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Mercenaries schmelzen in "lila Hölle"

Football: 7:63-Niederlage in Frankfurt Mercenaries schmelzen in "lila Hölle"

Die Mercenaries haben sich in der German Football League eine schallende 7:63-Ohrfreige in Frankfurt abgeholt. Nach der heftigen Niederlage kündigte Marburgs Head Coach Dale Heffron Konsequenzen an.

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„Uns wurde ordentlich in den Hintern getreten“, ärgerte sich Marburgs Headcoach Dale Heffron. Die Aufarbeitung dürfte für seine Spieler nicht allzu angenehm werden.

Quelle: Michael Hoffsteter

Frankfurt. Die „Söldner“ erlebten gestern ein für sie hässlichesDeja-Vu. Vor 1672 Zuschauern kassierten sie eine deutliche 7:63-Pleite gegen ein überlegenes Team.

Die Heimstätte der Frankfurt Universe wird aufgrund der Vereinsfarben auch „lila Hölle“ gerufen. Ein Ort, an dem so manche Gegner Qualen erleiden müssen. Genau in diesen unwillkommenen Genuss kamen die Marburg Mercenaries beim Hessenderby im PSD-Bank-Stadion gegen die Universe.

Was die Gäste gestern ablieferten, war schlichtweg schlecht. Und zwar in fast jeder Hinsicht. Bei strömendem Regen gab es kaum Lichtblicke im Marburger Spiel. An diesem Tag war es gegen ein ohnehin überlegenes Team eine schlechte Leistung mit einem auch in dieser Höhe gerechten Ergebnis.

Heffron kündigt schonungslose Analyse an

Marburgs Head Coach Dale­ Heffron machte sich selbst als ersten Schuldigen aus: „Ich dachte, wir gestalten das Spiel viel offener. Ich lag falsch. Uns wurde heute ordentlich in den Hintern getreten. Das ist meine Schuld und meine Verantwortung.“ Er ließ durchblicken, dass bei der schonungslosen Analyse der desolaten Leistung in dieser Woche einige Gefühle von Spielern verletzt werden könnten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Marburger im Hessenderby untergehen. Bereits in der vergangenen Saison entschieden die Frankfurter beide Spiele für sich - sogar sehr deutlich. Die gestrige Demütigung lag unter anderem an einer Gästeoffensive, die in der ersten Hälfte kaum erste Versuche verbuchte. „Wir haben einfachste Spielzüge nicht hinbekommen und zu viele Fehler gemacht. Manchmal sind unsere Receiver falsche Routen gelaufen, dann ist ein Running Back ausgerutscht. Bei solchen Fehlern muss nicht einmal eine gute Defense auf dem Feld stehen“, erklärte ­Offensive Coordinator Patrick Griesheimer.

Doch es stand nicht nur eine gute, sondern eine herausragende Verteidigung auf dem Platz. Frankfurts Defensive war ein in Lila gekleidetes Empfangskomitee, das jedem Marburger mit Ballbesitz einen entsprechenden Willkommensgruß überbrachte - harte Tackles. Für den Angriff der Gäste gab es kaum ein Vorankommen. „Frankfurt­ hat eben auf jeder Position Top-Spieler. In der Passverteidigung waren sie besonders stark. Für unser Passspiel waren kaum Räume da“, meinte Griesheimer. Quarterback Alexander Thury konnte die wenigen Pässe, die er warf, kaum in die sehr kleinen Fenster zwängen.

"Söldner"-Abwehr lässt Frankfurt zu viele Freiräume

Auf der anderen Seite war Marburgs Abwehr äußerst löchrig­ und ließ besonders den gegnerischen Receivern viel zu viel Freiraum und Zeit. Defensive Coordinator Sam Weiss sah das Hauptproblem jedoch woanders: „Wir konnten nicht tacklen. Wir können die großartigsten Formationen aufs Feld bringen, wenn wir den Ballträger nicht zu Boden bringen, hilft das nichts.“ Statt Tacklings zu setzen, gab es zu häufig Geleitschutz für Frankfurts Passfänger.

Bereits nach dem ersten Viertel führten die Hausherren 14:0 und erhöhten bis zur Pause auf 35:0. Universe-Quarterback ­Steve Cluley hatte leichtes Spiel, seine Pässe sicher an den Mann zu bringen. Auch das Laufspiel um Andreas Betza und Joe Bergeron funktionierte prächtig. Das einseitige Punkte-Festival setzte sich nach der Halbzeit fort. Frankfurt dominierte, Marburg kassierte. Im dritten Viertel brachten die Frankfurter Reserve-Quarterback Sonny Weishaupt ins Spiel.

Erst kurz darauf besorgte Wide Receiver Henrik Schwarz den ersten und einzigen Touchdown für die Gäste.

von Benjamin Kaiser

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