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Lokalsport Marburger Ruderin zeigt ihre Extraklasse
Sport Lokalsport Marburger Ruderin zeigt ihre Extraklasse
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17:01 23.06.2018
Die Marburgerin Sophie Bergmann (rechts) war mit dem Doppelvierer erfolgreich. Quelle: Privatfoto
Hamburg

Hamburg. Für die Jungen und Mädchen der Altersklasse U 15 des Marburger Rudervereins stand der erste große Zielwettkampf an. Nach monatelanger Vorbereitung und zahlreichen Trainingsregatten wollten sich die Sportler bei der 83. Kasseler Ruderregatta für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Dazu mussten die jungen Ruderer zunächst eine Langstrecke von 3 000 Metern absolvieren. Entsprechend des Ergebnisses wurden sie für die 1 000 Meter lange Normaldistanz für die Finals gesetzt.

Als einer der Topfavoriten galt Gerrit Gutberlet, der sich in den vergangenen Wochen stets an der Spitze in seinem Einer der 13-Jährigen wiederfand. Dennoch stellte das starke Meldefeld eine große Herausforderung dar. Souverän löste das junge Bewegungstalent jedoch die Langstrecke und qualifizierte sich ohne Probleme für das Finalrennen.

Trotz Schwächung am Start

Krankheitsbedingt etwas geschwächt entschieden sich Trainer und Sportler dennoch für einen Start. Gutberlet, der einen guten Start erwischte und vom ersten Schlag an der Spitze mit dabei war, fuhr ein fulminantes Rennen. Dabei setzten sich die ersten beiden Boote sogleich vom Rest des Feldes kontinuierlich ab.

Während der Ruderer aus Mühlheim bis zu den letzten 250 Metern eine gute Bootslänge Vorsprung hatte, probierte Gutberlet durch kleinere Spurts in Schlagdistanz zu bleiben. Sichtlich geschwächt musste er sich am Ende mit dem zweiten Platz begnügen.

Nach seiner herausragenden Leistung wurde Gerrit gemeinsam mit dem Frankfurter nominiert, das Land Hessen auf dem Bundeswettbewerb in München, dem bedeutendsten Wettkampf im Kinderrudern, zu vertreten, sodass nun noch einmal eine harte fünfwöchige Trainingsphase beginnt.

Nur knapp Podestplatz verpasst

Indes stand für die Marburger Juniorinnen und Junioren in Hamburg der Abschlusstest für die Deutschen Meisterschaften in Köln an. Mit einer starken Leistung präsentierte sich Sophie Bergmann im leichten Juniorinnen-Doppelvierer ohne Steuermann.

Bereits auf der Strecke war aber klar, dass die jungen Frauen aus Koblenz, Wiesbaden, Lahnstein und Marburg die Vorgaben und Taktiken ihrer Trainer konzentriert umsetzten und hart am körperlichen Limit arbeiteten. Bergmann und Co. wurden Erster.

Voller Tatendrang sollte am Folgetag an diese Leistung angeknüpft werden. Dort stellten sie sich den Gegnern aus Nordrhein-Westfalen und verpassten nur knapp einen Platz auf dem Podest.

Auch Bruno Spät präsentierte sich gemeinsam mit Julian Bothe aus Hanau im Doppelzweier der Junioren mit einer überragenden Leistung. Am ersten Tag fuhren sie einen guten zweiten Platz hinter den Gegnern aus Leipzig ein, von denen sie lediglich eine halbe Sekunde trennte.

Auch am zweiten Tag erbrachten sie eine beachtliche Leistung, konnten aber im ­
A-Finale nicht über ihre bis­herigen Leistungen hinauswachsen.

Das Marburger Trainerteam war zufrieden. „Wir sind in Schlagweite und können auf der Meisterschaft einen Podiumsplatz erringen“, sagte Trainer Maximilian Stelz.