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Lokalsport Mardorfer bleiben ohne Gegentor
Sport Lokalsport Mardorfer bleiben ohne Gegentor
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00:17 29.07.2018
Justus Züchner (links) und Paul Claar vom SV Beltershausen kämpfen um den Ball. Züchners ­Mardorfer sicherten sich gestern den Tagessieg. Quelle: Michael Hoffsteter
Roßdorf

SV Beltershausen – SV Mardorf 0:3

 Tore: 0:1 Paul Kobienia (4.), 0:2 Alican Akbas (5.), 0:3 Lukas Greb (22./FEM).
 Nach dem frühen Doppelschlag durch Paul Kobienia und Alican Akbas war die Partie bereits früh entschieden. Mit einem verwandelten Foulelfmeter erhöhte Lukas Greb noch vor dem Seitenwechsel auf 3:0. Für den Beltershäuser Aushilfstorwart Mario Anderwald, mit 50 Jahren zweifellos der älteste Akteur des Rhiel-Cups, gab es da nichts zu halten.

„Die erste Halbzeit war ordentlich. Wir haben den Ball gut laufen lassen, sind aber auch nicht gefordert worden“, stellte Mardorfs Co-Spielertrainer Lukas Greb fest, der den in Urlaub befindlichen Cheftrainer Karsten Kuhl vertrat. Angesichts des klaren Vorsprungs wechselte Lukas Greb in der Halbzeit drei Spieler ein, um diesen auch eine Einsatzmöglichkeit zu geben.

„Die zweite Halbzeit hat mir dann nicht so gefallen. Es war keine Passgenauigkeit mehr vorhanden“, fiel die Bewertung von Lukas Greb kritischer aus. Ebenso wie die von Beltershausens neuem Trainer Marc Schönfelder. „Wir haben Montag gegen Richtsberg II ein gutes Spiel gemacht und 4:1 gewonnen. Aber heute konnte ich nicht zufrieden sein.“

TSV Kirchhain – TSV Amöneburg 9:10 n. E. (2:2)

 Tore: 0:1 Günay Özbay (3.), 1:1 Berat Bueyuekigen (8.), 1:2 Erkan Erdal (44.), 2:2 Medet Sirin (50.).
 Im besten und spannendsten Spiel des zweiten Vorrundenspieltags warf A-Liga-Aufsteiger TSV Amöneburg überraschend den Kreisoberligisten TSV Kirchhain aus dem Rennen. „Amöneburg hat verdient gewonnen. Die Mannschaft hatte mehr Biss und mehr Spielwitz“, gab Kirchhains Spielertrainer Tobias Sälzer in seiner Analyse offen und ehrlich zu. Die „Berger“ gingen vor den 250 Zuschauern durch Günay Özbay, der freistehend vor Kirchhains Torhüter Sebastian Stei vollstreckte, bereits nach drei Minuten in Führung. Mit einem direkten Freistoß glich Berat Bueyuekigen aber nur fünf Minuten später aus.

Serkan Erdal schien sechs Minuten vor Spielende mit einem strammen Schuss ins rechte Eck die Entscheidung zugunsten der Schützlinge des neuen Trainers Marc Cholibois herbeizuführen. Aber praktisch mit dem Schlusspfiff nutzte Medet Sirin einen Abspiel­fehler zum 2:2-Ausgleich.

Im Elfmeterschießen schienen die Vorteile auf Seiten der Kirchhainer zu liegen, da Amöneburgs Keeper Philipp Ruhl lange Zeit kein Spiel mehr bestritten hatte und nur in Vertretung von Stammtorwart Bilal Katucu aushalf. Aber der Schlussmann der „Berger“ belehrte seine Zweifler eines besseren, wehrte beim Elfmeterkrimi mit insgesamt 20 geschossenen Elfern gleich drei Schüsse ab und war damit maßgeblich am Einzug des A-Ligisten ins Tagesendspiel beteiligt.

Tagesfinale:
TSV Amöneburg – SV Mardorf 0:2

 Tore: 0:1 Alican Akbas (43.), 0:2 Björn Haase (46.).
 Das Tagesendspiel wurde im ersten Durchgang eindeutig vom SV Mardorf bestimmt. Aber Paul Kobienia und Johannes Greb verpassten die Möglichkeit, die Gelb-Schwarzen in Führung zu bringen.
Nach dem Seitenwechsel spielten die Amöneburger ­etwas besser mit. Die Abwehr der Mar­dorfer mit Thomas Ebinger als sicherem Schlussmann war aber erneut nicht zu überwinden. Im strömenden Regen sorgten dann Alican Akbas und Björn Haase mit zwei schönen Einzelaktionen für die Entscheidung. „Ich denke, wir haben uns gut präsentiert und sind verdient weitergekommen“, zog Co-Trainer Lukas Greb ein positives Fazit.

von Kurt Arke