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Medaillenregen für heimische Sportler

Special Olympics Medaillenregen für heimische Sportler

Mit tollen Leistungen warteten die Teilnehmer aus der hiesigen Region an den Nationalen Spielen von Special Olympics Deutschland in Düsseldorf auf

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Das „Unified Fußball Team“ der Hinterländer Werkstätten holte in Düsseldorf zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille.Privatoto

Düsseldorf. Monika Radler freut sich nach innen. Äußerlich ganz ruhig, merkt man ihr dennoch die Freude über ihre Goldmedaille an, die sie im Tischtennis der Nationalen Spiele der Special Olympics (SOD) in Düsseldorf gewonnen hat. Die OP hatte einen „guten Riecher“, als sie in der Vorberichterstattung diese SO-Athletin in den Mittelpunkt stellte.

Sie ist jedoch nicht die einzige Medaillengewinnerin aus Marburg. Mit insgesamt 13 Medaillen gehören die Teilnehmer aus dem Marburger Raum zu den erfolgreicheren der insgesamt 4800 Sportlerinnen und Sportler mit einer geistigen Behinderung. Das Kerstin-Heim war mit sieben Leichtathleten vertreten. Die Hinterländer Werkstätten der Lebenshilfe (HLW) entsandten 33 Teilnehmer für die Sportarten Fußball, Tischtennis und Leichtathletik sowie die wettbewerbsfreien Angebote. Auch Gold glänzte mehrmals. So freute sich das „Unified Fußball Team“ der HLW, in dem behinderte und nicht behinderte Akteure in einer Mannschaft agieren, über dieses Edelmetall schon das dritte Mal in Folge bei Nationalen Spielen. Aus dem Kerstin-Heim überzeugten die Sprinter.

Doch auch die platzierten Teilnehmer aus Marburg freuten sich über die fünf Tage in Düsseldorf, lautet der Olympische Eid der SOD-Athleten doch: „Lasst mich gewinnen. Doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben.“ Dieses Versprechen haben alle Sportlerinnen und Sportler gehalten. Armin Weinöhl, Mitarbeiter der HWL und in Düsseldorf im Organisationsteam zuständig für den reibungslosen Ablauf der Leichtathletik-Wettkämpfe verantwortlich, ist höchst zufrieden: „Unsere Athleten haben toll gekämpft und für die Marburger Teams Ehre eingelegt.“

Aus Marburger Sicht bemerkenswert war auch der Besuch von Oberbürgermeister Egon Vaupel und Sportamtschef Björn Backes. Beide hatten sich - auf Einladung des ehemaligen Bundesgeschäftsführers der Lebenshilfe und Ersten Vizepräsidenten der SOD, Dr. Bernhard Conrads - einen Tag Zeit für Düsseldorf genommen. Der Grund: Im Juli nächsten Jahres werden die ersten landesweiten Spiele von Special Olympics in Marburg stattfinden. An drei Tagen werden dort etwa 800 Sportlerinnen und Sportler den „Spirit von Special Olympics“ verbreiten.

Sportprominenz besucht die Spiele in Düsseldorf

Dieser „gute Geist“ wurde auch in Düsseldorf beschworen, so von den Prominenten, die die Spiele besucht haben. SO-Schirmherrin Daniela Schadt, die Partnerin des Bundespräsidenten. besuchte für einen Tag die Spiele, ebenso DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Die zweifache Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen verkündete in Düsseldorf ihr Engagement als Sportbotschafterin für SOD. Und Rudi Völler überraschte die Fußballer mit einem spontanen Besuch und ehrte das Unified Team. „Das Motto ‚Gemeinsam stark‘ wurde in allen Facetten der Veranstaltung umgesetzt, die Chancen, mit den Nationalen Spielen Impulse für Inklusion zu geben, wurden genutzt“, resümierte SOD-Präsident Gernot Mittler.

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