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Mengsbergs Selzer: "Schade für die Zuschauer"

Fußball-Verbandsliga Nord Mengsbergs Selzer: "Schade für die Zuschauer"

In einem schwachen Spiel der Verbandsliga Nord investierte der TSV Mengsberg zu wenig und kam beim Schlusslicht OSC Vellmar II nicht über ein mageres 0:0 hinaus.

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Mengsbergs Mirco Kleinmann (links) hebt den Ball über die beiden Vellmarer Niklas Leck (rechts) und Maximilian Igel hinweg. Foto: Marcello Di Cicco

Vellmar. Nach der trostlosen Nullnummer im Kellerduell herrschte bei den Trainern Einigkeit: „Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient“, konstatierte sowohl Mengsbergs Coach Mario Selzer als auch dessen Gegenüber Rainer Rethemeier. Wenngleich Selzer mit dem Punktgewinn leben konnte, ging er sogar noch einen Schritt weiter: „Schade für die Zuschauer. Die, die sich das angeschaut haben, müssten normalerweise Geld dafür bekommen.“

Stattdessen zahlten zumindest die männlichen der etwa 80 Zuschauer, denen als Gegenwert fußballerische Magerkost geboten wurde. In einem fairen und von Schiedsrichter Manuel Winkler (Bad Arolsen) gut geleiteten Spiel gab es vor dem Pausenpfiff kaum zwingende Torchancen zu sehen, dafür auf beiden Seiten viel Stückwerk, viele Fehlpässe sowie Ballverluste und nur wenig Spielfluss - wobei die engagierteren Gastgeber den Ton angaben. In der Offensive fehlte der Elf aus dem Kasseler Vorort aber die Durchschlagskraft. „Wir haben keine zwingenden Torchancen herausgespielt. Uns fehlt ein Stürmer“, haderte Rethemeier, der „Zehner“ Lukas Illian als einzige Spitze aufbot. „Das war eine Notlösung. Ich hatte niemanden, den ich hätte nachschieben können“, klagte der OSC-Übungsleiter, der aufgrund akuter Personalnot auch zwischen den Pfosten improvisieren und auf Altherren-Keeper Swen Meier zurückgreifen musste, der jedoch nie richtig geprüft wurde.

Der eingewechselte Andrzej Fydrych (66.), der nach schöner Einzelleistung von Daniel Hainmüller aus kurzer Distanz freistehend per Kopf den Kasten verfehlte, und der fleißige Hainmüller, dessen Freistoß über die Mauer nur an die Latte ging (76.), hatten die einzigen Tormöglichkeiten für die Gäste, die im zweiten Durchgang nur etwas besser ins Spiel fanden.

„Wir haben zu wenig investiert, um hier drei Punkte zu holen“, wusste Hainmüller, der sich mit der Punkteteilung nicht so recht anfreunden wollte, aber anerkannte: „Die Vellmarer haben es taktisch gut gemacht: Sie hatten sowohl in der Mitte als auch außen Überzahl.“ Torwart Tobias Girschikofsky rettete den Engelhainern schließlich den Punkt, als er in der Nachspielzeit einen Flachschuss aus kurzer Distanz von Illian mit einem Klassereflex gerade noch so an den Pfosten lenkte (90. + 2). Zuvor hatten Illian (75.) und Igel (84.) in einem ebenfalls zerfahrenen zweiten Abschnitt mit Distanzschüssen den TSV-Kasten knapp verfehlt.

„Wir haben es einfach nicht geschafft, ein bisschen Zug draufzukriegen. Im Großen und Ganzen standen wir defensiv einigermaßen vernünftig. Marcel Fischer war richtig gut, viele andere kamen aber nicht an ihre Leistungsgrenze heran. Im Vergleich zum Aufwand vor einer Woche waren es heute vielleicht 50 Prozent“, kritisierte Selzer, der in der Schlussphase Mike Kleinmann ersetzen musste. Der spielende Co-Trainer humpelte nach einem Pressschlag mit Schmerzen im rechten Knie vom Platz (70.).

OSC Vellmar II - TSV Mengsberg 0:0

Vellmar: Meier - Simla (46. Ansari), Lindemann (77. Binguel), Igel, Schweitzer - Djebbi - Meuser, Mand, Leck, Schnell - Illian. Mengsberg: Girschikofsky - Fischer, Rama, Krähling, Dingel - Hainmüller, Mike Kleinmann (70. Schmidt) - Popielarz, Dorfschäfer (46. Sanzone) - Mirco Kleinmann (60. Fydrych), Reitz. Schiedsrichter: Manuel Winkler (Bad Arolsen). Gelbe Karten: Igel, Illian / Rama. Zuschauer: 80. Beste Spieler: Fischer, Hainmüller / Schnell, Meuser.

von Marcello Di Cicco

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