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Medaillenregen für Helga Schüßler

Leichtathletik: Deutsche Seniorenmeisterschaften Medaillenregen für Helga Schüßler

Athleten aus dem Landkreis standen bei den ­nationalen Titelkämpfen der Senioren mehrmals auf dem Podium.

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Helga Schüßler gewann bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften zweimal Gold und einmal Bronze.

Quelle: Helmut Schaake

Leinefelde. Man kann bis ins hohe Alter fit sein und noch an Wettkämpfen teilnehmen, man muss nur fleißig dafür trainieren. Das hatten auch die 1300 Teilnehmer bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften, die am vergangenen Wochenende im thüringischen Leinefelden mit viel Ehrgeiz, aber auch mit Spaß um Titel und Medaillen kämpften. Unter ihnen waren viele ehemalige Spitzensportler, die als Rückkehrer aber auch als Spätstarter nach dem 50. Lebensjahr die Leichtathletik wieder neu entdeckten.

Da gibt es kaum Unterschiede zwischen jungen Athleten, die bei den zeitgleich durchgeführten Europameisterschaften in Amsterdam teilnahmen oder den Senioren, die in Leinefelde am Start waren. Die Freude über einen Sieg ist bei allen gleich, so auch bei der zweifachen Goldmedaillengewinnerin Helga Schüßler (TSV Kirchhain), die im Sprint über 100 und 200 Meter siegte und außerdem eine Bronzemedaille errang. Siegen ist in den letzten Jahren selbstverständlich geworden, wo sie antritt, holt sie Edelmetall. So kann sie auf über 60 Seniorentitel bei Hessen-Meisterschaften und auf 19 Titel bei Deutschen Seniorenmeisterschaften blicken, dazu stand sie bei Europa- und Weltmeisterschaften mit der 4x100-Meter-Staffel ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Schüßler läuft die 100 Meter in unter 15 Sekunden

Wenn man jenseits des 62. Lebensjahres so schnelle Beine wie Helga Schüßler hat, ist das schon etwas Besonderes. Dazu reicht dann nicht nur Spaß an der Bewegung, sondern man muss sich auch schon manchmal für den Erfolg im Training drei Mal in der Woche quälen, denn auch in den Altersklassen gibt es noch schnelle Frauen, so Helga Schüßler.

Nach 14,98 Sekunden konnte sie hinter dem Ziel der 100 Meter die Arme hochreißen und sich deutlich vor Giesela Pletschen (SV Kirchzarten, 15,06 Sekunden) und Silvia Bloedorn (TG Worms, 15,19) über die erste Goldmedaille freuen. Über 200 Meter, ihre stärkste Sprintstrecke, war am Ende der Zieleinlauf derselbe. Helga Schüler siegte in ausgezeichneten 31,13 Sekunden vor Giesela Pletschen (31,76) und Silvia Bloedorn (32,11) sogar noch etwas deutlicher. Dass sie sich trotz zweier Goldmedaillen ärgerte, macht deutlich, mit welchem Ehrgeiz die Anzefahrerin bei der Sache ist. „Den Weitsprung hätte ich dank meiner Schnelligkeit auch noch gerne gewonnen. Doch es war am Ende eine Windlotterie.“ Weit vor dem Absprungbalken abgesprungen kam sie auf 3,92 Meter, was am Ende hinter der Siegerin Silvia Bloedorn (TG Worms), die bei 4,09 Meter in der Grube landete, und Christina Friedrich (LG Nieße, 3,97) „nur“ für Bronze reichte. Immer auf die Minute topfit ist ihre Vereinskameradin Hilde Weidel (TSV Kirchhain, W55) aus Schlitz. In diesem Jahr konnte die 57-jährige Hilde Weidel die Drei-Kilo-Kugel trotz eines lädierten Knies in einem ganz spannenden Finale hinter der Siegerin Sylvia Hübner-Adams (LAC Hochsauerland) die Silbermedaille holen. Dabei fehlten ihr lediglich 5 Zentimeter zur Siegesweite von 10,95 Metern.

Ingenbleek schleudert Diskus auf 48,96 Meter

Der Marburger Robert Ingenbleek (LG Eder) schleuderte sein Arbeitsgerät, die 1,5-Kilo-Diskusscheibe, auf bemerkenswerte 48,96 Meter und kam damit auf den Silberrang. Noch besser war der ehemalige Deutsche Zehnkampfmeister (1994) Norbert Demmel (TSV Unterhaching) mit 8152 Punkten mit herausragenden 55,06 Metern.

Den besonderen Kampf über 100-Meter-Hürden hatte der 65-jährige Eckhard Rambow (VfL Marburg) aufgenommen und bewältigte die kurze Strecke über zehn Hürden als Vierter der M65 in 21,55 Sekunden. Sieger wurde hier Georg Ortloff (LAC Fürth) in 18,80 Sekunden.

von Helmut Schaake

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