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Junioren gewinnen WM-Titel

Goalball Junioren gewinnen WM-Titel

Nach dem Viertelfinal-Aus gegen den späteren Weltmeister Japan vor zwei Jahren sicherte sich die deutsche U19 nun den WM-Titel im Goalball.

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Das Goalball-Gold-Team von Colorado Springs mit Khristo Dimov (von links), Oliver Hörauf, Marcel Lehmann, Danny Maaß, Thomas Steiger, Co-Trainer Tobias Vestweber und Cheftrainer Johannes Günther.

Quelle: Privatfoto

Colorado Springs. Alle zwei Jahre richtet die USABA, der amerikanische Blindensportverband, die Jugend-Weltmeisterschaften im Goalball aus. Dabei gab es im Team der Marburger Cheftrainer Johannes Günther und Co-Trainer Tobias Vestweber im Vergleich zu 2013 nur eine personelle Veränderung durch den Blista-Schüler Khristo Dimov (Nürnberg).

Die Tatsache, dass alle fünf Athleten bereits über hinreichende Turniererfahrung bei der Jugend und den Senioren verfügten, war einer der großen Vorteile der deutschen Mannschaft. Schließlich hatten die Senioren bei der Welt- und der Europameisterschaft in diesem Jahr jeweils den fünften Platz belegt und damit das Tor zu den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro weit aufgestoßen.

„Der Triumph ist das Produkt von vielen Faktoren, die in den vergangenen Jahren dazu beigetragen haben, dass wir endlich Weltmeister werden konnten. Dabei war es sicherlich von Vorteil, dass wir alle Leistungslehrgänge gemeinsam mit dem Männer-Nationalteam überwiegend in Marburg abgehalten haben und in Oliver Hörauf und Thomas Steiger zwei Spieler aus dem Männer-Kader noch für die Jugend auflaufen durften“, sagte Cheftrainer Günther. In Marburg besteht derzeit der einzige paralympische Stützpunkt für Goalball.

Jungs überragend im Finale, Mädels auf Platz 4

Nachdem die deutsche Mannschaft alle ihre fünf Vorrundenspiele gewonnen hatte, traf sie im Halbfinale auf Gastgeber USA. Die deutschen Junioren brachten das Spiel schnell unter Kontrolle und führten zur Halbzeit bereits mit 9:1. Die US-Amerikaner verkürzten nach dem Wechsel zwischenzeitlich zwar noch auf 4:9, dann aber setzte sich das deutsche Team wieder ab und zog mit einem klaren 15:5-Erfolg ins Endspiel ein.

Im Finale warteten die schwedischen Junioren, die ihr Halbfinale gegen Ungarn erst im Penaltywerfen für sich entscheiden konnten. Obwohl bei den Skandinaviern ebenfalls ein Spieler aus der Männer-Nationalmannschaft stand, legte die deutsche Mannschaft ihr bestes Spiel im Turnierverlauf aufs Parkett und ließ den Schweden auf dem Weg zur Goldmedaille beim 12:2 nicht den Hauch einer Chance.

Die deutschen Juniorinnen verloren nach einer Niederlage gegen den späteren Weltmeister Kanada auch das Spiel um Platz drei gegen China und belegten den vierten Platz.

von Steffen Lehmann

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