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Kirchhain hat die Nase knapp vorn

Schwimmen Kirchhain hat die Nase knapp vorn

Trotz eines Streichergebnisses setzte sich die Mannschaft des TSV Kirchhain bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Aquamar knapp vor dem VfL Marburg und dem Marburger SV durch. Die Entscheidung fiel im letzten Wettkampf.

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Jan Prennig startete erstmals über 200 Meter Schmetterling und holte für den Marburger SV 1263 Punkte.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Nicht nur auf die individuelle Klasse, sondern auf die mannschaftliche Geschlossenheit und das taktische Geschick bei der Aufstellung kommt es bei der offiziell „Deutscher Mannschaftswettbewerb Schwimmen“ (DMS) genannten Veranstaltung an. Jeder Verein muss zweimal dreizehn Disziplinen absolvieren, ein Aktiver darf maximal viermal starten und darf dabei nicht zweimal die gleiche Disziplin schwimmen. Die Einteilung nach Altersklassen entfällt, weil ein altersübergreifendes Punktesystem angewendet wird.

Das Ergebnis war ein Bezirksentscheid, der bis zur letzten Disziplin spannend war. Erst nach dem Rennen über 100 Meter Freistil zum Abschluss stand fest: Der TSV Kirchhain hatte mit 8034 Punkten knapp vor dem VfL Marburg (7997) und dem Marburger SV (7927) gewonnen. Bei den Frauen siegte der TV Dillenburg (8266) vor dem VfL Marburg (7882) und dem Gießener SV (7415). Ob die Punkte zum Aufstieg in die Landesliga reichen, steht erst nach weiteren Bezirkswettkämpfen fest.

TSV Kirchhain

Nach drei Vierteln des Wettbewerbs hatte sich das junge Team von Trainer Benedict Hausmann schon ein recht komfortables 400-Punkte-Polster herausgeschwommen, als Routinier Tobias Lenz (Jahrgang 1997) ein Fehlstart unterlief. Der TSV entschied sich, auf eine mögliche Nachnominierung und Umstellung der Mannschaft zu verzichten und die 50 Meter Freistil mit null Punkten zu werten, um das Team nicht an anderer Stelle zu schwächen. Somit fehlten Kirchhain in der Endabrechnung etwa 450 Punkte, was daran lag, dass die übrigen Starter über sich hinaus wuchsen und Lenz in drei Disziplinen starke 1330 Zähler erschwamm. Bester Punktesammler war Lukas Lossin (Jg. 2001) mit 1742 Punkten bei vier Starts.

VfL Marburg

Mit insgesamt 31 persönlichen Rekorden übertrafen die Männer- und Frauenmannschaft die Punktvorgaben des VfL-Trainerteams Peter Klotz, Volker Sonthoff und Manfred Hellmann, die aufgrund dieser Leistungen positiv überrascht waren. Kristin Hemmers ( Privatfoto) lieferte bei den Frauen über 100 Meter Brust mit 1:18,84 Minuten das punktbeste Ergebnis der Veranstaltung ab. Bei den Männern waren Matthias Jost und Lukas Plamper mit jeweils 448 Zählern die fleißigsten Punktesammler. Mit vier überzeugenden Bestmarken konnte auch Alexander Kunath auf einen sehr erfolgreichen Bezirksentscheid zurückblicken.

Marburger SV

MSV-Trainerin Nathalie Richter lag mit der strategischen Einteilung ihrer Schwimmer goldrichtig, die bis zum Ende um den Gesamtsieg mitkämpften und 17 persönliche Rekorde aufstellten. Mit 470 Punkten lieferte Routinier Harry Sedlmayer (Jg. 1978) im Freistilsprint (26,10 Sekunden) die punktbeste Einzelleistung ab. Mit soliden Leistungen überzeugte Jan Prennig (Jg. 1993), der erstmals über 200 Meter Schmetterling ins Wasser ging und über die halbe Distanz seine Bestzeit nur knapp verpasste. 1263 Zähler trug er zum Gesamtergebnis bei. Mehr schafften nur Tim Lindner (Jg. 1993) mit 1578 und Nils Becker (Jg. 2000) mit 1355 Punkten.

von Dirk Lossin, Manfred Hellmann und Ines Peters-Försterling

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