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Kampf und Krampf statt Spielwitz

BC Pharmaserv vs.ChemCats Kampf und Krampf statt Spielwitz

Das hatten sich die „Dolphins“ ganz anders vorgestellt. Nach der Niederlage gegen Chemnitz ist nun sogar Platz fünf in Gefahr.

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Ein bezeichnendes Bild: Finja Schaake (rechts) und die Chemnitzerin Tina Menz kämpfen verbissen um den Ball.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Mit einem Sieg gegen das als Tabellenvorletzter angereiste Team aus Sachsen um die Ex-Marburgerinnen Tina Menz, Lisa Koop und Trainerin Amanda Davidson wollten die Schützlinge von Head-Coach Patrick Unger letzte Zweifel an Platz fünf nach der Hauptrunde beseitigen. Doch am Ende jubelten vor den rund 550 Zuschauern in der kleinen Gaßmann-Halle nur die Gäste, die sich ihren ersten Auswärtssieg der Saison redlich verdient hatten und vor der Länderspielpause die Abstiegsränge verließen.

Marburgs Tonisha Baker. Foto: Miriam Prüßner

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„Wir haben einen großen Schritt gemacht. Dieser Sieg war nach unseren jüngsten Leistungen  überfällig und gibt uns Selbstvertrauen im Abstiegskampf“, strahlte die 32-jährige Amanda Davidson, die in ihren sechs Jahren als Spielerin Publikumsliebling in Marburg war.

Unger: "Wir müssen den Schwung wieder aufnehmen“,

Restlos bedient war hingegen Patrick Unger: „Wir haben uns selbst geschlagen, haben viel zu statisch agiert und hatten wie schon in Herne Angst zu scoren. Ich weiß nicht warum, aber das Spiel hat die Trainingswoche widergespiegelt. Jetzt gelten keine Ausreden. Die Pause kommt uns gerade recht. Wir müssen danach den Schwung wieder aufnehmen“, forderte Unger.

„Die knappen Niederlagen gegen Saarlouis und in Herne haben uns total runtergebracht. Das hat man heute gesehen. Wir hatten keinen kühlen Kopf und kein Selbstvertrauen“, legte auch Kapitän Birte Thimm den Finger in die Wunde.

Dabei hatte alles wie geplant begonnen. Die „Dolphins beherrschten gegen die nervösen Gäste das erste Viertel, trafen auch von außen und führten  nach einem 12:0-Lauf verdient mit 20:11. Die Führung wuchs bis auf 13 Punkte (26:13; 15.), doch dann variierte Chemnitz in der Verteidigung, und der Faden riss. Chemnitz machte zehn Punkte in Folge und zur Pause (30:30) war wieder alles offen.

Finja Schaake mit 14 Punkten beste Marburger Werferin

Nach der Pause setzte sich das schwache Spiel der Marburgerinnen fort. Zu vorhersehbar waren die Aktionen, weil die Bewegung im Spiel fehlte. Auch die Würfe von außen und die Anspiele unter dem Korb, unter dem sich Stephanie Lee, Svenja Greunke und Julia Köppl kaum einmal behaupteten, klappten nicht mehr. Chemnitz witterte Morgenluft, vor allem weil sich Tina Menz von Minute zu Minute steigerte, und zog auf 40:34 davon. Zwar glich Katie John mit zwei Dreiern binnen 30 Sekunden –letztmalig – aus, aber Brooke Le Mar und Madison Buck konterten umgehend aus der Distanz. Nach 30 Minuten führte Chemnitz mit 48:43.

Zwar blieb es bis zum Ende spannend, zumal Finja Schaake, mit 14 Punkten beste Marburger Werferin, ihr Team 46 Sekunden vor Schluss noch einmal auf 56:59 heranbrachte. Doch Menz verwandelte in der Folge ihre sechs Freiwürfe eiskalt zur Entscheidung.

Statistik

BC Pharmaserv Marburg – ChemCats Chemnitz 56:65 (30:30). (Viertel: 20:11, 10:19, 13:18, 13:17).

Marburg: Gaudermann 4, Thimm 4/8 Rebounds, 14, Köppl 4, Rodefeld, Yohn 10/2 Dreier, Greunke 3/6 Rebounds, Benet 1/1 Dreier, Baker 10/1 Dreier/5 Rebounds, Lee 4.

Chemnitz: Le Mar 6/2 Dreier, Menz 17/1 Dreier/5 Rebounds, Koop 10, Allen, Peroche, Bejtic 7/1 Dreier, Halasz 11/5  Rebounds, Buck 14/1 Dreier/9 Rebounds.

Schiedsrichter: Freiwald, Schneider.

Zuschauer: 550.

von Frank Steinhoff-Wolfart

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