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Mercenaries entscheiden Krimi für sich

American Football: 51:49 über Saarland Hurricanes Mercenaries entscheiden Krimi für sich

Die Marburg Mercenaries gewannen auch das zweite Heimspiel der Saison. Entscheidender Mann beim Zittersieg über die Saarland Hurricanes war Quarterback Micah Brown.

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Nicht zu halten: Micah Brown setzt sich auf dem Weg zu einem seiner fünf Touchdowns gegen Killian Marmion durch.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Bei fantastischem Footballwetter war den 700 Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion bereits nach dem ersten Viertel klar, dass es ein Schützenfest werden würde. Der Spielstand nach 15 Minuten: 21:21 - genug Punkte für ein komplettes Footballspiel.

Dabei zeigten beide Teams in der ersten Hälfte desolate Defensivleistungen: Zu viele verpasste Tackles, zu viele vermeidbare Deckungsfehler. Vor allem gegen Saarlands Wide Receiver Terrence Davis schien kein Kraut gewachsen. Mit Größe, Schnelligkeit und sicheren Händen war er ein wandelnder Albtraum für die Marburger Verteidigung.

Offensive boxt Defensive raus

Dabei schmerzte das Fehlen von Safety Curtis Slater, der wegen eines gefährlichen Tackles gesperrt worden war, enorm. „Wir haben uns auf Giovannie Dixon, den starken Running Back fokussiert. Deshalb hatte Davis im Passspiel sehr viel Raum“, erklärte Defensive Coordinator Sergej Schmidt.

Das Merkmal eines guten Footballteams ist jedoch, dass die Offensive die Defensive „rausboxt“, wenn es mal nicht so läuft - und umgekehrt. Genau das passierte. Quarterback Micah Brown schulterte seine Offensive und bereitete der Verteidigung der Gäste vor allem mit seinem brandgefährlichen Laufspiel Kopfzerbrechen: Der Amerikaner erzielte insgesamt fünf Touchdowns. „Ich habe einfach geguckt, was der Gegner für Formationen gespielt hat und bin dann so schnell gerannt wie ich konnte, wenn sich eine Lücke in der Defensive aufgetan hat. Siegen ist schön aber wir haben sehr viel, woran wir arbeiten müssen!“, sagte der „Rasengeneral“ der Mercenaries.

Die Hurricanes blieben jedoch immer in Schlagdistanz und hielten mit der Offensivkraft der Söldner mit. Mitte des letzten Viertels war die Nervosität auch auf den Rängen spürbar (48:41). Diese wuchs sogar noch, als die Gäste vier Minuten vor Schluss die Führung eroberten und die mittelhessische Offensive unter gehörigen Zugzwang brachten (48:49). Doch Micah Brown ließ sich nicht beirren, führte sein Team in Reichweite für ein Field-Goal, das eine Minute vor Schluss zum Endstand verwandelt wurde.

Auszeit zahlt sich aus

Aber die Saarländer gaben noch nicht auf, denn sie wussten, dass Marburg vor vier Wochen in Stuttgart einen sicher geglaubten Sieg noch verschenkt hatte. Als die Hurri­canes neun Sekunden vor Spielende noch einmal in vielversprechende Feldposition gelangten, nahm Defensive Coordinator Sergej Schmitt seine letzte Auszeit und stellte seine Männer noch einmal ein. Ein Schritt der sich lohnte, denn die verbleibenden zwei Versuche der Gäste wurden von der Defensive bärenstark verteidigt.

Ob die Offensive der Marburger weiterhin so viele Punkte produzieren kann, wird sich in zwei Wochen zeigen, wenn die Söldner bei den Allgäu Comets gastieren. Dann wird auch Slater wieder bei den Mercenaries auf dem Feld stehen.

von Benjamin Kaiser

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