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Mit etwas Glück zum nächsten Sieg

Fußball, Verbandsliga Mitte Mit etwas Glück zum nächsten Sieg

„So hältst du die Klasse!“, schrie der sichtbar glückliche Routinier Manuel Schäfer nach dem Spiel heraus. Moralisch hatte er da durchaus recht, spielerisch allerdings weniger.

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Dorndorfs Keisuke Nagasawa (links) bedrängt den ballführenden Roman Herdt vom Gastgeber FSV Schröck. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Schröck. Der FSV Schröck hat weitere wichtige drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Im Aufsteiger-Duell gegen den FC Dorndorf siegte die Mannschaft von Trainer Markus Kubonik am Samstag mit 2:1 (0:1). Dabei hatte der FSV neben der richtigen Moral auch eine gehörige Portion Glück. Die Tore für die Gastgeber erzielten Matthias Pape (66. Spielminute) und der eingewechselte Philipp Löber (89.). Zuvor hatte Jung Hun Kim die Gäste in Führung gebracht (17.).

FC-Coach Behr: „Das war Kreisoberliga-Niveau“

„Auch wenn das Spiel schlecht gewesen ist, bin ich mit der Leistung meiner Jungs zufrieden“, sagte Kubonik, der auf ein halbes Dutzend arrivierter Spieler verzichten musste. „Individuell haben einige aber nicht das abgerufen, was sie können.“ Sein Gegenüber fand drastischere Worte. „Das war Kreisoberliga-Niveau. Die mit Abstand schlechteste Leistung, die ich von zwei Mannschaften in dieser Saison gesehen habe“, polterte FC-Trainer Willy Behr. FSV-Coach Kubonik konnte ihm da nicht widersprechen. „Er hat vollkommen recht“, sagte der 37-Jährige. „Aber die drei Punkte trösten uns natürlich darüber hinweg.“

Insbesondere zu Beginn der Partie machte sich der personelle Engpass bei den Schröckern bemerkbar. So mussten etwa die Offensiv-Kräfte Manuel Schäfer und Matthias Pape auf der Doppel-Sechs ran. Co-Trainer Marcel Eichler, der eigentlich studienbedingt kürzer getreten ist, rutschte in die Innenverteidigung.

Und die Defensive wackelte. Vor allem der bärenstarke Jung Hun Kim war von der FSV-Hintermannschaft nicht in den Griff zu bekommen und hätte mit mehreren Tormöglichkeiten in der Anfangsviertelstunde gut und gerne früh alles klarmachen können. Der linke Mittelfeldspieler war aber zu zaghaft, zielte bei einem Schuss zu ungenau (6.) und zögerte nach Doppelpass mit Torjäger David Röhrig in aussichtsreicher Position zu lange (9.). In der 17. Minute war Kim aber zur Stelle und chippte einen kurz ausgeführten Freistoß von Christian Groß ins lange Eck.

Im Anschluss reagierte FSV-Coach Kubonik und zog Roman Herdt auf die Außenposition von Julian Kraus zurück, um mit dessen Zweikampfstärke die Wege des Dorndorfers einzuschränken. Und Schröck wurde besser - strahlte mit einem Schussversuch von Kraus (35.) und einer flachen Hereingabe von Kapitän Lukas Greb (38.) aber nur wenig Gefahr aus. Nach der Pause knüpften die Gastgeber an die letzten Minuten der ersten Halbzeit an und übernahmen mehr und mehr das Spielgeschehen. „Wir haben uns auf Schröcks Niveau runterziehen lassen“, monierte FC-Trainer Behr.

Folgerichtig fiel dann auch der Ausgleich. Nachdem Pape bei einem Kopfball nach einer Schäfer-Ecke noch Pech hatte (50.), war Schröcks bester Torschütze, der nach der Einwechslung von Hasan Sener wieder ins Sturmzentrum wechselte, in der 66. Minute im Glück. Manuel Groß konnte einen Eckstoß nur unzureichend klären, so dass der Ball vor die Füße von Pape fiel, der aus kurzer Distanz traf.

Dorndorf versäumte es im zweiten Durchgang, die zahlreichen Konterchancen besser auszuspielen. Insbesondere Torjäger Röhrig offenbarte dabei ungewohnte Schwächen im Abschluss. Zudem machten sich die Gäste selbst das Leben unnötig schwer. „Wir haben uns die Gegentore ja quasi selbst reingeschossen“, resümierte Behr.

FSV-Trainer Kubonik: „Abläufe haben gefehlt“

So auch beim 2:1. Einen perfekt geschlagenen langen Ball von Schäfer pflückte der kurz zuvor eingewechselte Löber im Strafraum und erzielte mit etwas Dusel das Siegtor (89.). Sein Schuss prallte nämlich von Dorndorfs Torwart Tobias Kesseler ab zurück auf ihn und erst dann ins Tor. Den Spielern des FSV Schröck konnte dies wiederum egal sein. Mit lautem Geschrei feierten sie ihren Helden.

„Man hat gemerkt, dass gewisse Abläufe durch die vielen Umstellungen gefehlt haben“, sagte Kubonik. „Wir haben jetzt aber erst einmal noch zwei Wochen Zeit, um uns auf die letzte Phase der Saison einzustellen“, blickt „Kubo“ voraus.

von Tobias Kunz

Tore: 0:1 Jung Hun Kim (17.), 1:1 Matthias Pape (66.), 2:1 Philipp Löber (89.). FSV Schröck: Eidam - Greb, Eichler, Pfalz (77. Wolf), Willershausen - Kraus (61. Sener), Pape, Schäfer, Münch (80. Löber) - Herdt, Schoch. FC Dorndorf: Kesseler - Christian Groß, Manuel Groß, Hardt, Neugebauer - Steul (53. Baum), Kröner, Markovic (46. Nagasawa), Kim - Kretschmann, Röhrig. Schiedsrichterin: Schneider (Birstein). Zuschauer: 150. Gelbe Karten: Eichler, Greb / Christian Groß, Markovic. Beste Spieler: Pfalz, Pape / Kröner, Kim.

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