen konnte. Unter anderem testete Chemnitz dreimal gegen den tschechischen Erstligisten Karlovy Vary - und gewann dreimal. Die französische Aufbauspielerin Margot Vidal Geneve sowie die Amerikanerinnen Merritt Hempe und Maegan Conwright sind für Unger die Schlüsselfiguren. Auf Marburger Seite könnte das Tonisha Baker sein. „Sie hat im Sommer gut gearbeitet und ist momentan in bestechender Form“, sagt ihr Trainer. Weniger glücklich ist Unger, dass Baker in dieser Woche ebenso wie Wilke im Training umgeknickt ist. Beide dürften aber ebenso auflaufen können wie Dreierspezialistin Katie Yohn, die Schulterprobleme hat. Kim Winterhoff dagegen fällt mit einem Teilabriss der Plantarsehne mindestens vier Wochen aus.

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
„Harte Arbeit“ ist das Ziel

Platz drei dürfte für den BC Pharmaserv Marburg schwer zu toppen sein. Oder? Die Neuzugänge machen Mut.

mehr
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?