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Mercenaries siegen zum Saisonauftakt

German Football League Mercenaries siegen zum Saisonauftakt

Im ersten Spiel der Spielzeit 2014 siegten die Marburg Mercenaries letztlich souverän mit 39:20 vor 900 Zuschauern im Georg-Gaßmann Stadion gegen die Rhein-Neckar Bandits aus Mannheim.

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Jannis Fielder (links) von den Marburg Mercenaries läuft mit dem Ball in Richtung Endzone. Jeremy Wenz von den Rhein-Neckar Bandits versucht, dies zu verhindern.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Zunächst sah es jedoch ganz danach aus, als würde Mutter Natur dem Spiel einen Strich durch die Rechnung machen. Denn kurz vor Spielbeginn schloss der Himmel seine Schleusen wieder, und das Spektakel konnte beginnen! Die Marburger hatten in der vergangenen Spielzeit eine 38:13-Führung gegen die Banditen verspielt und das Spiel noch verloren.

Der erste Ballbesitz ließ den Schluss zu, dass die Mittelhessen diese Schmach nicht vergessen hatten, denn er brachte direkt den Touchdown für die „Mercs“: Quarterback Micah Brown passte an die Außenlinie zu Jannis Fielder, der seinen Gegenspieler abschüttelte und unbedrängt in die Endzone spazierte (6:0). Den Extrapunkt konnte Cesare Vanucci jedoch nicht verwandeln.

Der sonst so treffsichere Kicker erwischte einen schlechten Tag und ließ an diesem Nachmittag ganze zehn Zähler für die Mittelhessen liegen, was sich als fatal hätte erweisen können. Am Ende des ersten Viertels stand es dann 20:6 für das Heimteam. Obwohl der Sieg eine geschlossene Mannschaftsleistung war, zeichneten sich vor allem die neuen Importspieler aus Übersee aus: Safety Curtis Slater, Line­backer Sean Barber und Defensive Lineman Chris Hodgson. Insbesondere Slater machte ein bärenstarkes Spiel und überzeugte mit harten Tacklings und mit exzellentem Football-Instinkt, der ihn zumeist die Offensivspielzüge der Kurpfälzer erahnen und unterbinden ließ. „Das erste Saisonspiel war großartig! Wir wollten ein gutes Defensivspiel machen, und das ist uns dann in der zweiten Hälfte ganz gut gelungen, als wir unsere Abstimmung in der Verteidigung verbessert haben“, sagte der Neuzugang aus Houston, Texas, nach dem Spiel.

Beim zweiten Ballbesitz der „Banditen“ zeigte Slater, was den Gegnern Marburgs in dieser Saison blühen wird: Nach einem kurzen Pass von Rhein-Neckars Quarterback Antwan Smith zu Wide Receiver David Giron brachte diesen mit einem bestrafenden Tackling zu Boden. Der Bandit brauchte einige Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen.

Trotz der defensiven Neuzugänge konnte man sehen, dass die Marburger Verteidigung sichtliche Probleme hatte, das Laufspiel Mannheims, vor allem mit dem laufstarken Quarterback Antwan Smith, in Schach zu halten. Der Grund: Smith ist eigentlich nur der Reserve-Quarterback. Nachdem die Mannheimer ebenfalls ein paar Mal gepunktet hatten (20:12), stellte Micah Brown mit einem exzellenten 22-Yard Pass auf Marburgs Wide Receiver McCann den alten Abstand wieder her (27:12).

Doch Mannheims Offensive war nicht zum Verlieren angereist: Kurz vorm Halbzeitpfiff gelang den Gästen der wichtige Anschluss. Bandits-Running Back Eric Walton tankte sich von der Ein-Yard Linie durch die Marburger Defensive Line. Zum Unmut der Marburger Fans gelang den Mannheimern dann auch noch der Zwei-Punkte Versuch. Somit ging es beim Spielstand von 27:20 fürs Heimteam in die Kabine.

Dalwig: Haben noch viel Verbesserungspotenzial

„Wir haben in der Halbzeit die notwendigen Umstellungen in der Verteidigung gemacht und der Spielstand hat gezeigt, dass die Umstellungen gewirkt haben“, sagte Defensive Coordinator Sergej Schmidt.

Abgesehen davon, dass Marburg in der zweiten Hälfte noch zweimal punkten konnte, spielte sich das Geschehen größtenteils zwischen den beiden 30-Yard Linien ab, denn die Umstellungen Schmidts legten den Bandits-Offensive über weite Strecken die Handschellen an.

So siegten die „Mercs“ am Ende verdient mit 39:20. Aber sie haben laut Cheftrainer Matthias Dalwig noch viel Verbesserungspotenzial. Die Chance dazu hat das Team am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Stuttgart gegen die Scorpions.

von Benjamin Kaiser

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