Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Likhovitskiy soll es in Monheim richten

Kunstturnen, Bundesliga Likhovitskiy soll es in Monheim richten

Die KTV Obere Lahn kann mit einem Sieg bei Schlusslicht Monheim am vorletzten Wettkampftag den Klassenerhalt sichern.

Voriger Artikel
Defensive soll weiter im Fokus stehen
Nächster Artikel
Sport soll kein automatischer Drill sein

Andrey Likhovitskiy kehrt mit dem Schwung von Platz 16 bei der Mehrkampf-WM zur KTV zurück.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Es müsste schon viel passieren, damit die KTV noch absteigt. Zumal der punktlose TSV Monheim zum Abschluss der Bundesliga-Saison beim Vorletzten Heidelberg - wie die Hinterländer zwei Punkte auf dem Konto - antritt. Die KTV könnte mit zwei Siegen theoretisch sogar noch Vierter werden.

Doch das Augenmerk liegt auf dem Monheim-Wettkampf am Samstag (18 Uhr). Und da sieht KTV-Cheftrainer Albert Wiemers sein Team nicht unbedingt in der klaren Favoritenrolle. Denn in der Addition der erturnten Punkte kam Monheim trotz der klaren 13:57-Niederlage in Straubenhardt auf 323,50. Der Brite James Hall, bester ausländischer Turner des Aufsteigers, fehlte sogar. „Wenn Hall dabei ist, wovon ich ausgehe, werden sie das Ergebnis toppen. Wir müssen das erst einmal abliefern, das wird nicht leicht.“ Zum Vergleich: Die KTV kam zuletzt beim 19:70 in Stuttgart ohne den verletzten Jakob Paulicks (Kreuzbandriss) nur auf 300,75 Punkte. Allerdings wurde der Hinterländer Star Andrey Likhovitskiy an drei Geräten geschont für die Mehrkampf-Weltmeisterschaft, bei der er später Platz 16 belegte.

Hinterländer melden den Armenier Davtyan nach

Nach dem Jahreshöhepunkt wird sich der Weißrusse wieder mit voller Konzentration und topmotiviert für seinen Verein reinhängen können. „Er hat ein ordentliches Ergebnis abgeliefert bei der WM und war guter Dinge, als ich mit ihm gesprochen habe“, sagt Trainer Albert Wiemers. Mitbringen könnte Likhovitskiy den befreundeten Armenier Artur Davtyan, den die KTV Obere Lahn nachgemeldet hat. „Ein guter Mehrkämpfer“, sagt Wiemers. Vorgesehen ist der EM-Dritte von 2013 am Sprung aber nur für den Fall, dass Likhovitskiy ausfällt.

Auch mit Likhovitskiy dürfen sich die Hinterländer keine Patzer wie bei der 33:36-Niederlage gegen Cottbus erlauben, als man dreimal vom Barren abstieg. In Florian Lindner, der bisher 23 Scorepoints sammelte, verfügen die Monheimer über einen ausgeglichenen Mehrkämpfer. „An ihm müssen wir erst einmal vorbeikommen“, sagt Wiemers. Bei der Qualifikation zum B-Nationalmannschaftskader überzeugte der Monheimer zuletzt mit einem stabilen Mehrkampf und dem zweiten Platz. Darüber hinaus verfüge der Gegner laut Wiemers über „gute Spezialisten an den einzelnen Geräten“.

Die KTV Obere Lahn will den Wettkampf bis zum Schluss offen gestalten und dann am Reck zuschlagen. „Das ist sicher nicht unser schwächstes Gerät“, sagt Wiemers.

„Wenn wir normal unser Ding durchziehen und uns keine Fehler erlauben, können wir gewinnen. Wir müssen einfach unsere Leistung sauber und sicher abrufen“, sagt der KTV-Allrounder Fabian Lotz. Probleme mit dem Druck im Abstiegskampf befürchtet er nicht: „Im Prinzip ist das wie jeder andere Wettkampf. Wir wissen um unsere Stärken und können in den entscheidenden Situationen cool bleiben.“

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?