Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Mit mentaler Stärke zum „Pflichtsieg“

BC Marburg Mit mentaler Stärke zum „Pflichtsieg“

Mit zwei Punkten aus dem Sieg gegen Schlusslicht Bad Aibling im Keller­derby der Liga gehen die Marburgerinnen in die Winterpause. Bis zu deren Ende darf an der Lahn also noch frohlockt werden.

Voriger Artikel
SC Gladenbach zeigt sich gut erholt
Nächster Artikel
Die Reform kommt frühestens 2016

Marburg. Uff! Das ging gerade  rechtzeitig gut. Mit dem Sieg gegen Schlusslicht Bad Aibling, das sich in Marburg mehr als achtbar aus der Affäre zog, verschafften sich die Blue Dolphins des BC Marburg ein wenig Luft zum Tabellenende.
Beide Teams lieferten im ersten Viertel mit ihrer Spielweise die Erklärung dafür, warum sie im Tabellenkeller stehen. Hypernervös agierten die Gastgeberinnen, brachten unterm Korb des Gegeners zunächst nichts zustande und waren in der Defense ungeordnet. Bad Aibling agierte mit dem besseren Passspiel zwar etwas zielstrebiger, doch auch die Ausbeute der Fire­balls hielt sich in bescheidenen Grenzen. Gleichwohl deuten sie mit der 16:13-Viertelführung an, dass sie Willens waren, die Punkte aus Marburg mitzunehmen.

Auch im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe. Phasenweise ließen die Blue Dolphins ihr Können aufblitzen (27:23) – vor allem Finja Schaake, Alissa Pierce und Tonisha Baker markierten die Punkte – , um dann wieder durch Unkonzentriertheiten die Führung abzugeben. Das 29:31 zur Halbzeit ließ jedoch für die Kontrahenten alle Optionen offen.

Auch im dritten Durchgang standen sich beide Teams in nichts nach. Die Schwächen im Abschluss waren auf beiden ­Seiten unübersehbar. Inzwischen hatte sich Marburgs ­Tonisha ­Baker zur wirkungsvollsten Spielerin gemausert. Sie wirkt hellwach in der Abwehr und punktete ein ums andere Mal.

Vor dem finalen Showdown lagen die Blue Dolphins mit zwei Punkten vorn (42:40). Noch war alles möglich. Die Spannung war greifbar. Die Gastgeberinnen operierten aggressiv in der Abwehr, zwangen so die Fireballs zu Fehlern und setzen sich schnell auf 48:40 ab. Als sich ­Baker etwa drei Minuten vor der Schluss-Sirene den Ball der angreifenden Fireballs klaute und mit einem Fastbreak die ­Marburgerinnen mit 59:47 in Führung brachte, war eine Vorentscheidung gefallen. Die Gäste mussten nun unter Zeitdruck handeln, verzettelten sich und wiesen eine schlechte Trefferquote auf. Bad Aibling war die Luft ausgegangen.

Auf der anderen Seite vergrößerte Marburg den Vorsprung. Den letzten Punkt des Spiels  machte Marburgs Nachwuchstalent Kim Winterhoff.

Birte Thimm (BC Marburg, Mitte) gegen Stefanie Pölder (links) und Candace Williams (Bad Aibling). Foto: Thorsten Richter (thr)

Zur Bildergalerie

Nervös begonnen, dann mentale Stärke bewiesen

Bad Aiblings Trainer Milos Kandzic räumte schließlich ein, dass sein Team einmal mehr habe Lehrgeld zahlen müssen: „Wir haben lange Zeit mitgehalten und in der ersten Halbzeit gut verteidigt. Doch dann haben wird durch Unkonzentriertheiten leichte Punkte nicht gemacht und auch in der Defense nachgelassen.“ Darüber hinaus sei die ein oder andere Entscheidung der Schiedsrichter in kritischen Situationen zu Gunsten der Gastgeberinnen ausgefallen. „Doch wir geben noch lange nicht auf und wollen mit neu verpflichteten Spielerinnen nach der Winterpause noch einmal angreifen.“

Marburgs Head Coach Patrick Unger war die Erleichterung anzusehen. „Es war eine sauwichtige Partie, in der wir nervös begonnen und schlecht gespielt haben, sodass ich in der Auszeit laut werden musste “, sagte er. Aber das Team habe mentale Stärke bewiesen. „Vor allem hat Tonisha Baker eine tollen Job gemacht“, lobte Unger die US-Amerikanerin.

Mannschaftskapitänin Birte Thimm war sehr glücklich über den „Pflichtsieg“ vor Weihnachten. „Bad Aibling hat uns arg gefordert. Aber im Schlussviertel waren wir nach ein paar gelungenen Fastbreaks euphorisiert und konnten uns absetzen.“

„Unsere Mädels haben gezeigt, dass sie ein gutes Team sind, wenn sie den Kopf freibekommen“, sagte Club-Präsident Jürgen Hertlein. Er sei zuversichtlich, dass es jetzt wieder nach oben gehe.

von Bodo Ganswindt

BC Pharmaserv Marburg - TuS Bad Aibling 66:49 (13:16, 16:15. 13:9, 24:9) .

Marburg: Pierce 6, Koop 7, Rodefeld, Thimm 6, Crowder 5, Schaake 16, Köppl 2, Masek, Winterhoff 1, Baker 17, Wilson 6.

Bad Aibling: Pölder, Duinker 2, Rupnik 12, Kancevic, Bellscheidt 6, Bradaric  14, Williams 10, Hightower 5.

Schiedrichter: Tim Schneider, Matthias Wipfler.

Zuschauer: 350.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?