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Kritik am und Kritik vom Fußballkreis

Geringe Beteiligung am Kreispokal Kritik am und Kritik vom Fußballkreis

Der Krombacher Kreispokal in Marburg wird in der kommenden Saison nur mit 32 Mannschaften ausgetragen. In vielen Fällen versäumten die Vereine einfach die Anmeldung für den Wettbewerb. Doch auch der Fußballkreis Marburg steht in der Kritik.

Marburg. „Die Einladungen sind Ende Februar rausgegangen. Die Vereine hatten acht Wochen Zeit sich anzumelden“, betont Kreisfußballwart Peter Schmidt. Dass nur 32 Mannschaften mitmachen würden, sei enttäuschend, in den vergangenen Jahren seien es immer um die 50 Teams gewesen. Dass es die jetzige Teilnehmerzahl erlaube, ohne Begradigungsrunde mit der ersten Runde starten zu können, sei „reiner Zufall“.

Gleich sechs überkreislich spielende Teams sind nicht dabei: Hessenligist Eintracht Stadtallendorf, die Gruppenligisten SF BG Marburg und VfB Wetter und die aktuell in der Kreisoberliga beheimateten VfB Marburg, SV Beltershausen und FV Cölbe.

„Asche auf unser Haupt - wir haben nicht daran gedacht“, räumt Stadtallendorfs Fußballabteilungsleiter Reiner Bremer ein. „Aber ich kann niemandem im Verein einen Vorwurf machen, dass so etwas durchrutscht.“ Die Einladung sei am 25. Februar im elektronischen Postfach eingegangen. „Es ist doch menschlich, dass man im April nicht mehr daran denkt“, sagt Bremer, der sich ein Erinnerungsschreiben gewünscht hätte. „Mich ärgert die Prozedur, wie man sich anmelden muss.“

Attraktivität sei nicht das Problem

Peter Schmidt kündigte gegenüber der OP an, das Verfahren für die Saison 2016/17 ändern zu wollen. Dann sollen alle Vereine automatisch angemeldet sein und sich abmelden müssen, sollten sie nicht im Kreispokal mitspielen wollen. „Vielleicht geht es mit dem Kniff, dass es wieder 50 Vereine sind.“ Auf Erinnerungstelefonate wie im Vorjahr habe er bewusst verzichtet. „Damals habe ich von einem Verein als Antwort bekommen: ‚Wenn wir hätten mitspielen wollen, hätten wir uns angemeldet‘“, sagt Schmidt.

Ein Problem mit der Attraktivität des Wettbewerbs hat der Kreisfußballwart jedenfalls nicht ausgemacht. Das sieht auch Jan-PeterTroeltsch so, obwohl seine SF BG Marburg im Juli nicht dabei sein werden. „Wir hätten gerne gespielt“, erklärt der Sportliche Leiter, der die Anmeldung für seinen Verein versäumt hatte („Das ist bei uns untergegangen“). Der Besuch der Krom-bacher Brauerei sei für die Teams ein schöner Anreiz.

„Wir haben es schlichtweg versäumt zu melden“, sagt Thomas Schick, Sportlicher Leiter des designierten Gruppenliga-Aufsteigers VfB Marburg. „Wir fühlen uns verpflichtet mitzuspielen und hätten gerne gespielt, allein schon aus Imagegründen.“ Er habe mit Peter Schmidt am Tag der Auslosung noch telefoniert. Aber da die Frist verstrichen war, blieb Schmidt hart - und der VfB fehlte im Lostopf. „Ich erwarte schon so viel Flexibilität und Improvisationstalent“, kritisierte Schick.

Auch der VfB Wetter, der nach mehreren Jahren des freiwilligen Verzichts wieder hätte mitspielen wollen, vergaß die Anmeldung. Immerhin kündigte der Sportliche Leiter Armin Schmidt schon einmal an, „dass wir im Jahr darauf auf jeden Fall mitspielen“.

von Holger Schmidt

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