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Mögliche Berufung ist noch nicht vom Tisch

Regional-Sportgericht Mögliche Berufung ist noch nicht vom Tisch

Ob der Spielausschussvorsitzende und der Fußball-Gruppenligist FSV Buchenau nach dem Urteil des Regional-Sportgerichts in die Berufung beim Verbandsgericht gehen, bleibt offen. Beide Beteiligte verzichteten nicht auf Rechtsmittel.

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Derzeit hat der FSV Buchenau nicht nur auf dem Platz zu kämpfen, sondern muss auch eine Strafe des Sportgerichts einstecken.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Nach der Zustellung des schriftlichen Urteils hätten sie dafür sieben Tage Zeit, erläuterte der Vorsitzende des Sportgerichts Horst-Günther Konlé (Ballersbach) den Beteiligten zum Schluss der Verhandlung am Mittwochabend in Grünberg.

Zuvor hatte das Sportgericht mit Konlé und den Beisitzern Heinz Debus (Röddenau) und Bernd Herrmann (Nanzenbach) den weitgehend geständigen Funktionär, der inzwischen vom FSV Buchenau aus dem Verein ausgeschlossen wurde, wegen unsportlichen Verhaltens mit einem Platz- und Tätigkeitsverbot von einem Jahr bis zum 19. Mai 2016 sowie einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt.

Dem Gruppenligisten werden wegen versuchter Spielmanipulation durch einen Vereinsvertreter vier Punkte abgezogen. Zudem muss der FSV, der jegliche Mitwisserschaft bestritt, 200 Euro und die Verfahrenskosten bezahlen (die OP berichtete).

Jauernick fasste Angebot als Witz auf

In der Zeugenbefragung bestätigte Maurice Jauernick, Trainer der SF BG Marburg, dass ihm seitens des Beschuldigten vor der Partie auf dem Platz gegen den FSV Buchenau 500 Euro für einen entsprechenden Spielausgang für die Mannschaftskasse angeboten worden seien. „Ich habe das als Witz genommen und ihm gesagt, dass wir noch Dritter werden wollen“, sagte Jauernick in Grünberg.

Thoms Brunet, Trainer der FSG Homberg/Ober-Ofleiden, war im Vorfeld der Partie beider Vereine von dem Beschuldigten im Büro angerufen worden und hatte unmittelbar nach dem Gespräch ein Gedächtnisprotokoll angefertigt. „Wie viel willst Du für die Mannschaftskasse haben, damit ihr gegen uns verliert“, sei er direkt gefragt worden. Brunet habe aber nicht darauf geantwortet und das Gespräch beendet.

"Wetter hat nichts gemacht"

Angezeigt hatte die Vorkommnisse der VfB Wetter, der als Buchenaus Konkurrent im Abstiegskampf der Leidtragende gewesen wäre, wenn die Manipulationsversuche auf fruchtbaren Boden gefallen wären. Allerdings machte der VfB-Vorsitzende Rolf Beuermann klar, dass sich die Anzeige nicht gegen den Verein FSV Buchenau richte, sondern gegen dessen Spielausschussvorsitzenden.

In seinem Schlusswort hatte Beuermann in Grünberg das Gericht um Milde für den FSV Buchenau gebeten und dem Club gewünscht, „dass der Verein bald wieder zu geordneten Verhältnissen zurückkehrt“.

Gleichwohl verwahrte sich Beuermann gestern noch einmal gegen die Unterstellung des Beschuldigten in Grünberg, der VfB Wetter habe den SF BG Marburg ebenfalls eine Prämie in Aussicht gestellt, was dieser vor dem Spiel in Marburg aus Zuschauerkreisen gehört haben wollte.

„Wetter hat nicht versucht, Prämien anzubieten. Wir haben gar nichts gemacht. Wir hatten parallel ein Spiel und waren gar nicht in Marburg“, unterstrich Beuermann.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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