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KTV geht mit Hambüchen ins Schlüsselduell

Kunstturn-Bundesliga KTV geht mit Hambüchen ins Schlüsselduell

Mit einem Sieg beim SC Cottbus hätte die KTV Obere Lahn das Erreichen des kleinen Turnfinals um die Bronzemedaille selbst in der Hand. Hoffnung macht, dass Fabian Hambüchen mitwirken kann.

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Wie gegen Wetzgau wird Fabian Hambüchen auch in Cottbus Anlauf nehmen, um seinem Team mit einem sicheren Sprung zu helfen. Auch auf einen Reck-Einsatz hofft die KTV.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. „Wir sind heiß auf dieses Duell“, sagte Karsten Oelsch, der Sportliche Leiter des SC Cottbus der „Lausitzer Rundschau“ vor dem Bundesliga-Wettkampf am Samstag (17 Uhr). Die Gastgeber gehen davon aus, dass die Biedenkopfer ihren Star Fabian Hambüchen mitbringen werden. „Wir auch“, kommentiert KTV-Cheftrainer Albert Wiemers leicht verschmitzt.

Nachdem Hambüchen am späten Mittwochabend, einen Tag nach seinem 29. Geburtstag, noch die Lose für das Achtelfinale im DFB-Pokal gezogen und seinem 1. FC Köln dabei ein Auswärtsspiel beim Hamburger SV beschert hatte, wird der Reck-Olympiasieger also die Reise nach Cottbus antreten. „Er ist guter Dinge und dabei, sich vorzubereiten“, sagt Wiemers, der davon ausgeht, dass sich Hambüchen zum Geburtstag selbst ein Geschenk in Form eines Bundesliga-Sieges machen will. Beim überraschend klaren 52:20-Erfolg über Wetzgau hatte der Sportstudent nicht nur wie vorgesehen am Sprung (Ausgangswert 5,2), sondern auch am Reck (5,7) geturnt. „Wenn Fabian mehr trainieren kann, kann es sein, dass er seinen Ausgangswert schnell hochschraubt“, sagt Wiemers und schiebt die Hoffnung hinterher: „Ein Ausgangswert über 6 Punkten wäre eine tolle Sache.“

Schulter verhindert höhere Schwierigkeit

Bei den Olympischen Spielen in Rio war Hambüchen mit einer Schwierigkeit von 7,3 an seinem Paradegerät zu Gold geturnt. In die Nähe dieses Ausgangswerts wird er - auch aufgrund seiner lädierten Schulter - nicht kommen können. „Bei der Schulter tut alles weh, was über Kopf ist - was beim Reck die ganze Zeit der Fall ist“, sagt Hambüchen selbst. „Da darf ich nicht zu viel machen.“

Sein Team wird indes viel machen müssen, um in Cottbus zu bestehen. „Wir werden alles daran setzen, diesen Schlüsselwettkampf für uns zu entscheiden“, betont Albert Wiemers. Der Trainer geht dabei nicht davon aus, dass es die Lausitzer seinem Team ähnlich leicht machen werden wie Wetzgau - da setzte sich Helge Liebrich gleich bei der ersten Übung am Boden auf den Hosenboden, woraus die Hinterländer Kapital schlugen. „Außerdem wussten wir nichts von der Verletzung von Dominik Pfeifer.“

Cottbus wohl in Besbesetzung

Wiemers erwartet die Cottbuser in Bestbesetzung. Also mit den beiden Ukrainern Igor Radivilov und Oleksandr Suprun, die in der Regel jeweils drei Geräte turnen. Radivilov, die Nummer zwei der Ukraine hinter Oleg Verniaiev von der TG Saar, ist ein ausgewiesener Ringe-Spezialist. Überhaupt werde es an dem Gerät „nicht ganz leicht“, vermutet Wiemers. Suprun hat seine Stärken an Pferd und Reck. Hinzu kommt der deutsche B-Kader-Turner Christopher Jursch, der alles außer Ringe turnt und zuletzt am Reck eine Übung der Wertigkeit 6,4 zeigte.

In Stuttgart unterlag Cottbus wie die KTV Obere Lahn mit 14 Scorepunkten. Insgesamt erturnte Cottbus dort 320,15 Wertungspunkte, die Biedenkopfer kamen dort auf 320,60. Vieles deutet also auf einen spannenden Wettkampf hin.

von Holger Schmidt

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