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Mercenaries verschlafen erste Halbzeit

Football Mercenaries verschlafen erste Halbzeit

Die Marburg Mercenaries konnten am Samstag beim Top-Team Schwäbisch Hall Unicorns nicht an die Leistung beim ersten Saisonsieg gegen die Franken Knights anknüpfen.

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Quarterback E.J. White (links, gegen die Franken Knights) kam mit den Marburg Mercenaries in Schwäbisch Hall viel zu spät ins Spiel.

Quelle: Michael Hoffsteter

Schwäbisch Hall. Am Samstag brachen die „Mercs“ in aller Frühe mit dem Bus nach Schwäbisch Hall auf. Die Spielstärke der „Söldner“ kam jedoch mit einiger Verspätung in Hall an, denn bei den Unicorns agierten die Mercenaries von Anfang an verschlafen und behäbig und konnten erst in der zweiten Spielhälfte ihre Leistung abrufen. So kassierten sie bei der 6:44-Niederlage im ersten Viertel 21 und im zweiten Viertel 17 Punkte und lagen zur Freude der rund 1 000 Zuschauer im Haller Sportpark am Kocher zur Halbzeit aussichtslos mit 0:38 zurück.

Die Offensive der „Einhörner“ begann die Partie im Galopp. Nach nur fünf Minuten hatten die Hausherren bereits drei Touchdowns erzielt. „Wir haben in der Verteidigung den Spielbeginn vollkommen verpennt. Das war katastrophal und wir haben so ziemlich alles falsch gemacht, was man überhaupt falsch machen kann“, sagte Defensive Coordinator Carsten Weber. Es war das alte Leid der Marburger Verteidigung: Mangelnde Aufmerksamkeit und schwaches Tackling luden die Hausherren zum Punkten ein.

Der Angriff der Gastgeber, angeführt von Quarterback Marco Ehrenfried, zog mit der „spread offense“ das Spiel in die Breite, und die mit Abstand beste Gruppe an Wide Receivern der GFL-Süd setzte der Marburger Defensive gehörig zu. Auf der anderen Seite bewegte sich die Offensive der „Söldner“ um Quarterback E.J. White zwar streckenweise, brachte aber keine Punkte auf die Anzeigetafel.

Safety Jimmy Yoch kehrt zurück

Für die Mercenaries stand Jimmy Yock nach zweijähriger Verletzungspause wieder auf dem Feld. Der Safety hatte zwar im Mannschaftstraining einen bärenstarken Eindruck gemacht, doch auch mit seiner Hilfe reichte die Defensivleistung nicht annähernd aus, um der potenten Offensive Schwäbisch Halls das Handwerk zu legen.

In der zweiten Spielhälfte betrat Yock das Feld nicht mehr, da das Spiel entschieden war und er sich schonen wollte. „Wir müssen lernen, von Anfang an Gas zu geben. Wenn wir erst in der zweiten Halbzeit aufwachen, können wir nicht gewinnen. Mein Comeback habe ich mir anders vorgestellt“, betont der Safety.

Webr: Haben zu wenig Biss

Erst nach der Halbzeit konnten die „Einhörner“ von einer besseren Defensivleistung der Marburger in den Trab gezwungen werden. Laut Yock sei die Niederlage besonders ärgerlich, weil das Team in der zweiten Halbzeit ebenbürtig gewesen sei. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel allerdings längst entschieden.

Im dritten Viertel kamen die „Söldner“ noch zu einem Touchdown. Running Back Andrecus Lindley besorgte die sechs Punkte mit einem kurzen und kraftvollen Lauf. Der fällige Extrapunkt wurde hingegen von den Hausherren geblockt, die kurz vor Schluss auf 44:6 erhöhten.
Wie eine Mannschaft trainiert,  ist ein Anzeichen für die Klasse eines Teams. Laut Weber scheint dies bei den Mercenaries aber nicht deutlich genug angekommen zu sein. „Wir sind auch im Training zu behäbig und agieren nicht mit der notwendigen Disziplin, haben zu wenig Biss. Das muss sich schnell ändern“, sagt der Defensive Coordinator, bei dem sich langsam Frustration breitmacht.

von Benjamin Kaiser

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