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Klassenerhalt ist für den VfB Marburg weit weg

Gruppenliga-Zwischenbilanz Klassenerhalt ist für den VfB Marburg weit weg

Der VfB Marburg überwinterte nach einer schwachen Hinserie auf einem Abstiegsplatz. In den verbleibenden Spielen soll nun die Trendwende erfolgen.

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Alban Ademi (rechts) setzt sich gegen Wiesecks Ufuk Yildirim durch. Der Marburger ist mit acht Treffern bester Torschütze seines Teams. Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Marburg. Schon vor dem ersten Punktspiel wussten die Marburger Verantwortlichen um die Schwere der Aufgabe. Bei fünf direkten Absteigern aus der Fußball-Gruppenliga und sechs Punkten Abzug, weil die „Schimmelreiter“ kein Reserveteam aufbieten können, war der Klassenerhalt von Beginn an das große Ziel. Nach dem Abgang von Trainer Hartmut Huber übernahm Co-Trainer Felix Öchsner die Verantwortung. Erneut galt es einen personellen Umbruch zu meistern, da mehrere Leistungsträger den Verein im Sommer verließen.

Dennoch starteten die Marburger mit ihrer jungen Mannschaft solide in die Saison. Mit der Zeit gelang es der Öchsner-Elf jedoch nicht mehr, ihre spielerisch guten Auftritte auch in Punkte umzumünzen. Die Marburger Verantwortlichen reagierten daher auf die anhaltende Erfolglosigkeit und verpflichteten mit Peter Starostzik einen alten Bekannten als neuen Trainer.

Doch auch unter Starostzik blieb die Trendwende - trotz guter Leistungen - aus. Für den Coach stellt die Unerfahrenheit der jungen Mannschaft einen Grund für dieses Problem dar. „Wir haben gute Spiele gemacht, aber nicht gewonnen, weil wir nicht 90 Minuten konzentriert gespielt haben und uns taktische Fehler geleistet haben“, analysiert Starostzik. Ein weiteres Problem, das den VfB immer wieder zurückwarf, war die große Anzahl an Ausfällen. Immer wieder mussten sowohl Öchsner als auch später Starostzik auf A-Jugend-Spieler zurückgreifen.

Aktuell haben die Marburger 18 Punkte auf der Habenseite - wobei der Sechs-Punkte-Abzug nicht eingerechnet ist. Mit der Strafe fehlen 13 Zähler auf den rettenden 14. Platz. So oder so stehen die „Schimmelreiter“ vor einer schweren Restrunde. „Wir haben zu wenig Punkte geholt und jetzt wird es immer enger“, betont Starostzik und ergänzt: „Ich habe vom Kern der Mannschaft einen guten Eindruck, aber wir müssen uns jetzt zusammenraufen, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.“

Unabhängig davon, ob den Marburgern der Klassenverbleib noch gelingt, sind die Verantwortlichen beim VfB im Hintergrund damit beschäftigt, den Verein neu aufzustellen. Die Schlüsselposition des Sportlichen Leiters wurde dabei mit dem erfahrenen Thomas Schick besetzt, der die neue Vereinsstrategie umsetzen soll. Ein Kernpunkt ist dabei der erfolgreiche Nachwuchsbereich des VfB, von dem auch die Seniorenmannschaft künftig noch stärker profitieren soll. „Wir planen vier bis fünf Spieler aus der jetzigen A-Jugend im Sommer zu halten und peilen zudem den Aufstieg in die Hessenliga mit unseren A-Jugendlichen an“, erklärt Schick.

Doch auch für die aktuelle Runde haben die Marburger personell nachgelegt und im Winter vier Neuzugänge verpflichtet. Mit Michael Xenokalakis kehrt ein wichtiger Mittelfeldspieler nach einem halben Jahr beim FSV Fernwald an die Gisselberger Straße zurück. Zudem wurde Okhan Aksöz, der zuletzt für den TSV Michelbach spielte, verpflichtet. Darüber hinaus schlossen sich Mahmout Mohamet (SV Bauerbach) und Farzan Zahir (TSV Michelbach) den „Schimmelreitern“ an.

Gleichzeitig verließen Torhüter Pablo Esteban Cuadra Seribiac, der aus beruflichen Gründen nach Berlin zog, Dominik Staffel (FC Sindersfeld), Fatih Tokcan (VfB Schrecksbach) und Stefan Rink (SG Dernbach/Wommelshausen) den Verein.

Statistik: Platz 16 mit 18 Punkten aus 21 Spielen. 5 Siege, 3 Unentschieden, 13 Niederlagen. Tore: 32:52. Beste Torschützen: Alban Ademi (8), Fassehai Billy Hagos (5), Bujar Ternava, Del Angelo Williams (beide 4). Höchster Sieg: 4:1 gegen die SG Trohe/Alten-Buseck. Höchste Niederlage: 1:5 gegen den SSV Langenaubach. Auftaktprogramm: SG Obbornhofen/Bellersheim (A), FSV Schröck (H), TSF Heuchelheim (A).

von Julius Mayer

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