Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Joker Immel rettet Wetter einen Punkt

Fußball: Gruppenliga Gießen/Marburg Joker Immel rettet Wetter einen Punkt

Bis in die Nachspielzeit sah es so aus, als würde Sascha Nahrgangs Trainerdebüt im Seniorenbereich mit einer Niederlage seines VfB Wetter beginnen. Doch dann traf der kurz zuvor eingewechselteDavid Immel zum 2:2 in der Gruppenliga-Partie gegen die SF BG Marburg.

Voriger Artikel
Mengsbergs Powerplay kommt zu spät
Nächster Artikel
VfB gewinnt Derby gegen Michelbach mit 6:0

Wetters Rechtsverteidiger Max Brunet (links) versucht, dem Marburger Niklas Jung zu enteilen. Der VfB schlug im Gruppenliga-Derby spät zu und holte sich noch einen Punkt. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. Manuel Hermann hatte die Entscheidung auf dem Fuß. Der eingewechselte Marburger war in der 90. Minute mustergültig von André Berger in Szene gesetzt worden und hatte Torwart-Routinier Bernd Archinal auch schon überwunden. Doch sein angelupfter Ball landete am Pfosten. Auf der Gegenseite machte es Joker David Immel zwei Minuten später besser. Beim schönsten Angriff des VfB Wetter bediente Manuel Eichert auf der rechten Seite Dominik Klein. Dessen Flanke köpfte Immel zum 2:2 ein und klaute den Sportfreunden Blau-Gelb damit den Sieg. Ernüchterung bei den Marburgern, großer Jubel beim VfB über den ersten Punkt in dieser Gruppenliga-Saison - sogar so überschwänglich, dass sich Ersatzspieler Marc-André Mootz noch die Gelb-Rote Karte einhandelte.

Sein Trainer Sascha Nahrgang sah darüber hinweg. „So macht’s Spaß“, sagte der frühere A-Jugend-Trainer des VfB Marburg, der mit seiner Einwechslung gleich ein gutes Näschen bewies. Kämpferisch sei es eine sehr gute Leistung seiner Schützlinge gewesen. Zugleich räumte Nahrgang aber auch ein. „Fußballerisch können beide Mannschaften mehr.“

Maurice Jauernick, spielender Part des Marburger Trainerduos Jauernick/Armin Dahlhoff, wirkte trotz des späten Gegentreffers nicht unzufrieden: „Die Wetteraner werden ganz oben mitspielen. Hier unentschieden zu spielen, ist in Ordnung. Einzig der Umstand, dass das 2:2 in der Nachspielzeit fällt, ist ärgerlich.“ Jauernick gestand jedoch ein, dass der VfB verdient zum Ausgleich gekommen sei.

Hadern mussten beide Trainerteams mit den Gegentoren, die ihre Elf kassierte. Insbesondere die Wetteraner verteilten in der Anfangsphase Geschenke. Beim 1:0 für die SF BG Marburg segelte eine Ecke von Michel Kleemann unberührt durch den Fünfmeterraum bis zum langen Pfosten, wo Innenverteidiger Manato Ikari unbedrängt einköpfte. Torwart Bernd Archinal - der 47-Jährige vertrat den erst am Donnerstag aus dem Urlaub zurückgekehrten Markus Bierau - war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (8.). Nur zwei Minuten später patzte die neuformierte Viererabwehrkette um David Moreno. Nutznießer war André Berger, der zum 2:0 vollendete. „Wir haben danach ein bisschen gebraucht, um wieder ins Spiel zu kommen“, sagte Nahrgang. „Das waren schon absolute Nackenschläge für unsere junge Mannschaft.“

Die Sportfreunde, bei denen Fabian Weidenhausen nach 32 Minuten wegen einer Oberschenkelzerrung früh ausge­wechselt werden musste und durch den technisch versierten Mitsuhiro Haneda ersetzt wurde, hielten sich an die taktische Marschroute , standen kompakt und ließen aus dem Spiel wenig zu. Da musste schon der Zufall helfen. Jonas Bettelhäuser, gerade der A-Jugend entwachsen, drehte eine Freistoßflanke Richtung Tor. Der Ball wurde länger und länger und schlug schließlich im langen Eck zum 1:2 ein (40.).

Nach der Pause bestimmte Wetter die Partie, die allerdings etwas zerfahren war und am Ende hektisch wurde. „Jungs, wir geben die Bälle zu leicht her“, schrie Armin Dahlhoff seinen Mannen zu. Nahrgang konterte fast zeitgleich mit: „Jungs, bringt mehr Ruhe rein.“ Letztlich mussten beide mit einem Punkt zufrieden sein.

Tore: 0:1 Ikari (8.), 0:2 Berger (10.), 1:2 Bettelhäuser (40.), 2:2 Immel (90.+2).

VfB Wetter: Archinal - Brunet (46. Kaletsch), Brössel (85. Immel), Moreno, Bettelhäuser - Klein, Müller (50. Lölkes), Ehm, Oklitschek - Eichert - Herberg. SF BG Marburg: Möller - F. Weidenhausen (32. Haneda), Ikari, Canavese, Kleemann - Hacker (71. Hermann), Winhauer, Kuschnir, Jung - Berger, Jauernick (86. C. Weidenhausen).

Schiedsrichter: Klein (Amöneburg). Zuschauer: 380. Gelbe Karten: Ehm, Klein, Lölkes, Kaletsch / Berger, Kleemann. Bes. Vorkomnnis: Gelb-Rote Karte für Ersatzspieler Mootz (Wetter, 90.+3). Beste Spieler: Klein, Ehm / Ikari, Haneda.

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?