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Mercenaries erkämpfen sich Arbeitssieg

American Football Mercenaries erkämpfen sich Arbeitssieg

Die Marburger taten sich in einem zerfahrenen Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Bandits lange schwer. Letztlich fuhren sie aber einen verdienten 28:10-Pflichtsieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Mannheim ein, das in akuter Abstiegsgefahr schwebt.

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Einmal mehr mit einer bärenstarken Leistung: Beim 28:10-Auswärtssieg enteilte Marburgs Running Back Silas Nacita (mit Ball) – wie im Hinspiel – ein ums andere Mal den Verteidigern der Rhein-Neckar Bandits.

Quelle: Michael Hoffsteter

Mannheim. Kurz vor Spielende dröhnt aus den Lautsprechern im Mannheimer Sepp-Herberger-Stadion der ACDC-Hit „Highway to hell“ (auf Deutsch: Autobahn in die Hölle). Ein Musiktitel, der die sportliche Situation der Rhein-Neckar Bandits nur zu gut beschreibt. Sie liegen mit 10:28 hinten, und die Mercenaries sind drauf und dran, die Hausherren auf die Abfahrt in Richtung GFL 2 abzudrängen.

Mit dem Sieg haben die „Mercs“ nicht nur den Abstieg der Bandits mit ziemlicher Sicherheit besiegelt, sondern auch den eigenen Klassenerhalt aller Wahrscheinlichkeit nach unter Dach und Fach gebracht. Um noch in ernste Abstiegsgefahr zu geraten, müssten die bisher sieglosen Banditen noch drei Siege einfahren, während die „Söldner“ keinen einzigen mehr verbuchen dürften.

Es hatte im Vorfeld wohl kaum jemand mit einem spielerischen Augenschmaus gerechnet. Den gab es auch nicht. Vielmehr machte sich der Gastgeber das Leben oft selbst schwer. Die „Banditen“ bestahlen sich mehrmals. Zu viele Strafen machten aussichtsreiche Feldpositionen und gute Spielzüge zunichte. Auch die Marburger leisteten sich zu viele unnötige Strafen, gingen jedoch im ersten Viertel mit 7:0 in Führung. Rhein-Neckar blieb jedoch im Spiel und glich Mitte des zweiten Viertels aus. Eine Minute vor Ende von Durchgang eins gelang Bandits-Quarterback Sonny Weishaupt ein tiefer Pass, der seinen Wide Receiver Nico Kneis erreichte: erster Versuch an Marburgs Ein-Yard-Linie. Die goldene Gelegenheit für die Gastgeber. Doch drei Versuche endeten im Nichts. Somit gab es das Field Goal. Der Kick war mustergültig - 10:7. Somit gingen die Hausherren mit dem Drei-Punkte-Vorsprung in die Kabine. Aus eben dieser kamen die Marburger weitaus wacher und sicherten sich mit einem Touchdown die erneute Führung.

Marburger Verteidigung spielt gut auf

Folglich erhöhte Weishaupt das Risiko im dritten Viertel, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Er versuchte es häufiger mit tiefen Pässen. Das wurde ihm 1:21 Minuten vor Ende des dritten Viertels zum Verhängnis. Cornerback Markus Boeck fing einen Pass ab und brachte den Ball bis an die Mannheimer 38-Yards-Linie. Das fällige Angriffsrecht veredelte Running Back Silas Nacita eine Sekunde vor Ende des dritten Viertels zum 21:10. Der Zwei-Punkte-Versuch von Claiborne auf Passfänger Fred Liepner gelang ebenfalls.

Insbesondere Marburgs Verteidigung machte ein solides Spiel. Insgesamt gelangen der Passverteidigung drei Interceptions. Jesse Hogan und Damon Collins pflückten weitere Pässe von Weishaupt ab. Auch der Marburger Pass Rush verdiente sich seine Lorbeeren. Die Defensive Line setzte Sonny Weishaupt oft unter massiven Druck. Die Linie der Hausherren präsentierte sich wie ein Kartenhaus, das bei den meisten Spielzügen in sich zusammenfiel. Weishaupt musste weit häufiger mit dem Ball laufen, als ihm lieb war.

von Benjamin Kaiser

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