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Mainz II ist so gar nicht nach „Helau“

Fußball, Regionalliga Südwest Mainz II ist so gar nicht nach „Helau“

Mit einem Heimspiel gegen die Bundesliga-Reserve des FSV Mainz 05 beginnt für die Stadtallendorfer Eintracht morgen (14 Uhr) die Restrunde der Regionalliga Südwest.

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Eine Szene aus dem Hinspiel: Stadtallendorfs Del-Angelo Williams (Mitte) kämpft mit dem Mainzer Kapitän Sebastian Tyrala um den Ball.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Dass die Partie gegen den SC Freiburg II am vergangenen Samstag witterungsbedingt ins Wasser fiel, dürfte allen Beteiligten recht gekommen sein. „Wir werden wohl erst am Samstag sehen, wo wir stehen“, sagte Stadtallendorfs Kapitän Kevin Vidakovics nach dem letzten Testspiel am vorvergangenen Mittwoch vor dem Hintergrund, dass die Eintracht weniger Zeit hatte, sich auf die zweite Halbserie vorzubereiten.

Statt Restrundenauftakt hieß es am Samstag allerdings: trainieren. „Wir haben an der Spritzigkeit auf den ersten Metern und am Umschaltspiel gearbeitet“, verrät Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja, der die um sieben Tage verlängerte Vorbereitung gerne mitnahm, denn: „Vier Wochen Vorbereitung sind zu wenig, fünf Wochen sind okay.“

Erdinc Solak ist wieder fit

Und noch einen Vorteil hatte die Spielverlegung: Offensivkraft Erdinc Solak, der wegen einer Erkältung noch ausgefallen wäre, hat unter der Woche wieder trainiert und dürfte in den Kader rutschen.

Lautstarke Unterstützung wünscht sich Sicaja von den Zuschauern, „befreites Aufspielen“ von seinen Schützlingen, denn: „Wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand.“ Anders sieht die Lage bei den Gästen aus. Wenngleich in der rheinland-pfälzischen Karnevalshochburg dieser Tage der Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“ ansteht, ist Mainz-II-Trainer Dirk Kunert derzeit nicht nach feiern zumute.

Die vergangenen drei Partien unterlag seine Elf: zuletzt dem FC-Astoria Walldorf (0:4), vor der Winterpause setzte es Niederlagen gegen die „Kellerkinder“ TuS Koblenz (1:3) und Wormatia Worms (0:4). „Wir hatten viele Kranke und Verletzte, waren zum Teil nur mit zehn bis zwölf Mann im Training“, erzählt Dirk Kunert, „aber das dürfen keine Ausreden sein“.

Zumal die Probleme gegen Astoria Walldorf anderer Natur waren. „Da haben wir zwei Gegentore nach Standardsituationen und zwei nach krassen Fehlern im Spielaufbau kassiert, die uns das Genick gebrochen haben“, bemängelt Kunert, dem allerdings auch Dominanz, Präsenz und Biss fehlte. „Wir waren nicht bissig, nicht griffig genug.“

Genau deshalb erwartet Stadtallendorfs Fußball-Chef Reiner Bremer einen Gegner, „der die vergangene Niederlage gutmachen will. Mainz wird alles daran setzen, nicht den Anschluss nach oben zu verlieren“, sagt Bremer über den Tabellenfünften, den Kunert für eine „Top-Hinrunde“ lobt.

Von einer Krise bei den Rheinhessen will Sicaja nicht sprechen, „aber irgendetwas muss ja sein“, meint Sicaja, „vielleicht liegt es auch daran, dass die Situation der Mainzer in der Bundesliga für den ganzen Verein derzeit nicht ganz einfach ist“. Nichtsdestotrotz lässt sich der Kroate nicht blenden, zumal die „Zweite“ des Bundesligisten über Spieler verfügt, die ganz alleine ein Spiel entscheiden können.

Coach Kunert lobt Eintracht

So adelt Sicaja Mittelfeldspieler Sebastian Tyrala (acht Bundesliga-Spiele für Borussia Dortmund und Greuther Fürth sowie 32 Zweitliga-Einsätze für Fürth und den VfL Osnabrück) als „überragenden Spieler“. Stürmer Karl-Heinz Lappe führt mit 16 Buden die Torjägerliste der Südwest-Staffel an. „Er macht überall seine Tore. Gerade im Strafraum ist er schwer zu verteidigen, also müssen wir Flanken auf ihn verhindern“, fordert Sicaja.

Kunert war bereits nach dem Remis im Hinspiel voll des Lobes für den Aufsteiger – und ist es nach wie vor: „Das ist eine echte Männermannschaft. Stadtallendorf ist gut organisiert, ist bissig und griffig und eklig zu bespielen.“ Es sind jene Attribute, die sein Team derzeit vermissen lässt.

Trotz der anhalten Minustemperaturen der vergangenen Tage mit Bodenfrost stehe der Austragung der Partie nichts im Wege. „Die Ampeln stehen auf grün“, sagte Bremer gestern gegenüber der OP.

  • Wie der KSV Hessen Kassel mitteilte, wird das Anfang der Woche witterungsbedingt abgesagte Hessenderby KSV Hessen Kassel – Kickers Offenbach am Dienstag, 20. Februar, um 19.30 Uhr nachgeholt.

von Marcello Di Cicco

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