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Nach dem "Feiertag" ruft Stadtallendorf die Pflicht

Fußball, Hessenliga Nach dem "Feiertag" ruft Stadtallendorf die Pflicht

Das Schmankerl gegen die Frankfurter Eintracht ist Vergangenheit. Am Samstag steht für Eintracht Stadtallendorf das Gastspiel beim 1. FC Eschborn an, der einen großen Umbruch vollzogen hat.

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Vor vollen Rängen setzten Kevin Bartheld (links) und Eintracht Stadtallendorf den Frankfurter Bundesliga-Stars (hier Stefan Reinartz) ordentlich zu. Foto: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Einen hohen Stellenwert wollte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja dem freundschaftlichen Duell mit dem Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter der Woche nicht beimessen. Vielmehr sollte es ein „Feiertag“ für seine jungen Spieler sein, sich einmal mit den ganz Großen messen zu dürfen.

Nach dem 1:6 gegen die Elf von Trainer Armin Veh dürfte den meisten der knapp 6000 Zuschauer im Herrenwaldstadion aber nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem der Auftritt der Gastgeber im ersten Abschnitt in Erinnerung geblieben sein, für den es sogar vonseiten der Frankfurter Spieler reichlich Lob gab (die OP berichtete). Mit unveränderter Startformation im Vergleich zum Saisonauftaktspiel gegen Baunatal machten die Ostkreisler den Adlerträgern vor der Pause das Leben schwer. Die Erkenntnis: Der erste Anzug der Stadtallendorfer sitzt - und das richtig gut.

„Das war eine gute Werbung für den Fußball“, resümiert der TSV-Coach, der sich freut, dass „das Fundament“ nach „ein paar kleineren Korrekturen“ schon zu diesem frühen Zeitpunkt steht. „Nach vorne haben wir jetzt mehrere Varianten, wenn Del-Angelo Williams und Artur Besel wieder dabei sind. Das hat in der vergangenen Saison gefehlt“, befindet der Schwalmstädter. „Die Herausforderung ist es, diesen ‚Feiertag‘ jetzt schnell aus dem Kopf wieder herauszubekommen. Da kommt es auf die Mentalität eines jeden Spielers an“, nimmt Sicaja seine Schützlinge vor dem Auswärtsspiel in Eschborn in die Pflicht.

Nach dem 1:3 zum Saisonauftakt beim SC Hessen Dreieich geben die Schützlinge von Trainer Stephan Adam morgen ihr Heimdebüt auf der Heinrich-Graf-Sportanlage. Gegen das Team, gegen das sie zu Hause die vergangene Spielzeit beendeten. Der Hessenliga-Meister von 2012 hat in dieser Saison mit elf Abgängen und zehn Neuzugängen einen gehörigen Umbruch vollzogen. Wichtige Akteure wie Routinier Rouven Leopold (jetzt Co-Trainer beim FCE) und Torjäger Rudi Hübner (SV Wiesbaden) stehen den Frankfurter Vorstädtern nicht mehr zur Verfügung, dafür neue Spieler wie Verteidiger Pascal Hertlein (TSV Schott-Mainz) oder Mittelfeldspieler Lukas Ehlert (SC Hauenstein), auf die Sicaja große Stücke hält - genau wie auf Viktor Krist, der allerdings nach einer Gelb-Roten Karte im ersten Spiel gemäß dem geänderten Regelwerk gegen Stadtallendorf gesperrt ist.

„Wir wissen selbst, wie es ist, einen solchen Umbruch mit jungen Spielern zu vollziehen. Es wird trotzdem auch für uns schwer. Dennoch sehe ich gute Chancen, dort etwas mitzunehmen“, sagt der Eintracht-Übungsleiter. Del-Angelo Williams steht wieder zur Verfügung. „Ich muss mir aber noch überlegen, ob er schon im Kader steht“, sagt der Kroate, der sich auch über die neue Konstellation im Konkurrenzkampf um die Position des Stammtorhüters zwischen Manuel Bachmeier und Florian Säglitz freut.

Nicht nur Bachmeier, der gegen Frankfurt zweimal stark parierte, verdiente sich ein Lob des Trainers: „Flo hat im Training eine super Reaktion gezeigt, ein super Spiel gemacht und in den Eins-gegen-eins-Situationen stark agiert.“

Hessenliga: SC Hessen Dreieich - RW Frankfurt, RW Hadamar - SV Wiesbaden (beide Freitag, 19.30 Uhr), 1. FC Eschborn - Eintr. Stadtallendorf, TSV Lehnerz - FSC Lohfelden, SpVgg. Oberrad - Borussia Fulda, KSV Baunatal - Spfr. Seligenstadt (alle Sa., 15 Uhr), FC Bayern Alzenau - Teut. Watzenb.-Stbg. (Sa., 17 Uhr), Vikt. Griesheim - OSC Vellmar (So., 15 Uhr).

von Marcello Di Cicco

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