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Mittelfeld oder Abstiegsstrudel?

Verbandsliga Mitte Mittelfeld oder Abstiegsstrudel?

Nach dem Punktgewinn in Dietkirchen wollen die „Blauen“ übermorgen im Derby gegen Blau-Gelb den ersten „Dreier“ landen.

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Immer für ein Tor gut: Breidenbachs Johannes Damm (links) – in dieser Szene gegen Abdeliah Bentaayate (Eddersheim).

Quelle: Michael Hoffstetter

Breidenbach. Zu Gast auf dem Kunstrasenplatz sind die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg, die nach der 0:5-Auftaktheimpleite gegen den VfB Gießen ebenfalls Erfolgserlebnisse, Sicherheit und Selbstvertrauen tanken wollen.
Zuletzt 2:6 Tore eingehandelt und nur einen von möglichen neun Zählern eingefahren: Beim FV 09 Breidenbach hält der Negativtrend an. Aber auch der kommende Gegner, die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg, ­kamen bei der 0:5-Heimniederlage gegen den Aufstiegsanwärter VfB Gießen schlecht aus den Startlöchern.

Torwartproblem

Wenn sich übermorgen im Gunterstal-Stadion im Großkreis-Derby die beiden heimischen Lokalrivalen gegenüberstehen, ist es für beide eine richtungweisende Partie: Bei möglichen und höchstens drei Absteigern sind beide Mannschaften noch nicht aus dem „Schneider“ – sofern kein Team aus der Hessenliga in die Mitte-Staffel absteigt und vier Mannschaften aus den beiden Gruppenligen Gießen/Marburg und Wiesbaden aufsteigen.

Zudem müssen sich die Blauen“ die Frage stellen lassen: Haben sie – wieder – ein Torwartproblem? Bei mindestens zwei von drei Gegentoren gegen den FC Eddersheim (0:3) sah Daniel Schwahn nicht gut aus, und beim 1:1-Gegentor unmittelbar nach der 1:0-Führung von Felix Baum am vergangenen Sonntag beim TuS Dietkirchen gab Tobias Dünhaupt keine gute Figur ab. „Beide sind auf einem Niveau. Ich muss schauen, wer sich in dieser Woche am besten fühlt. Danach werde ich entscheiden, wer am Sonntag zwischen den Pfosten steht“, lässt FVB-Interims-Trainer Martin Lokoc diese Personalentscheidung noch hoffen.
„Es ist ein Sechs-Punktespiel, das muss uns bewusst sein. Am Sonntag wird sich zeigen, ob wir den Sprung ins Mittelfeld noch schaffen können, oder aber in den Abstiegsstrudel hineingeraten“, weiß der gebürtige

Tscheche um die Schwere der Aufgabe. Die Hausherren können personell aus dem Vollen schöpfen, zumal auch Papa Yaw Afriyie wieder ins Training eingestiegen ist. Anders sieht es bei den Blau-Gelben aus. Der verletzte Christoph Weidenhausen, der noch rot-gesperrte Enrico Zucca und der beruflich verhinderte Maximilian Leinweber fallen weiter aus.
Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Julian Gries (Hüfte). Doch es gibt auch Lichtblicke: „Daniel Hacker und Arne Steinberg sind wieder im Training“, berichtet SF/BG-Coach Andreas Sinkel, der zudem auf den genesenen Luca Canevese baut.

Der Innenverteidiger könnte dem Aufsteiger die Stabilität zurückgeben, die bei den Sportfreunden in der Abwehr so dringend nötig wäre. „Die hohe Niederlage gegen Gießen war genau das, was wir nicht mehr wollten. Ich bin mir aber auch sicher: In Bestbesetzung wäre sie nicht so deutlich ausfallen. Alles Gerede hilft aber nichts. Wir müssen die Niederlage abhaken und brauchen jetzt ein Erfolgserlebnis“, weiß der Hüttenberger, der von seiner Mannschaft vor allem ­eine andere Körpersprache fordert.

Spiel des Jahres?

„Ich habe gehört, dass Breidenbach die Partie als ‚Spiel des Jahres‘ angepriesen hat. Dementsprechend müssen wir es angehen. Ich erwarte einen robusten Gegner, gegen den es schwer wird, wenn wir so ­naiv in die Zweikämpfe gehen wie gegen den VfB Gießen. Wir müssen das Spiel der Breiden­bacher annehmen“, stellt Sinkel klare Anforderungen an seine Schützlinge.

von Herbert Lenz
und Marcello Di Cicco

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