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Müller entscheidet Kellerduell vom Punkt

Fußball-Kreisliga A Marburg Müller entscheidet Kellerduell vom Punkt

Es hätte noch deutlicher ausgehen können für die Elf von Trainer Sevket Cetincelik. Seine Mannschaft ließ beste Chancen aus. Fronhausens Trainer Carsten Schneider war nach dem Abpfiff bedient.

Fronhausen. Zwölf Minuten vor dem Spielende waren alle Augen auf Jörg Müller gerichtet. Der Neustädter hatte sich gerade den Ball zum Strafstoß zurechtgelegt, hielt einen kurzen Moment inne - und traf schließlich passgenau in die linke untere Ecke. Die „Hessen“ jubelten über ihren Treffer zum 2:1. Es sollte der letzte dieses Nachmittags sein.

„Ich habe noch nie einen Elfmeter verschossen“, sagte der überglückliche Matchwinner unmittelbar nach dem Abpfiff. Von einem Anflug der Nervosität oder schwächelnden Nerven habe er deswegen überhaupt nichts gespürt. „Ich bin einfach eiskalt geblieben.“

Während Müller mit seinen Teamkollegen also noch lange die drei Auswärtspunkte feierte, ging Fronhausens Trainer Carsten Schneider mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Das war eine desolate Leistung. Wir haben das Spiel nicht ernst genug genommen und unser Potenzial nicht einmal zu 50 Prozent abgerufen“, stellte Schneider klar.

Schon in der achten Minute waren die schläfrig wirkenden Fronhäuser ins Hintertreffen geraten.

Neustadts Innenverteidiger Denis Uhl zog aus 25 Metern unbedrängt ab, sein Schuss senkte sich über den 18-jährigen und eigentlichen A-Jugend-Torhüter Maximilian Weimar in den Torwinkel. „Ich war überrascht, wie stark wir in der ersten Halbzeit gespielt haben“, zollte FC-Trainer Sevket Cetincelik, der gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt war, seinen Spielern ein Kompliment.

Trotz der optischen Überlegenheit Neustadts gelang dem Tabellenvorletzten aber rasch der 1:1-Ausgleich. An der Strafraumkante war Hessen-Keeper Emre Kurtulmus mit Andre Abalhid zusammengestoßen, Schiedsrichter Moritz Harbusch aus Steffenberg zeigte sofort auf den Punkt. Eine zumindest diskutable Entscheidung - Sevket Cetincelik sprach gar von einer „Frechheit“. Fronhausens Stürmer Alexander Fey ließ sich jedenfalls nicht beeindrucken und verwandelte sicher (13.).

Die wenigen Zuschauer am Stollberg hofften nun auf eine Kehrtwende im Spiel, auf ein Aufbäumen der Heimelf - vergeblich. Stattdessen legten die Neustädter einen Gang zu und kamen gerade nach Wiederanpfiff dem Führungstreffer sehr nahe. Kapitän Sebastian Losekam (50.), Ibrahim Dumantepe (51.) und Denis Uhl (53.) scheiterten praktisch im Minutentakt knapp.

„Es war wirklich enttäuschend von uns. Wir haben die Mehrzahl an Zweikämpfen verloren und nicht effektiv genug nach vorne gespielt“, bemängelte SG-Coach Carsten Schneider. So kam der junge Torhüter Weimar in der 78. Minute mit seiner Fußabwehr gegen Dumantepe zu spät und traf ihn am Bein. Jörg Müller schoss den fälligen - diesmal unstrittigen - Elfmeter in die Maschen.

„Dieser Sieg war für den Kopf sehr wichtig“, meinte Cetincelik nach Abpfiff erleichtert. Die drei Punkte befördern Neustadt vorerst aus dem Tabellenkeller. Absteiger Fronhausen hingegen steht nach sechs Spielen immer noch ohne Sieg da. „Wir müssen uns definitiv nach hinten orientieren“, resümierte Carsten Schneider.

von Yanik Schick

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