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"Jeder fiebert diesem Spiel entgegen"

Fußball-Verbandsliga "Jeder fiebert diesem Spiel entgegen"

Auch dank der Kantersiege am vergangenen Spieltag gehen der VfB Wetter und die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg am Samstag (16.30 Uhr) im Sportpark Binge selbstbewusst ins Derby.

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Daniel Hacker (links, gegen Biebrichs Camilo Rivera) gastiert mit den SF BG Marburg beim VfB Wetter, der sich nach dem Aufstieg gut in der Verbandsliga eingefunden hat.

Quelle: Miriam Prüßner

Wetter. Beim 5:1 fügte der VfB dem TSV Bicken eine empfindliche Heimniederlage zu. Die Blau-Gelben machten es mit einem 5:0 gegen den FV Biebrich sogar noch deutlicher. Keine Frage: Beide Klubs sind vor dem Prestigeduell in guter Form. Dies belegt nicht zuletzt die Tabelle, laut der der Vierte beim Sechsten gastiert und laut der beide mit je 13 Treffern hinter Dietkirchen bislang die erfolgreichste Offensive der Liga stellen - die Marburger hinter Zeilsheim und Waldgirmes sogar die dritt-beste Defensive.

„Für mich ist Blau-Gelb der Favorit - allein weil sie ein Jahr mehr Verbandsliga-Erfahrung haben“, sagt Wetters Sportlicher Leiter Armin Schmidt, der mit seinem Marburger Pendent Jan-Peter Troeltsch in den 1980er-Jahren kurzzeitig zusammenspielte und ein gutes Verhältnis zum Verein vom Zwetschenweg pflegt. SF-BG-Trainer Andreas Sinkel erwartet ein „völlig offenes Spiel, in dem die Emotionen eine entscheidende Rolle spielen werden“.

Eine Ansicht, die sein Schützling Clemens Haberzettl teilt: „Jeder von uns fiebert ein bisschen diesem Spiel entgegen“, verrät der SF/BG-Flügelstürmer, „es wird ein anderes Spiel, weil es mehr darum geht, wer besser die Zweikämpfe annimmt, wer dem anderen den Schneid abkaufen kann. Wir haben aber das Selbstvertrauen und fahren mit einem richtig guten Gefühl nach Wetter.“ „Viel Selbstvertrauen“ hat laut VfB-Kapitän David Moreno auch die Elf von Trainer Steffen Schäfer. „Die läuferische und kämpferische Komponente zeichnet uns derzeit aus“, meint der 23-jährige Innenverteidiger, der erwartet, dass die Gäste den Platzherren die Initiative überlassen werden.

„Da müssen wir aufpassen, weil Blau-Gelb ziemlich gut im Umschalten ist. Grundsätzlich werden wir uns aber nicht auf den Gegner einstellen. Wir wollen unser Spiel durchziehen“, hat der gebürtige Breidenbacher klare Vorstellungen zum Verlauf der Partie, zu der sich Schmidt „ein volles Haus“ erhofft. „Ich erwarte zwischen 300 und 400 Zuschauer und hoffe auf 500 Zuschauer“, sagt der Sportliche Leiter.

Auf beiden Seiten fehlen Stammkräfte

Noch kein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mitspielern wird es für Wetters Neuzugang Timo Möller geben. Der Keeper ist zwar inzwischen für den Aufsteiger spielberechtigt, kam für die zweite Garde des VfB am vergangenen Wochenende in Neustadt sogar schon zum Einsatz, „er hatte aber schon im Vorfeld angekündigt, dass er uns in diesem Spiel aus privaten Gründen nicht zur Verfügung steht“, sagt Schmidt.

Fragezeichen stehen beim VfB noch hinter den Einsätzen von Leon Brössel und Jonas Braun (beide Leistenbeschwerden). Definitiv fehlen wird Torwart Philipp Kirchhain (Knie), den erneut Paul Diehl vertritt.

Aufseiten der Sportfreunde fallen Enrico Zucca (Rippenprellung) und Simon Balmert (Muskelfaserriss) aus, die noch mit ihren Blessuren aus dem Pokaleinsatz gegen Bauerbach zu kämpfen haben. Stürmer Maximilian Wiessner musste wegen einer Erkältung zwar unter der Woche im Training pausieren, „aber ich bin guter Dinge, dass er am Samstag zur Verfügung steht“, sagt Sinkel, der am Sonntag seinen 54. Geburtstag feiert und „mit allem, was wir an Zählbarem mitnehmen würden“, zufrieden wäre - genau wie Schmidt.

„Ein Punkt wäre schon okay“, sagt der Wetteraner, der sich über den guten Saisonstart freut, aber auch auf die Euphoriebremse tritt: „Die Trainingsbeteiligung ist gut, auf dem Feld passt es auch. Wie gut wir sind, wird sich aber erst zeigen, wenn es mal zwei, drei Spiele nicht so läuft.“

Nicht zuletzt aufgrund der guten Ausbeute von sieben von zwölf möglichen Punkten des VfB sagt Sinkel: „Wir haben vor Wetter größten Respekt, aber keine Angst. Entscheiden werden letztlich Tugenden wie Wille, Leidenschaft und Galligkeit.“

von Marcello Di Cicco

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