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Kampf dem "Kellerkind-Syndrom"

Fußball-Hessenliga Kampf dem "Kellerkind-Syndrom"

Im FSC Lohfelden gastiert am Samstag (15 Uhr) ein Hessenliga-Team aus der unteren Tabellenhälfte im Herrenwaldstadion. Gute Voraussetzungen, sollte man meinen. Doch bei der Stadtallendorfer Eintracht ist man gewarnt.

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Voller Einsatz ist für Kevin Vidakovics (links, gegen Darmstadts Mario Barusic) auch morgen gefragt, wenn die Stadtallendorfer Eintracht auf den FSC Lohfelden trifft.Foto: Jens Dörr

Stadtallendorf. Drei der bisher vier Niederlagen (gegen Steinbach, Vellmar und Darmstadt) kassierten die Herrenwälder gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller. „Das ist schon auffällig, dass wir uns gegen diese Mannschaften schwer tun. Vergangene Saison war es noch komplett anders. Da haben wir gegen diese Mannschaften gewonnen und gegen die Mannschaften von oben verloren“, stellt Stadtallendorfs Innenverteidiger Dominik Völk fest.

„Fokus, Konzentration, Kopf“ - in diesen Bereichen lägen laut TSV-Trainer Dragan Sicaja die Probleme des Tabellendritten (28 Punkte) aus dem Ostkreis, der nach 14 Spieltagen den heißen Atem seiner Verfolger Fulda und Lehnerz (beide 26) im Nacken spürt. „Als Spitzenmannschaft haben wir uns nie gesehen“, sagt Völk, der aber auch weiß: „Es kann gut sein, dass unsere Gegner uns jetzt so wahrnehmen und dementsprechend spielen. Gegen Darmstadt haben wir 70 Minuten nach Lösungen gesucht, es aber nie richtig zu Ende gebracht.“

Fehlen von Vier ist ein Faktor

Dass das Fehlen Daniel Viers, seit dessen Verletzungspause die Eintracht wankt, ein Faktor ist, will Völk indes so nicht gelten lassen: „Dass er ein wichtiger Spieler für uns ist, steht außer Frage. In der Vorsaison haben wir es aber auch hinbekommen. Der Spielstil der Gegner ist eben nun anders.“

Und auch die Einstellung so manchen Spielers, meint Sicaja: „Gerade junge Spieler meinen, dass es gegen die vermeintlich schwächeren Gegner schon klappt, wenn es schließlich gegen die anderen auch geklappt hat. Aber gerade darin liegt der Unterschied, den konstant gute Spieler von solchen Spielern unterscheidet, die nicht konstant gut spielen“, nimmt der Eintracht-Coach seine Schützlinge in die Pflicht.

„Ich habe intern klare Worte gesprochen. Als Spieler muss ich meine Position begleiten - und zwar mit Respekt vor dem Gegner“, sagt Sicaja. Respekt ist auch das Stichwort für FSC-Coach Otmar Velte, der durchblicken lässt, dass der vierte Platz aus der Vorsaison für sein Team kaum realisierbar ist. „Damals waren wir etwas zu hoch in der Tabelle. Wenn es ein einstelliger Tabellenplatz wird, passt alles“, sagt der Coach des Liga-Zehnten, der ein „hochintensives Spiel“ erwartet, „weil beide Mannschaften die Entscheidung in der Offensive“ suchten.

Beide Teams haben Personalprobleme

Fraglich ist bei den Nordhessen, ob Rechtsverteidiger Florian Heussner (Zerrung) spielen kann. Sicher fehlen werden die verletzten Demetrio d‘Agostino und Pere Pavic. Gute Fortschritte macht dagegen Daniel Vier bei der Eintracht. „Er hat schon wieder trainiert. Bevor wir etwas riskieren, werden wir aber lieber warten. Ihn jetzt spielen zu lassen und zu riskieren, dass er uns danach wieder fehlt, weil sein Einsatz zu früh kam, macht keinen Sinn“, lässt Sicaja durchblicken.

Dominik Völk plagt noch eine Zerrung. Bei Valon Ademi, der sich gegen Griesheim bei einem Pressschlag am Knie verletzte und gegen Darmstadt fehlte, sieht es „nicht so aus, dass er spielen kann“ (Sicaja). Wenig Hoffnung hat Sicaja, dass der langzeitverletzte Jascha Döringer zeitig sein Comeback feiert. „Ich glaube nicht, dass er in diesem Jahr noch richtig auf die Beine kommt. Er kann nur laufen. Sobald er versucht, den Ball zu schlagen oder Tempo zu gehen, hat er Schwierigkeiten“, sagt der Kroate, der darauf setzt, dass der Flügelspieler zur Wintervorbereitung wieder richtig ins Training einsteigt.

von Marcello Di Cicco

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