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Lanieri führt "Söldner" zum Sieg

GFL: Mercenaries - Saarland Hurricanes 27:10 Lanieri führt "Söldner" zum Sieg

Vor 1025 Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion zeigten die "Söldner" am Sonntag zwei Gesichter. Hälfte eins war wenig zufriedenstellend, in Durchgang zwei lief gegen die Saarland Hurricanes fast alles nach Plan. Matchwinner war einmal mehr Phil Lanieri.

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Trotz Handverletzung machte er einmal mehr eine bärenstarke Partie: Marburgs Phil Lanieri (mit Ball) behauptet den Ball gegen Saarlands Charles Clay.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mit sichtlich schlechter Laune stapfte Dale Heffron beim Stand von 7:7 in der Halbzeitpause in Richtung Kabine. Am Ziel angekommen ernteten seine Spieler kein Lob, sondern eine Standpauke mit viel Dezibel.

„Ich habe die Männer, vor allem meinen Quarterback, herausgefordert. Die erste Halbzeit war sehr unzufriedenstellend“, erklärte der Head Coach der Marburger. Die lautstarke Maßnahme fruchtete. Denn die „Mercs“ kamen wie ausgewechselt aus der Halbzeit und fuhren dank dieser Leistungssteigerung den letztlich völlig verdienten sechsten Sieg im siebten Spiel ein.

German Football League: Marburg Mercenaries bezwingen unterlegene Saarland Hurricanes 27:10. Vor 1025 Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion zeigten die „Söldner“ gestern zwei Gesichter. Hälfte eins war wenig zufriedenstellend, in Durchgang zwei lief fast alles nach Plan. Matchwinner war einmal mehr Phil Lanieri.

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Im ersten Durchgang hatte Running Back Andrecus Lindley die Hausherren zwar in Front gebracht, doch vor allem die Offensive der Marburger rief bis zum dritten Viertel nur einen Teil ihres Könnens ab. Quarterback Chad Jeffries zeigte zwar einmal mehr seine Gefährlichkeit bei Läufen und warf weitgehend präzise Bälle, allerdings traf er mehrere Entscheidungen, die Rätsel aufgaben, las die Spielsituationen mehrmals nicht richtig. Doch nicht nur er spielte unter seinen Möglichkeiten. Auch die Wide Receiver der „Mercs“ leisteten sich mehrere Fehler beim Laufen ihrer Routen. „Das waren einfach zu viele Momente, in denen wir unkonzentriert waren“, monierte Offensive Coordinator Leon LaDeaux. Hinzu kamen die verständlich unterdurchschnittlichen Leistungen von Reservespielern in der Offensive Line, der mehrere Stammspieler fehlten. Die Offensivfront hatte mit dem Druck der Saarländer Defensive Line große Probleme. Doch alle Mankos änderten sich in Durchgang zwei, als die Offensive mit mehr Präzision, Fokus und Energie zu Werke ging. Das trug nach wenigen Minuten im dritten Viertel Früchte, als die „Mercs“ 13, die Hurricanes nur drei Punkte erzielten. Andrecus Lindley und Wide Receiver Robert Johnson waren für die Hausherren erfolgreich - 20:10.

Marburgs Defensive, die bereits in Durchgang eins gut ausgesehen hatte, legte noch eine Schippe drauf. Unterm Strich standen für Sam Weiss‘ Schützlinge drei Sacks, zwei Interceptions und ein Forced Fumble, bei dem sich die Marburger den Ball unter den Nagel reißen konnten - eine beeindruckende Bilanz. Freilich war der Defensive Coordinator der „Mercs“ nicht rundum zufrieden. „Wir müssen noch konstanter werden. Es gibt immer noch einige Schräubchen, an denen man drehen kann. Zum Beispiel das Tackling oder auch die Deckung beim Passspiel.“

Marburgs Phil Lanieri sorgte einmal mehr für offene Münder und heruntergeklappte Kinnladen. Der Mann, der sowohl als Wide Receiver Offensive als auch als Defensive Back aufläuft, trug sich mit dem letzten Touchdown des Spiels in die Punktefolge ein und begeisterte mit mehreren artistischen Fängen für satten Raumgewinn. Daran hinderte ihn auch eine Verletzungen an seiner linken Hand nicht, die er sich in Durchgang eins zuzog. „Die Hand wird im Krankenhaus untersucht. Wir wissen noch nicht, was es ist“, informierte Teammanagerin Anja Schäfer.

Das Feld verließ Lanieri dennoch nicht und seine Tackles waren nach der Verletzung immer noch so hart wie zu Beginn des Spiels. Mit dieser Tatsache musste Stephan Mertsching unliebsame Bekanntschaft machen. Lanieri, aus naheliegenden Gründen von seinen Teamkollegen „Ironman“ genannt, verabreichte ihm eine Dosis kalter, harter Realität, als er, der Marburger, den Saarländer so heftig von den Beinen holte, dass der Ball aus Mertschings Armen unkontrolliert gen Himmel flog. Linebacker Cesare Vanucci krallte sich das Leder und erreichte im Sprint die 1-Yard-Linie der Saarländer. Dass Tausendsassa Lanieri kurz darauf den Touchdown zum Endstand besorgte war der passende Schlusspunkt.

von Benjamin Kaiser

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