Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
KTV hat ihre Hausaufgaben gemacht

Turn-Bundesliga KTV hat ihre Hausaufgaben gemacht

Der Ausfall von Nick Klessing schmerzt zwar. Aber die KTV Obere Lahn fühlt sich trotzdem bereit für den Showdown mit der Siegerländer KV.

Voriger Artikel
Ein Finale um das kleine Finale
Nächster Artikel
Stadtallendorf fehlt die Durchschlagskraft

Fabian Hambüchen nimmt mit der KTV Obere Lahn Anlauf, um den Siegerländern noch den vierten Platz abzujagen.

Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. An den Ringen wird Klessing, der parallel beim „Turnier der Meister“ in Cottbus einen Weltcup turnt, besonders fehlen. Aber nicht nur. „Das reißt uns an vier Geräten eine Lücke, das macht es nicht leichter“, sagt Felix Wiemers, der bei der KTV Obere Lahn für die Aufstellung und die Taktik zuständig ist. Doch auch ohne das 18-jährige Talent fühlt sich Wiemers vorbereitet auf die Siegerländer KV. „Die Hausaufgaben sind gemacht“, versichert er. „Wir wissen, wen wir bringen müssen, wenn wir vorlegen. Ich hoffe, dass wir ordentlich Gas geben.“

Felix Wiemers freut sich auf „ein Finale wie gemalt“

Die KTV Obere Lahn, im Jahr 2013 Zweiter der Deutschen Meisterschaft und im Jahr danach Dritter, kann schon einmal den Ernstfall proben. Denn am Samstag (18 Uhr, Halle der Lahntalschule) entscheidet sich in Biedenkopf, ob die Saison weitergeht oder nicht. „Ein Finale wie gemalt“, freut sich Felix Wiemers auf die Drucksituation, die auf sein Team zukommt. Schließlich haben es die Hinterländer um ihren Star Fabian Hambüchen selbst in der Hand. Ein Sieg nach Scorepunkten und dabei zumindest ein Unentschieden nach Gerätepunkten reicht zu Platz vier und dem Einzug ins kleine Finale am 3.Dezember in Ludwigsburg.

„Wir müssen drei Geräte holen“, veranschaulicht Wiemers. Am Boden und Sprung schätzt er den derzeit viertplatzierten Aufsteiger als stark ein, „am Seitpferd und am Reck sind sie schwächer als wir“. Bleiben der Barren und die Ringe. „Wir gucken, dass wir ihnen ein Gerät abluchsen“, erklärt Felix Wiemers, der den Kader der Siegerländer KV um Matthias Fahrig und Philipp Herder als „breit aufgestellt“ sieht: „Es fehlt vielleicht die absolute Spitze, aber auch an Position drei und vier sind sie noch gut aufgestellt.“ Auf zwei Turner müssen auch die Gäste verzichten, was die Chancen der KTV erhöht.

Den Siegerländern fehlt auch der Ringe-Spezialist

Dennis Goossens turnt in Cottbus beim „Turnier der Meister“ an den Ringen. Zwar wäre der Belgier auch in der Bundesliga wohl einzig an seinem Paradegerät zum Einsatz gekommen. Mit einem Ausgangswert von 6,5 bricht den Siegerländern aber ihre mit Abstand schwierigste Übung weg - und damit fest eingeplante Scorepunkte. Auch Goossens‘ Landsmann Siemon Volkaert, zumindest bei einigen Bundesliga-Wettkämpfen für die Siegerländer im Einsatz, startet in Cottbus und wird fehlen. So dürfte der in Japan geborene US-Amerikaner Kanji Oyama der beste Ausländer des Aufsteigers sein, wenngleich er nicht so stark einzuschätzen ist wie Goossens an den Ringen.

„Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir sie ärgern können“, sagt Felix Wiemers, der selbst als Extremskifahrer einer der Hauptdarsteller des Films „Characters on Skis“ ist und darin ab Dezember online zu sehen sein wird. An diesem Samstag heißen die Hauptdarsteller Fabian Hambüchen, Jakob Paulicks, Fabian Lotz, Artur Davtyan oder Andrey Likhovitskiy. Und die KTV hofft auf ein Happy End. Oder wie es Cheftrainer Albert Wiemers ausdrückt: „Die Tür ist auf. Mal gucken, ob wir durchgehen.“

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?