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Klingen kreuzen auf hohem Niveau

Fechten Klingen kreuzen auf hohem Niveau

Mit 350 Meldungen gehören die Offenen Stadtmeisterschaften zu den größten Veranstaltungen Deutschlands im Fechten. Auch für die Sportler des VfL Marburg gab es trotz großer internationaler Konkurrenz Medaillen.

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Auf Schnelligkeit, Schnellkraft und Konzentrationsfähigkeit kommt es beim Fechten an. So wie in dem Gefecht zwischen Jan Niklas Oster (links) von der SKG Oberhöchstadt und Leon Gautier-Loftus vom irischen Pembroke FC. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Die Sporthalle der Kaufmännischen Schulen stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen der Florett- und Degenfechter. In mehr als 30 Kategorien für Senioren, Kinder und Jugendliche wurden die geschicktesten Fechter für Gold, Silber und Bronze gesucht.

Angesichts der großen nationalen und internationalen Konkurrenz waren die Medaillenerfolge der Marburger Fechter besonders erfreulich: Bianca Martini vom VfL Marburg errang im Degen bei den Frauen die Bronzemedaille. Als einer der jüngsten Teilnehmer im Feld der „erwachsenen“ Degenfechter kam Daniel Gombert vom VfL Marburg bis ins Finale, wo er sich indes dem Niederländer Bjorn Blaas geschlagen geben musste. Gold und Bronze für Marburg gab es im Florett bei den Schülern (Jahrgänge 2005/2006): Daniel Ludwig gewann im Finale gegen den Franzosen Rémi Vallat vom TFC Hanau mit 10:7. Ludwigs Vereinskamerad Samuel Niczyporuk stand mit Bronze auf dem Podest. Bei den Florettfechtern der Jahrgänge 2007/2008 errang Philipp Rust Silber nach der Finalniederlage gegen den Iren Leon Gautier-Loftus vom Pembroke FC. Eine Bronzemedaille gab es auch für Ansgar Hahn vom VfL Marburg im Florett für den Schüler des Jahrgangs 2005.

Auch ein Rollstuhlfechter war dabei

Mit Joachim Frieß vom Heidelberger FC/TSG Rohrbach startete auch ein „Rollstuhlfechter“ bei den Senioren. Seit 2011 betreibt Frieß die Sportart und feierte seine größten Erfolge mit dem DM-Vizetitel im Florett und DM-Bronze im Degen. „Mit dem Fechten schaffe ich mir einen Ausgleich zum beruflichen Alltag, verbessere meine körperliche Fitness und die motorische Beweglichkeit“, sagte Frieß, dem sein in Marburg lebender Bruder sowie sein Trainer Arne Richter zur Seite standen. In seinen Kämpfen nahmen auch die „Fußfechter“ im Rollstuhl Platz. Da die Rollstühle im festen Abstand zueinander stehen. Der Abstand kann so nur mit dem Bewegen des Oberkörpers verändert werden, es ergeben sich sehr intensiv geführte Duelle. „Es hat Spaß gemacht, das Klingengefühl ist beim Rollstuhlfechten viel ausgeprägter“, bestätigt Carsten Jungk (SKG Oberhöchstadt), ein ansonsten „fußfechtender“ Gegner von Frieß.

„Wir freuen uns, dass wir Rollstuhlfechten anbieten können und würden es auch gerne ausbauen“, sagte Carsten Muschenich. Er war viele Jahre eines der prägenden Gesichter der Fechtabteilung des VfL. Obwohl er nun wieder in seiner alten Heimat Düren lebt, beteiligte er sich in der Turnierorganisation. „Es lässt einen einfach nicht los.“

Fabian Sälzer musste im „Gewusel“ stets den Überblick behalten und kündigte über Mikrofon unter anderem die Spielpaarungen an. Zwar „juckte“ es den erfolgreichen „Aktiven“ des VfL schon, auf der Bahn zu stehen. Doch für einen reibungslosen Ablauf konzentrierte er sich auf die Organisation. Dankbar war er dabei den vielen ehrenamtlichen Helfern vom VfL Marburg, die dies ermöglichten. „Wir erfuhren auch viel Lob von den Teilnehmern“, sagte Sälzer.

Unter den ausländischen Teilnehmern waren auch sieben Fechter des irischen Pembroke FC, die in Marburg bei Gastfamilien untergebracht waren. Linda Schultze von der Turnierorganisation hatte während eines einjährigen Aufenthaltes in Irland die Kontakte geknüpft. Schultze betreute während des Turniers auch die Bambini-Fechtgruppe des VfL, die sie jeweils freitags von 15.30 bis 17 Uhr in der Sporthalle der Emil-von-Behring-Schule trainiert.

von Michael Seehusen

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