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Kaltstart in die neue Bundesliga-Saison

Blue Dolphins beim Season Opening Kaltstart in die neue Bundesliga-Saison

Für die neuformierte Marburger Basketball-Mannschaft wird die Saisoneröffnung in Chemnitz eine erste Standortbestimmung - aus Sicht von Trainer Patrick Unger eine hoffentlich erfolgreiche.

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Die Österreicherin Julia Köppl (rechts) hinterließ beim Gnau-Cup – hier gegen Oberhausens Lea Mersch – einen guten Eindruck. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Für Trainer Patrick Unger ist die erste Aufgabe der neuen Bundesliga-Saison gleich eine ganz undankbare. „Das wird ein Spiel, wo wir eigentlich nur verlieren können“, sagt der Headcoach vor dem Duell mit den Bad Aibling Fireballs am Sonntag (16.30 Uhr). „Der Gegner ist aufgestiegen, wir sind ein Urgestein der Liga. Gewinnen wir mit 30, heißt es: Das muss so sein. Verlieren wir, wird daraus gleich eine Katastrophe gemacht“, schätzt Unger die Lage ein. „Das wird vom Kopf nicht einfach.“

Dabei stuft der Trainer den Auftakt schon als wichtig ein: „Wir könnten früh ein Statement abgeben.“ Allerdings ist seine Mannschaft bei weitem noch nicht da, wo Unger sie gerne hätte. „Wir sind noch lange nicht bei 100 Prozent, vielleicht eher bei 60“, sagt er. Aber auch: „Da ist viel Luft nach oben.“

Trotz der Vorbereitung und der zum Teil ordentlichen Spiele beim Gnau-Cup in heimischer Halle wird es für die „Blue Dolphins“ ein Kaltstart. „Wir sind in der Lage, gute Defense zu spielen“, stellte Unger immerhin zufrieden fest, obwohl das Turnierspiel gegen NB Oberhausen mit 70:71 knapp verloren ging. Trotzdem sei seine Mannschaft vor dem Bundesligastart noch „ein bisschen shaky“ - ein bisschen unsicher über das eigene Leistungsvermögen also.

Großer Aderlass

Denn von den Leistungsträgerinnen der Vorsaison sind lediglich Kellindra Zackery und Finja Schaake geblieben. Die US-Amerikanerinnen Emiko Smith und Tonisha Baker haben den Verein wieder verlassen, Natalie Gohrke hat ihre Karriere beendet, Toptalent Ama Degbeon will sich auf einem amerikanischen College weiterentwickeln und Kapitänin Maggie Skuballa sammelt Auslandserfahrung in Nantes.

Ein großer Aderlass. „Das müssen wir so akzeptieren“, sagt Patrick Unger, der gemeinsam mit dem BC-Vorstand die Kaderplanungen vorangetrieben hat. „Wir glauben, dass wir ein gutes Team zusammengestellt haben“, sagt er. Ein klares Saisonziel gibt der Trainer nicht aus, sondern formuliert nur: „Als Team zusammenfinden und möglichst jedes Spiel gewinnen.“ Kein Wort von den Playoffs.

Klingt zurückhaltend für einen Club, der in der Vorsaison die Hauptrunde als Zweiter abschloss. Zumal sich die Verstärkungen sehen lassen können. In der Marburgerin Lisa Koop gibt es eine gereifte Rückkehrerin. Und auch Alissa Pierce ist in Marburg keine Unbekannte, wenngleich deren Gastspiel beim BC vor zwei Jahren aufgrund einer Verletzung aber nur kurz war. Bjonee Reaves, neben Zackery und Pierce die dritte Amerikanerin, wird sich dagegen erst an das Bundesligalevel gewöhnen müssen. Julia Köppl erweckte den Eindruck, schon etwas weiter zu sein. Allerdings stellt die Österreicherin Unger vor eine neue Herausforderung: Sie erhöht das Ausländerkontingent auf vier, so dass Trainer Patrick Unger nicht mehr nach Belieben wechseln kann. „Das ist sehr gewöhnungsbedürftig“, gibt er zu.

Gewöhnen müssen sich die BC-Fans auch an eine neue Kapitänin. Neuzugang Birte Thimm, vom Vizemeister aus Oberhausen gekommen, übernimmt diese Rolle. „Sie ist vielleicht nicht ganz so laut wie Maggie Skuballa, nimmt aber eine zentrale Rolle ein“, sagt Unger, der Thimm für die beste deutsche Verteidigerin hält.

Zur Saisoneröffnung, auf Basketballdeutsch Season Opening genannt, bieten die ChemCats Stadtführungen für Gruppen von 10 bis 30 Personen zu einem Preis von 40 Euro pro Stunde an. Eine Anmeldung mit Angaben zur Anzahl der Teilnehmer und zum Wunschtermin ist bis heute noch möglich unter info@chemcats.de.

von Holger Schmidt

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