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Lees Serie sorgt für Vorentscheidung

BC Marburg Lees Serie sorgt für Vorentscheidung

Mit einem unterm Strich ungefährdeten Sieg gegen den alten Rivalen aus dem Breisgau bauten die „Dolphins“ ihre Startbilanz auf 8:2 Punkte aus.

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Stephanie Lee (links, gegen Freiburgs Ilka Hoffmann) sorgte für die Initialzündung beim Marburger Sieg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wir haben mehr Biss gezeigt. Dieser Sieg bringt der Mannschaft wieder ein Stück mehr Selbstvertrauen, auch wenn wir vor allem vor der Pause zu viele einfache Bälle weggeschmissen haben. Das darf uns nicht passieren“, bilanzierte Marburgs Coach Patrick Unger nach dem verdienten und nach dem Wechsel auch ungefährdeten Erfolg gegen Freiburg.

„Die Mannschaft spielt füreinander, jede Einzelne nimmt sich nicht so wichtig“, freute sich der 32-Jährige, der von Beginn an fleißig durchwechselte und keiner Spielerin mehr als 25 Minuten Einsatzzeit gab. Angesichts der Pokalaufgabe am Donnerstagabend beim Zweitligisten Opladen und der Bundesliga-Partie in Saarlouis am Samstag, durchaus wichtig.

Stephanie Lee (BC Marburg, links) gegen Alexandra Williams (Freiburg). Foto: Thorsten Richter (thr)

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Freiburgs Coach Aleksandar Bozic sah auch in der tiefer besetzten Marburger Bank einen Schlüssel für die Niederlage seiner jungen Mannschaft. „Wir konnten in der Woche nicht konstant trainieren und haben auch nicht konstant gespielt. Ordentlich reicht gegen eine routinierte Top-Mannschaft wie die Marburgerinnen nicht“, unterstrich Bozic.

Dabei sah es vor rund 400 Zuschauern in der kleinen Gaßmann-Halle in den ersten 15 Minuten gar nicht nach einem so deutlichen Erfolg der Gastgeberinnen aus. Der BC führte zwar schon mit 7:2 (4.), ließ sich dann aber von der teilweise hektischen und unorthodoxen Spielweise der Gäste anstecken, vergab einige klare Möglichkeiten und lag nach zehn Minuten nur hauchdünn vorne (14:13).

Eisvögel nach 15 Minuten vorne

Nach 15 Minuten hatten sich die Eisvögel um die Ex-Marburgerin Elisabeth Dzirma eine 19:18-Führung erspielt, als Stephanie Lee förmlich explodierte.

Neun Punkte in Folge gelangen der Centerin und - nach einem Freiwurf von Tonisha Baker - vier weitere zum 33:22-Pausenstand: Die Vorentscheidung.

Denn nach der Pause ließen die Marburgerinnen nichts mehr anbrennen, zumal den Eisvögeln nun auch immer mehr Kondition und Konzentration ausgingen. Julia Köppl markierte mit einem Dreier mit der Schlusssirene das 49:33 nach drei Vierteln, und in den letzten zehn Minuten bestimmten die Gastgeberinnen mit Tempo, Spielwitz und endlich auch einer adäquaten Trefferquote die Partie.

Freiburg "einfach niedergerannt"

Svenja Greunke und Kim Winterhoff trafen aus der Distanz, Tonisha Baker riss die Zuschauer nach einer formidablen Einzelleistung und einem akrobatischen Korberfolg von den Stühlen. Und den Schlusspunkt setzte Stephanie Lee, der Trainer Unger nach der Pause immer wieder längere Erholungspausen gönnte standesgemäß: Mit einem Dreipunkte-Wurf.

„Wir haben sie einfach niedergerannt, weil Freiburg keine so große Rotation spielen konnte“, sagte Kapitän Birte Thimm nach der Partie. „Wir sind im zweiten Viertel warm geworden. Stephanie hat uns in der Offensive Sicherheit gegeben, und in der Defensive haben wir dann auch unseren Rhythmus gefunden. In dieser Saison funktioniert es einfach, dass andere einspringen, wenn es bei der ein oder anderen mal nicht so läuft wie heute bei mir.“

von Frank Steinhoff-Wolfart

Statistik
BC Pharmaserv Marburg – Eisvögel USC Freiburg 73:44 (33:22). Viertel: 14:13, 10:9, 16:11, 24:11.
Marburg: Gaudermann 6, Thimm 4, Schaake 9, Köppl 5/1 Dreier/6 Rebounds, Yohn 7/1 Dreier, Greunke 8/2 Dreier/7 Rebounds, Benet, Winterhoff 3/1, Baker 9, Rodefeld 2, Lee 20/1.
Freiburg: Pullins 6, A. Williams 11/2 Dreier/6 Rebounds/8 Steals, Wieczorek, K. Williams 12/10 Rebounds, Dzirma 8/5 Rebounds, C. Zehender, Hoffmann 4, Ouedraogo, Hodapp, Ilmberger 3.
Schiedsrichter: Michael Gutting, Sebastian Harth. Zuschauer: 400.
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