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Konzept hat den Neuen überzeugt

Fußball, Verbandsliga Mitte Konzept hat den Neuen überzeugt

Die Vakanz an der Spitze der Fußballabteilung der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg ist beendet. Nunmehr kümmert sich ein zehnköpfiges Gremium um deren Belange.

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Egon Vaupel ist neuer Fußballabteilungsleiter bei den SF BG Marburg.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Wir haben nun in Egon Vaupel ein Flaggschiff in unserer Abteilungsleitung“, sagt Jan-Peter Troeltsch, der ein Jahr lang den kommissarischen Vorsitz innehatte. Die Fußballer sind eine Sparte des Gesamtvereins, der von Anton Schmölz geführt wird. Zu ihr gehören die Mannschaften der Senioren sowie die Teams der Jugend und der Alten Herren.

„Wir haben Egon Vaupel unser Konzept vorgestellt. Er hat sich offenbar überzeugen lassen und sich bereiterklärt, die Leitung der Abteilung zu übernehmen“, sagt Troeltsch. Vaupels Wahl sei einstimmig erfolgt. Dem Vorstand gehören nunmehr an: Egon Vaupel als Vorsitzender, Jan-Peter Troeltsch als sein Stellvertreter, Schiedsrichter-Obmann Uli Müller, Jugendleiter Thomas Koch, Schriftführer Axel Ludwig. Kassierer Frank Nassauer und für den Förderkreis Hartmut Leinweber sowie Heinz Ludwig, Jürgen Gaßmann und Jörg Chilek als Beisitzer.

Den Spielausschuss bilden Jan Gönnewig, Thomas Strack und Björn Lerch.

Argumente von Vorstandsmitgliedern überzeugten

Egon Vaupel ist in Marburg und der Region als ehemaliger Oberbürgermeister und Förderer des Sports in Stadt und Land bekannt. Er habe seine Entscheidung getroffen, nachdem er von einigen der Vorstandsmitglieder mit überzeugenden Argumenten darum gebeten worden sei. Das von der Abteilung entwickelte Konzept sei ihm durchaus schlüssig erschienen. „Bei uns in Schlierbach hieß es früher: Aus jedem Haus muss einer bei der freiwilligen Feuerwehr sein“, sagt Vaupel. So halte er es etwa in seinem Wohnort Wehrda.

„Und wenn die Enkelkinder bei einem Verein eine Heimat gefunden haben, dann erwägt man irgendwann, sich dort auch selbst einzubringen.“ So geschehen nun auch bei den SF BG Marburg, wo der Opa seine 10 und 13 Jahre alten Enkel gut aufgehoben sieht.

Überdies habe ihn Elisabeth Hellwig, die Witwe des verstorbenen bisherigen Abteilungsvorsitzenden Dieter Hellwig, in seinem Entschluss bestärkt. „Sie sagte zu mir: ‚Mach es doch, mein Mann hätte sich gefreut‘.“

Aber zunächst müsse er die Arbeit, die im Verein auf ihn zukomme, erst einmal kennenlernen. „In das operative Geschäft des täglichen Fußballs will ich nicht reinreden. Vielmehr möchte ich mich einbringen in die Weiterentwicklung der Fußballabteilung und dazu beitragen, dass dieser lebendige Verein noch mehr Akzeptanz und Heimatgefühl in alle Richtungen vermittelt.“ Die Wohlfühlatmosphäre sei ein großes Pfund der Blau-Gelben.

Kooperation mit Blista ist ein Glücksfall

Jetzt wolle er sich in die Abteilung hineinleben. „Ich bin froh, dass mir erfahrene Mitglieder zur Seite stehen.“ Besonders ist ihm an der Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie an den inklusiven Aufgaben des Vereins gelegen. Die Kooperation mit der Blindenstudienanstalt erachtet er als einen „Glücksfall“.

Dass Vaupel, der auch Aufsichtsrat im Hessischen Fußball-Verband ist, auf ein großes Netzwerk von Verbindungen zugreifen kann, dürfte den Fußballern nicht gerade zum Nachteil gereichen.

Bei aller Sympathie für die Farbkombination Blau-Gelb macht der neue erste Mann an der Spitze keinen Hehl daraus, dass er auch für Blau-Weiß ein besonderes Faible habe. Denn im Bundesliga-Fußball schlägt sein Herz für Schalke 04. Er geht allerdings nicht so weit, die Farben des Marburger Clubs zu verändern. Aber Vaupel ist diesbezüglich ganz gelassen: „Das Blau überstrahlt dermaßen, dass ich dann sowieso nur noch Weiß wahrnehme.“

von Bodo Ganswindt

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Von Redakteur Bodo Ganswindt

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