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Nathalie Pohl schwimmt deutschen Rekord

Extremschwimmen Nathalie Pohl schwimmt deutschen Rekord

Die 21-jährige Marburgerin Nathalie Pohl durchquerte den Ärmelkanal, den "Mount Everest" für Extremschwimmer - und das in deutscher Bestzeit.

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Die Marburgerin Nathalie Pohl während der Durchquerung des Ärmelkanals.

Marburg. Dem Wellengang und der enormen Belastung zum Trotz hat sie den Ärmelkanal in 11 Stunden und 10 Minuten durchschwommen - rund 30 Minuten schneller als der bisherige Rekord der Frauen.

Damit ist Nathalie Pohl zugleich die Viertschnellste aller deutschen Schwimmer, die diese Strecke bisher absolviert haben. „Obwohl die Bedingungen nicht optimal waren, habe ich mein Ziel endlich erreicht. Das harte Training hat sich voll und ganz gelohnt. Das macht mich einfach nur glücklich“, sagte Pohl.

Bereits seit mehr als zwei Jahren trainierte die ambitionierte Marburger Extremschwimmerin auf diese Herausforderung hin. Im August 2015 war Nathalie Pohl schon einmal im Atlantik gestartet (die OP berichtete), musste aber kurz vor der französischen Grenze krankheitsbedingt abbrechen. „Man glaubt, bestens vorbereitet zu sein. Aber am Tag des Schwimmens verändert sich im Freiwasser durch das Wetter einfach alles. Genau das, was für mich den Reiz ausmacht, hat mir damals einen Strich durch die Rechnung gemacht“, erinnert sie sich. „Ich wollte es aber unbedingt nochmal versuchen und bin stolz, dass es jetzt geklappt hat.“

Eine Querung ist keinesfalls einfach. Nur etwa 20 Prozent der angemeldeten Schwimmer schaffen den Ärmelkanal dann auch tatsächlich. Die Vorbereitung für die Querung war sehr komplex und bestand bei Nathalie Pohl aus durchschnittlich mindestens vier Stunden Training täglich. Neben vielen hundert Übungskilometern musste sich die Extremsportlerin gemeinsam mit ihrem Trainer Joshua Neuloh auch im Vorfeld im Training auf spezielle Situationen wie Nebel und Dunkelheit einstellen und ihre Ernährung anpassen.

Nach dieser Höchstleistung steht das nächste große Ziel bereits fest. „Es gibt noch viele Meerengen und interessante Strecken, die mich reizen, so zum Beispiel der Catalina Channel in Kalifornien in den USA“, sagt Nathalie Pohl.

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