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Mercenaries schlagen sich wieder selbst

German Football League: 14:39 in München Mercenaries schlagen sich wieder selbst

Auch beim Auswärtsspiel bei den Munich Cowboys gab es für die Mercenaries nichts zu holen. Nach der 14:39-Niederlage drängt sich im Lager der "Söldner" immer mehr die Quarterback-Frage auf.

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Philip Prohaska (vorne, im Spiel gegen Schwäbisch Hall) erzielte den ersten Touchdown der Partie in München. Trotzdem gingen die Mercenaries mit 14:39 unter. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

München. Vor der Partie im Münchener Dantestadion sagte Marburgs Headcoach Matthias Dalwig, dass die Munich Cowboys „schlagbar“ seien. Diese Hoffnung erfüllte sich am Spieltag nicht. Im Gegenteil: Die Partie war bereits entschieden, als der Halbzeitpfiff ertönte. Das zweite Viertel, in dem die Mercenaries durch zwei „Turnovers“ dem Gegner Punkte auf dem Silbertablett servierten, leitete die Niederlage ein. Brian Ensminger, Marburgs Quarterback, enttäuschte einmal mehr.

Wie im European-Football-League-Spiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes sah es für die Marburger nach dem ersten Viertel in München, das beim Punktestand von 7:6 endete, recht gut aus. Doch wie gegen Kiel folgte einem soliden Start der Einbruch. Begünstigt durch zwei Fumbles der Mercenaries, die die Hausherren an sich brachten. So kamen die Cowboys zweimal in äußerst aussichtsreicher Position in den Besitz des Spielgeräts und münzten diesen eiskalt in Zählbares um. Dalwig hielt daran fest, dass die Münchener schlagbar gewesen seien: „Es waren vermeidbare individuelle Fehler, die uns im zweiten Viertel teuer zu stehen gekommen sind. Aber wir sind kein schlechteres Team als die Cowboys.“

„Unsere Schwächephasen im Spiel führen momentan dazu, dass der Gegner Schlag auf Schlag Touchdowns erzielt, während wir keine Punkte auf die Anzeigetafel zaubern können. Wir haben noch keine Mittel und Wege gefunden, um diese Abwärtsspiralen zu stoppen“, sagte Carsten Weber, Marburgs Defensive Coordinator.

Die Schwächephase im zweiten Viertel nutzte Ward Udinski, Münchens Quarterback, gnadenlos aus. Zum Leidwesen der Marburger demonstrierte der US-Amerikaner, dass er nicht nur mit seinem Arm, sondern auch mit seinen Beinen für Gefahr sorgen kann. So erzielte er im zweiten Viertel gleich zwei Touchdowns mit beherzten Läufen selbst. Somit lag Marburg zur Pause mit 7:32 zurück.

Brian Ensminger zeigte hingegen eine weitere unterdurchschnittliche Leistung. Obwohl sein Touchdown-Pass im ersten Viertel auf Wide Receiver Philipp Prohaska Hoffnung machte, brachte Ensminger nicht viel zustande. „Brian hatte sicher nicht seinen besten Tag. Er hat in vielen Situationen völlig freie Receiver einfach übersehen“, sagte Dalwig. Von seinem ersten Quarterback hatte der Headcoach bis zur Pause genug gesehen: In der zweiten Spielhälfte übernahm Reserve-Spielmacher Bastian Berghaus als „Rasengeneral“. Laut Dalwig habe Berghaus der Offensive Leben eingehaucht und ein ordentliches Spiel gezeigt. Vielleicht nicht nur in München, sondern auch am kommenden Sonntag gegen Stuttgart. „Es ist eine Option, die sich aufdrängt“, erklärte Dalwig.

Ein Lichtblick am Samstag war das Laufspiel: Den Touchdown zum 14:32 besorgte Running Back Andrecus Lindley, der seine bisher beste Leistung im Marburger Trikot ablieferte. Der Mann aus dem US-Bundesstaat Georgia stemmte sich mit seinen ganzen 95 Kilogramm gegen die drohende Niederlage. Es war jedoch nicht genug Gewicht: Im vierten Viertel sorgte ein weiterer Touchdown der Hausherren für den Endstand.

von Benjamin Kaiser

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