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„Kovac ist kein Zauberer“

Fußball, Bundesliga „Kovac ist kein Zauberer“

An diesem Samstag steigt auch Eintracht Frankfurt in das Spielgeschehen in der Bundesliga ein. Zwei Fans aus der heimischen Region äußern sich zu ­ihren Erwartungen und Hoffnungen.

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Drei Generationen Eintracht-Fans: Die Großseelheimer Eheleute Helmut (hi. v. links) und Christiane Hofmann mit Sohn Christian, dessen Freundin Lisa und Enkel Anton (vorne).

Quelle: Bodo Ganswindt

Marburg. Der Großseelheimer Helmut Hofmann und seine Frau Christiane sind seit vielen Jahren Fans von Eintracht Frankfurt, haben also einige Höhen und Tiefen ihres Klubs miterleben dürfen bzw. müssen.

Dass die Eintracht das Abstiegsgespenst quasi im Nachgang der vergangenen Saison gerade noch hat verbannen können, führt Hofmann nicht zuletzt auf die Arbeit von Trainer Nico Kovac zurück. „Das, was er macht, gefällt mir bislang ausgesprochen gut“, sagt Hofmann, „er ist sehr strukturiert und offensichtlich auch diszipliniert.“ Er bedaure zwar, dass Spieler wie Stefan Aigner und Luca Waldschmidt abgegeben worden seien, hält aber die von Kovac verfolgte Strategie, junge Spieler großer europäischer Klubs in das Bundesligateam der „Adler“ zu integrieren, für richtig und hofft, dass sie zum Erfolg führt. „Das ist eine schwere Aufgabe für den Trainer.“ Zum Saisonauftakt an diesem Samstag wird Dauerkartenbesitzer Hofmann „selbstverständlich“ im Stadion sein, wenn die Eintracht den ambitionierten FC Schalke 04 empfängt. „Wenn unterm Strich ein Punkt zu Buche stünde, wäre ich zufrieden“, räumt der 65-Jährige ein. Dabei setzt er auch auf Torhüter Lukas Hradecky. „Der ist ein klasse Trapp-Nachfolger und hat eine super Runde gespielt.“

Weitzel rechnet mit "harter Saison"

Wichtig sei vor allem, dass Alex Meier wieder zu seiner alten Form zurückfinde. „Der Alex ist die Identifikationsfigur schlechthin.“

„Ich stelle mich auf eine harte Saison ein“, sagt Wolfgang Weitzel. Der 62-jährige Cappeler ist von Haus aus eher ein Pessimist. „Aber umso mehr freue ich mich, wenn ich eines Besseren belehrt werde.“ Weitzel und sein Zwillingsbruder Walter sind seit jeher Fans von Eintracht Frankfurt. „Einmal Adler, immer Adler“, lautet ihr Bekenntnis. Beide sind seit Jahrzehnten Mitglieder des Eintracht-Fanclubs „Cappeler Adler“. Die Eintracht liegt ihnen am Herzen. Doch sie gehen durchaus kritisch mit dem Fußballgeschehen in der Mainmetropole ins Gericht. „Ich bin skeptisch, ob sich die vielen Neueinkäufe auch bewähren werden. Wir können nicht erwarten, dass sie alles aus dem Feuer reißen“, betont Weitzel, „es wird ein schwerer Kampf gegen den Abstieg“.

Kein leichter Gang gegen Schalke

Auch Weitzel zollt Trainer Kovac Lob, warnt aber davor, zu hohe Erwartungen zu haben: „Er hat mit der Mannschaft den Klassenerhalt geschafft, aber er ist kein Zauberer. Er muss aus dem Kader, der ihm zur Verfügung steht, das Beste machen. Wenn das zum ­Klassenerhalt reicht, werden wir uns freuen.“ Natürlich wisse er, dass ein Trainer immer am Erfolg gemessen wird. Der verhinderte Abstieg aus der Bundesliga sei schon einem kleinen Wunder gleichgekommen. „Wir haben kein leichtes Auftaktprogramm“, sagt er, und gegen Schalke wird es kein leichter Gang.“

von Bodo Ganswind

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