Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Mercenaries geloben Leistungssteigerung

American Football Mercenaries geloben Leistungssteigerung

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche treten die Marburg Mercenaries gegen die Allgäu Comets an. Laut Head Coach ­Matthias Dalwig könne das Rückspiel am Sonntag nur besser werden als das 13:68 im Hinspiel.

Voriger Artikel
Eintracht trifft auf angezählten KSV
Nächster Artikel
Breidenbach will Scharte auswetzen

Kaum zu stoppen: Marburgs Verteidiger versuchen, Allgäus laufstarken Quarterback Cedric Townsend (mit Ball) auf den Boden zu zwingen.

Quelle: Erwin Hafner

Marburg. Die Einschätzung von Head Coach Matthias Dalwig für das Rückspiel gegen Allgäu ist simpel: „Es kann nur besser werden als am Sonntag. Da ist fast alles schief gegangen, was schief gehen konnte.“ Laut Dalwig müsse bei der Partie gegen Allgäu am Sonntag (16 Uhr) im Georg-Gaßmann-Stadion eine Leistungssteigerung her. Viele ­Spieler seien äußerst unzufrieden mit ihrer Leistung und dem Spielergebnis gewesen. Allen voran Quarterback E. J. White, der seinen Mitspielern nach der Demontage klarmachte, dass die Leistung inakzeptabel gewesen sei.

Starke Allgäuer Verteidigung

Der Quarterback nahm seine Rolle als Führungsspieler an und seine Mitspieler in die Pflicht. Doch einer besseren Offensivleistung der „Söldner“ am Sonntag steht eine Allgäuer Verteidigung gegenüber, die Dalwig sogar noch stärker als den exzellenten Abwehrriegel der Stuttgart Scorpions einschätzt.

Vor allem die Special Teams zeigten bei Punt- und Kick-Returns der Allgäuer eine desaströse Leistung, gaben viele Yards ab und ließen zwei Touchdowns zu. Gerade gegen ein Top-Team wie Allgäu ist eine solche Special-Teams-Leistung fatal. Die Verteidigung pfeift personell aus dem letzten Loch. In die lange Liste der Verletzten reihte sich kürzlich auch Jimmy Yock ein. Der Safety, der vor drei Wochen gegen Schwäbisch Hall sein erstes GFL-Spiel seit rund zwei Jahren bestritten hatte, fällt wegen eines Muskelrisses aus. In guter Form wäre er eine unheimlich wichtige Stütze für die Marburger Verteidigung.

Einsatz von Daniel Katusic ist noch fraglich

Auch Defensive Back Daniel Katusic fällt laut Defensive Coordinator Carsten Weber wegen einer Knieverletzung aller Wahrscheinlichkeit aus. „Ich habe nur wenige Männer zur Verfügung. Langsam wird es eng“, meinte Weber.

Im Hinspiel brachte die Marburger Offensive nicht viel zustande. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sie fast in Bestbesetzung spielte, war die magere Ausbeute von 13 Punkten ernüchternd. „Wir waren in der Offensive nicht gut genug. Dann und wann hatten wir ein paar gute Szenen. Aber insgesamt war es viel zu wenig, um eine Defense wie die der Comets in Verlegenheit zu bringen“, erklärte Dalwig.

Tacklings der Mercenaries noch immer mangelhaft

Aufseiten der Marburger Verteidigung weiß Weber, was auf ihn und seine Spieler zukommt. Denn das Rad wird die Offensive der Comets innerhalb von sieben Tagen sicherlich nicht neu erfinden. Cedric Townsend, Allgäus Quarterback, zeigte beim Hinspiel eine starke Leistung. Insbesondere die Pässe in die Tiefe zu seinen sprintstarken und agilen Wide Receivern waren sehr präzise und stellten die Marburger Verteidigung vor Probleme. Insbesondere Wide Receiver Matthew Green, der mit fünf Touchdowns ein wahres Football-Feuerwerk entzündete, entpuppte sich für die „Mercs“ als ein fleischgewordener Albtraum.

Allerdings half die Marburger Verteidigung bei Greens Touchdown-Ausbeute mit. Ausrutscher auf dem Rasen und schwaches Tackling spielten Green in die Karten und servierten dem Passfänger zwei Touchdowns quasi auf dem Silber­tablett. Manchmal stimmen die Laufwinkel zum Tackle nicht, manchmal sind die Mercenaries am Gegenspieler dran, bringen diesen aufgrund von schlechter Tackling-Technik jedoch nicht zu Fall. Es sind fundamentale Defizite. „Wir können ein wenig gegensteuern. Aber wir können mitten in der Spielzeit Grundfähigkeiten des Footballs nicht nachholen“, meinte Weber und fügte hinzu: „Wir wollen am Sonntag zeigen, dass wir nicht so schlecht sind, wie es das 13:68 vermuten lässt.“

von Benjamin Kaiser

GFL Gruppe Süd

1. Schwäbisch Hall Unicorns 10 481:148 18:2

2. Stuttgart Scorpions 11 395:146 18:4

3. Allgäu Comets 10 275:125 16:4

4. Saarland Hurricanes 10 295:207 14:6

5. Munich Cowboys 10 209:234 10:10

6. Rhein-Neckar Bandits 10 100:345 2:18

7. Marburg Mercenaries 10 165:387 2:18

8. Franken Knights 11 93:521 2:20

Weitere Spiele: Rhein-Neckar Bandits - Munich Cowboys (Sa., 16 Uhr), Saarland Hurricanes - Schwäbisch Hall Unicorns (Sa., 18 Uhr).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
De Höhner in der Stadthalle

Kultband „Höhner“ machte Marburg vor 470 begeisterten Fans im Erwin-Piscator-Haus zum Kölner Stadtteil