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„Jetzt müssen die Dinger rein“

Basketball-Bundesliga Frauen „Jetzt müssen die Dinger rein“

Nach den Niederlagen ­gegen die Top-Teams aus Saarlouis und Herne möchten die Blue Dolphins des BC Marburg mit einem Sieg in Chemnitz zurück in die Erfolgsspur.

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Marburgs Spielmacherin Julia Gaudermann (rechts) führt den Ball gegen die verteidigende Lea Mersch vom Herner TC.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. „Wir haben uns in den beiden vergangenen Partien das Leben selbst schwer gemacht“, sagt Marburgs Chef-Trainer Patrick Unger. Er sei gar nicht mal so unzufrieden mit dem, was seine Mannschaft in spielerischer und taktischer Hinsicht geboten habe. „Wir sind diesbezüglich schon wesentlich weiter als vor etwa drei Wochen“, betont Unger, verschweigt allerdings nicht das Manko, das in den jüngsten Partien offenbar wurde: die unübersehbaren Schwächen in der Chancenverwertung.

Dabei ist der Head-Coach auch als Psychologe gefordert. „Es spielt sich so vieles im Kopf ab“, sagt er. Sein Team sei noch nicht so gefestigt, dass es über längere Zeit eine konstant gute Leistung abrufen könne. „Wir sind entweder auf einem 100-Punkte-Kurs oder schaffen gerade mal 60 oder gar nur 50 Punkte, die gegen die Spitzenmannschaften natürlich nicht ausreichen.“

Zu den Aussichten der Blue Dolphins gegen die ChemCats aus Chemnitz äußert er sich mit verhaltenem Optimismus: „Wir wollen natürlich siegen. Aber ich sehe uns nicht unbedingt als Favorit. Chemnitz hat eine durchaus gute Mannschaft. Die ChemCats haben sich zuletzt verstärkt durch die Verpflichtung von Tiffany Ruffin. Wir können ihr Leistungsvermögen noch nicht richtig einschätzen.“ Die 23-jährige US-Amerikanerin agiert in der Rolle der Aufbauspielerin.

Bangen um Lee-Einsatz

Aber Unger vertraut auf seinen breit aufgestellten Kader und hofft auf eine bessere Chancenverwertung: „Jetzt müssen die Dinger rein“, betont er. Natürlich möchte er am Ende der Liga-Runde mit seinen Schützlingen zu den acht besten Teams gehören, die in den Playoffs den Meister ermitteln. „Doch noch befinden wir uns in der Findungsphase, das geht auch den anderen Teams so, daher ist es für Prognosen noch viel zu früh.“

Gegenwärtig belegen die Marburgerinnen mit acht Punkten auf der Habenseite Platz fünf der Tabelle. Chemnitz hat es bislang erst auf einen Sieg gebracht (78:62 gegen Oberhausen) und rangiert mit zwei Punkten auf Platz zehn.

Im Training hat Unger bis auf die an einem Magen-Darm-Infekt laborierende Stephanie Lee den gesamten Kader zur Verfügung. „Ich hoffe wir bekommen Stephanie bis zum Wochenende wieder hin.“

In Chemnitz wird es ein Wiedersehen geben mit Lisa Koop, die lange Jahre als Centerin für die Blue Dolphins Punkte gesammelt hat. Auch treffen die Gäste auf Amanda Davidson, die früher in Marburg als Spielmacherin die Fäden zog und nun das Amt des Head-Coaches der ChemCats ausübt.

von Bodo Ganswindt

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