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Nach Wasserburg ist vor Wasserburg

Dolphins Nach Wasserburg ist vor Wasserburg

Die große Überraschung blieb aus. Nach dem 45:89 beim Tabellenführer TSV Wasserburg geht der BC Pharmaserv Marburg als Achter in die Playoffs. Gegner dort: wieder Wasserburg.

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Lisa Koop (2. von rechts, gegen Wasserburgs Anna Jurcenkova) musste trotz Fußverletzung ran und erzielte in 21 Minuten 13 Punkte.

Quelle: Miriam Prüßner

Wasserburg. Lediglich ein Viertel lang konnte das Pharmaserv-Team wirklich mithalten. Die zweiten zehn Minuten gingen nur mit 15:14 an die Gastgeberinnen. Die wahrten am letzten Spieltag der Bundesliga-Hauptrunde ihre weiße Weste und gehen als großer Favorit in die Meisterrunde. Die beginnt am 28. März. Dann empfängt der TSV Wasserburg erneut den BC Pharmaserv Marburg. Das zweite Spiel der Viertelfinal-Serie nach dem Modus „Best of Three“ wird am 4. April in Marburg ausgetragen. Sollte ein Entscheidungsspiel nötig werden, steigt das am Ostermontag, 6. April, wieder in Wasserburg.

„Stellenweise kann ich mit Sachen leben, die wir gezeigt haben. Teilweise aber auch nicht“, war Unger zwiegespalten. „Im zweiten Viertel haben wir defensiv ganz gut Trubel gemacht und auch offensiv das gemacht, was wir geplant hatten.“ Aber bereits zum Seitenwechsel war die Partie zugunsten des haushohen Favoriten entschieden (44:28). Das lag an der Anfangsphase. „Die haben wir verschlafen“, bekannte der 32-Jährige, und zwar durch Ballverluste sowie Schwächen in Abschluss und Rebound. Der Tabellenerste dagegen verteidigte sehr stark, brachte seinen Fastbreaks ins Laufen und schloss sicher ab. Nach zehn Minuten hatte der Deutsche Meister mehr als doppelt so viele Punkte erzielt wie die Gäste.

"Einiges ausprobiert"

Unter dem Korb bekam Marburg früh Foulprobleme. So musste Lisa Koop trotz einer Fußverletzung ran. „Sie hat das ganz gut gemacht“, urteilte ihr Trainer. 13 Punkte und 9 Rebounds in 21 Minuten Spielzeit können sich mehr als sehen lassen. Auch für Birte Thimms Verteidigungsleistung gegen eine der besten Spielerinnen der Liga, Emma Cannon, fand Unger lobende Worte. In der Offensive seien aber bis auf Brittany Wilson mit 9 Punkten und eben Koop alle „unter ihren Möglichkeiten“ geblieben. Das habe natürlich auch an der Klasse des Gegners gelegen, sagte Unger: „Die haben in der Defense einen extrem guten Job gemacht.“

Mit dem deutlichen Ergebnis und 44 Zählern Rückstand war der 32-Jährige nicht einverstanden. Zwar habe man auch „einiges ausprobiert“, aber die Mannschaft habe sich dann auch „ein bisschen hängen lassen und nicht mehr das gespielt, was wir eigentlich wollten“.

Dass man in den Playoffs nun erneut auf den haushohen Favoriten trifft, sei nach dieser Saison „kein Beinbruch“, sagte der BC-Coach. Schließlich habe er zwischenzeitlich „damit gerechnet, dass es für uns bis zum letzten Spieltag auch noch gegen den Abstieg“ gehen könnte.

Ärgerlich sei natürlich, dass Platz sieben - und damit im Herner TC ein etwas leichterer Gegner - durchaus in Reichweite lag. Schließlich verlor zeitgleich Freiburg bei den Chemnitzerinnen, die sich dadurch den Klassenerhalt sicherten. „Wir hätten eben das Heimspiel gegen Rhein-Main gewinnen müssen“, legte der Marburger Übungsleiter den Finger in die Wunde.

Am kommenden Wochenende haben die Marburgerinnen frei. Dann spielen Wasserburg, Rhein-Main und Zweitligist Osnabrück zusammen mit Gastgeber Herne um den Deutschen Pokal.

von Marcus Richter

TSV Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg 89:45 (29:14, 15:14, 18:10, 27:7)

Wasserburg: Breitreiner 9 Punkte / 1 Dreier, Brunckhorst 7/1 (3 Assists), Cavelo, Cannon 10 (12 Rebounds, 3 Assists), Jurcenkova 11 (3 Ass.), Peddy 15/1 (5 Reb., 4 Steals), Romeo 9/1, Stemmer, Sten 13 (5 Reb.), Vogel, Vujacic 2, Wagner 13/3 (3 Ass.).
Marburg: Baker 2, Crowder 4, Köppl, Koop 13 (9 Reb.), Masek 5 (3 Ass.), Pierce (5 Reb.), Schaake 8 (4 St.), Thimm 3, Wilson 9 (4 Ass.), Winterhoff 1.

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