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Michelbach verpasst die Sensation

Fußball Michelbach verpasst die Sensation

In einem weitgehend einseitigen Finale des Sparkassen-Versichung-Cup in Bauerbach hat Hessenligist Eintracht Stadtallendorf Kreisoberligist TSV Michelbach mit 4:1 bezwungen.

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So sehen Sieger aus: Der Hessenligist Eintracht Stadtallendorf nach dem Gewinn des Pokals mit Trainern, Hans Jürgen Brand von der Sparkassen Versicherung (rechts außen) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle.

Quelle: Michael Hoffsteter

Bauerbach. Obwohl mit 1:4 geschlagen, zeigte sich Trainer Tim Wenzel mit der Turnierleistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Denn der TSV Michelbach erreichte als einziger Kreisoberligist das Halbfinale und bot gegen Eintracht Stadtallendorf, haushoher Favorit aus der Hessenliga, eine kämpferisch starke Partie.

Dabei gerieten Wenzels Schützlinge früh ins Hintertreffen. Bereits nach vier Minuten klingelte es im Michelbacher Gehäuse. Abwehrchef und Mannschaftskapitän Kevin Vidakovics setzte Stürmer Laurin Voigt mit einem präzisen Flugball mustergültig in Szene und Laurin Voigt hob den Ball aus 20 Metern Torentfernung über den herausstürmenden Florian Säglitz drüber. Vorteil für den Favoriten, der in Durchgang eins vor allem in Person von Linksverteidiger Kenan Atas, der seine Position äußerst offensiv interpretierte, Druck machte. Seine energischen und temporeichen Vorstöße, die Stadtallendorfs Nummer 20 mit guten Flanken abschloss, sorgten stets für Gefahr. Den Rückstand steckte der Außenseiter und spielte trotz massiver technischer Unterlegenheit zeitweise recht gefällig mit. Abgesehen von einem Kopfball von Abwehrchef Jens Reinhard nach einem Freistoß sprang dabei allerdings nichts heraus.

Nach dem Seitenwechsel machte es Michelbach jedoch besser. Erst vergab Offensivmann Milano Michel freistehend vor Eintracht-Keeper Florian Säglitz (36.), doch kurz darauf machte er es besser, als der Tormann einen Distanzschuss nur abklatschen konnte. Michel stand goldrichtig und schob aus kurzer Distanz mühelos ein. Der Gleichstand hielt jedoch nur kurz. Denn DelAngelo Williams stellte den alten Abstand wieder her (39.). Gegen Ende der zweiten Halbzeit ließ der Kreisoberligist dann mehr und mehr nach. Insbesondere das schnelle Umschaltspiel, das bis dato gut funktioniert hatte, erlahmte. „Da hat man gesehen, dass wir im Gegensatz zu Stadtallendorf nur ein Spiel Pause hatten. Die Kräfte haben gefehlt“, erklärte Trainer Tim Wenzel.

Während der stärksten Phase der Stadtallendorfer durften die 250 Zuschauer das Tor des Turniers bestaunen, für das Del­Angelo Williams verantwortlich zeichnete: Nach einer Ecke und einem verunglückten Michelbacher Befreiungsschlag zog der Stürmer aus 18 Metern volley ab und zimmerte den Ball von der Unterkante der Latte in die Maschen. Szenenapplaus von fast allen Zuschauern.

Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte der eingewechselte Kristian Gaudermann kurz vor dem Schlusspfiff. Eintracht-Coach Dragan Sicaja hatte nach dem Turniersieg kaum etwas zu meckern. „Wir haben auch gegen unterklassige Mannschaften unseren Fußball konzentriert durchgezogen und nicht mit dem Arsch gewackelt“, drückte es der Übungsleiter prägnant aus. Zwischen den Spielen und vor der Siegerehrung sorgte die 23-jährige Sabine Griesel aus Schwalmstadt für musikalische Unterhaltung. Eine Frau, die Co-Stadionsprecher Herbert Lenz vollmundig als „Helene Fischer des Waldstadions“ bezeichnete.

Platz drei geht an Blau-Gelb

In den Halbfinalspielen setzte sich Michelbach überraschend und ebenso überzeugend 4:1 gegen die FSG Homberg/Ober-Ofleiden durch, und Stadtallendorf bezwang den Verbandsligisten SF BG Marburg in einem einseitigen Spiel mit 6:0.

In einem spielerisch schwachen „kleinen Finale“ wies Blau Gelb den Gruppenligisten Homberg/Ober-Ofleiden in die Schranken.

Die Marburger waren feldüberlegen, erarbeiteten sich gegen eine defensive FSG jedoch nur wenige Chancen. Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als Lucas Ortmüller einen mustergültigen Angriff mit einem platzierten Schuss zur Führung abschloss. Kurz darauf markierte Iori Shintani das 2:0.

von Benjamin Kaiser

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