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Kirchhainer Sportler starten in Berlin

Jugend trainiert für Olympia Kirchhainer Sportler starten in Berlin

Von Sonntag bis Donnerstag steht für zwölf Kirchhainer Schüler ein Berlin-Trip an - aber nicht zum Vergnügen: Beim Bundesentscheid Leichtathletik wollen die Ostkreisler unter die Top acht.

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AWS-Schulleiter Matthias Bosse (hinten rechts) und Lehrertrainer Volker Jennemann (hinten links) mit dem Leichtathletik-Schulteam „Jugend trainiert für Olympia“ um Jan Zulauf (vorne von links), Luk Lowak, Dennis Kovalenko, Philipp Stein, Philipp Mensdorf, Armin Azari, Bilen Fidan, Nick Meier, David Fröhlich, Timo Debus, Felix Nau und Jan-Lois Kaisinger.Foto: Marcello Di Cicco

Kirchhain. Vor fünf Jahren hatte es ein Schulteam der Kirchhainer Alfred-Wegener-Schule (AWS) zuletzt zum Leichtathletik-Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ in die deutsche Hauptstadt geschafft. Im vergangenen Schuljahr löste das Schulteam nur mit hauchdünnem Vorsprung das Berlin-Ticket (die OP berichtete).

Schulleiter Bosse: Erfolg bestätigt Schulkonzept

„Für uns ist das natürlich besonders toll“, freut sich AWS-Schulleiter Matthias Bosse, „denn wir haben an unserer Schule zwar einen sportlichen Schwerpunkt, dieser vernichtet aber nicht den normalen Unterricht wie es bei manch anderen Schulen - gerade im Osten Deutschlands - der Fall ist. Bei uns spielt der Sport nebenbei eine große Rolle. Wenn dann Hessenmeister-Titel dabei herausspringen, ist es umso erfreulicher.“

Mit zwölf jungen Sportlern der Jahrgänge 2001/2002 (Wettkampfklasse III), Lehrertrainer Volker Jennemann sowie den Betreuern Winfried Jennemann und Christian Sorg treten die Kirchhainer am Montag im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gegen die Sieger der 15 anderen Bundesländer an.

„In der Regel ist es so, dass die großen Sportgymnasien aus dem Osten die ersten Plätze unter sich ausmachen“, sagt Volker Jennemann, der zufrieden wäre, wenn es seine Schützlinge unter die besten acht schaffen. „Das kann schon eng werden, wenn man mal ein Staffelholz verliert“, weiß der Lehrer.

Doch nicht nur im 4x75-Meter-Staffellauf, sondern auch im 75-Meter-Sprint, 800-Meter-Lauf, Hoch- und Weitsprung, Ballwurf (200 Gramm) sowie im Kugelstoßen (4 Kilogramm) werden sich die Ostkreisler mit den besten Schulsportlern Deutschlands messen.

„Unsere Mannschaft besteht zum Teil aus Leichtathleten und zum anderen Teil aus Nicht-Leichtathleten. Gerade in den technischen Disziplinen sind die Leichtathleten gefordert. Mit schnellen Fußballern, Sportlern, die zum Teil der Leichtathletik entwachsen sind, und Sportlern, die in die Leichtathletik gewechselt sind, sind wir recht gut aufgestellt“, meint Jennemann.

Auch das Sightseeing steht auf dem Programm

Alles andere als optimal waren indes die Bedingungen der Vorbereitung, denn das Sportgelände an der Schule war zuletzt wegen Umbauarbeiten allenfalls eingeschränkt nutzbar. Dass der Wettkampf erst nach den Sommerferien stattfindet, stört Jennemann aber nicht: „Meist ist es so, dass die Leichtathleten ihre Höhepunkte ohnehin im Sommer haben. Im zweiten Schulhalbjahr wäre auch zu wenig Zeit für alles.“

Neben dem Wettkampf will die Schulmannschaft die Zeit nutzen, um Berlin zu erkunden: Eine Plenarsitzung im Deutschen Bundestag und eventuell ein Rundgang durch das Reichstagsgebäude sind vorgesehen. „Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass wir uns noch mal den ein oder anderen Wettkampf in anderen Bundesentscheiden anschauen“, verrät Volker Jennemann.

von Marcello Di Cicco

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