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Lenz lässt Wollmar/Frohnhausen jubeln

Fußball, Kreisliga A Frankenberg Lenz lässt Wollmar/Frohnhausen jubeln

In einem intensiven, aber ausgesprochen fairen Derby setzte sich die Heimmannschaft verdient durch.

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Der is drin! Wollmars Maximilian Lenz (rechts) bejubelt sein Tor. Münchhausens Torwart Pascal Durben kam zu spät. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Wollmar. Dabei verschlief die SG Wollmar/Frohnhausen die Anfangsphase komplett. Dies fiel auch Trainer Giovanni Liuzza auf. „Wir hatten in der ersten Viertelstunde Probleme, ins Spiel zu kommen, haben uns dann aber von Minute zu Minute verbessert“, sagt er. Die Gäste hingegen traten von Beginn an mutig auf und gingen bereits nach zehn Minuten verdient in Führung. Nachdem der linke offensive Mittelfeldspieler Stasis Buividavicus den Ball wuchtig flach in den Strafraum geschlagen hatte, war Adrian Cohaus zur Stelle und schob aus rechter Position links unten ein (10.).

In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, indem insbesondere die Gastgeber gleich mehrere hochkarätige Chancen hatten. „Normalerweise hätten wir schon vor der Pause drei oder vier Tore erzielen müssen“, weiß auch Giovanni Liuzza. Nachdem Martin Hallenberger nach Vorarbeit des brandgefährlichen Gino Le Rose zunächst noch an Gäste-Keeper Pascal Durben gescheitert war (14.), machte er es in der 30. Minute besser. Nach starker Vorarbeit von Wollmars Kapitän Torsten Höcker setzte Hallenberger den Ball gezielt links unten in die Maschen. In der Folge erspielten sich die Gastgeber weitere gute Möglichkeiten, ließen sie aber ungenutzt.

Auch nach Wiederanpfiff drängten die Einheimischen auf die Führung. Es dauerte aber bis zur 56. Minute, ehe Maximilian Lenz bei einem Standard zur Stelle war und die Hereingabe von Rocco Liuzza zum umjubelten 2:1 einköpfte.

Mit zunehmender Spielzeit diktierten die Gäste wieder das Spielgeschehen, auch weil der Heimelf noch das Freitagsspiel gegen den TSV Geismar (3:1) sichtlich in den Knochen steckte. „Wir hatten zwar Mitte der zweiten Halbzeit ein spielerisches Übergewicht, es aber nicht verstanden, daraus zu Torchancen zu kommen“, sagt Gäste-Trainer Kosta Ionanidis. Da aber auch die Gastgeber die mögliche Entscheidung nicht herbeiführen konnten, blieb die Partie bis zum Abpfiff spannend.

Mehrere Konter ließ die Heimmannschaft liegen, auch weil die Münchhäuser Viererkette die gegnerischen Angreifer immer wieder ins Abseits stellte. Hinzu kam, dass Maximilian Freiling einen Foulelfmeter rechts über das Tor schoss (77.). Nach einem langen Ball von Le Rose auf Rocco Liuzza kam Pascal Durben aus dem Tor, trennte den Angreifer vom Ball, traf allerdings auch seinen Gegenspieler. Schiedsrichter Bernd Henge entschied umgehend auf Strafstoß. Eine harte Entscheidung des Referees, der aber ein gutes Spiel machte und mit wenigen Karten auskam.

Weil Pascal Durben in der Nachspielzeit Rocco Liuzza, nachdem dieser den Ball wegschoss, rüde wegschubste, sah er zusätzlich die Gelb-Rote Karte. Die Gäste hatten bereits vorher Glück, dass Referee Henge ein Foul von Dominik Durben an Rocco Liuzza übersah.

Unterm Strich steht ein verdienter Sieg der Heimmannschaft. Entsprechend positiv fällt das Fazit von Giovanni Liuzza aus: „Insgesamt muss man der Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie hat guten Fußball gespielt und hochverdient gewonnen.“ Sein Gegenüber kommt zu einem anderen Schluss. „Das Derby wurde von Kleinigkeiten entschieden. Den Gegentoren lagen individuelle Fehler unserer Abwehr zugrunde.“

Tore: 0:1 Adrian Cohaus (10.), 1:1 Martin Hallenberger (30.), 2:1 Maximilian Lenz (56.). Wollmar: Stefan Müller - Freiling - Hess, Sellmann, Jens Hallenberger (75. Braun) - Lenz, Martin Hallenberger - Höcker, Weigand (86. Dittmar) - Le Rose, Liuzza (90.+3 Haas). Münchhausen: Pascal Durben - Wolf, Wegner, Dominik Durben (67. Engel), Tekin (52. Alexander Tschaikin) - Wladimir Tschaikin, Pieler - Thumberger, Kembel (52. Themistoklis Nikolaidis), Buividavicus - Cohaus. Schiedsrichter: Henge (Amöneburg). Zuschauer: 80. Gelb: Liuzza / Thumberger. Gelb-Rot: Pascal Durben (Münchhausen, wegen Unsportlichkeit, 90.+2). Beste Spieler: Le Rose, Lenz / Wegner.

von Tobias Kunz

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