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Im Topspiel setzt sich Marburg knapp durch

Blindenfußball-Bundesliga Im Topspiel setzt sich Marburg knapp durch

Am letzten Spieltag der Saison im September entscheidet sich im direkten Duell zwischen Marburg und Stuttgart die Meisterschaft

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In Gelsenkirchen gewannnen die SF BG Marburg gegen den Chemnitzer FC mit 3:0 - hier eine Szene aus der Begegnung beider Mannschaften in der vergangenen Saison.Foto: Carsten Kobow/DFB

Gelsenkirchen. Am Wochenende fand in Gelsenkirchen der vierte und vorletzte Spieltag der Blindenfußball-Bundesliga statt. Bei wechselhaften Wetterbedingungen, mit teils starken und gewittrigen Regenfällen, boten sich den mehr als 500 Zuschauern interessante und heiß umkämpfte Spiele.

Im Topspiel setzten sich vor großer Kulisse die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg mit 3:2 gegen den Tabellendritten VfB Gelsenkirchen durch. Die Hessen wahrten damit ihre Chance auf die Deutsche Meisterschaft. Die Entscheidung im Titelrennen fällt beim letzten Saison-Spieltag im September in Lübeck. Auf dem Markt kommt es dann zum direkten Duell mit dem aktuellen Tabellenführer aus Stuttgart.

Gleich in der ersten Partie des Doppel-Spieltages setzten sich die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg mit 3:0 gegen den Chemnitzer FC durch.

Die Schwaben, amtierender Deutsche Meister, taten sich in ihrer Begegnung gegen den FC St. Pauli sehr schwer. Erst in der Schlussminute sicherte Kapitän Alexander Fangmann seinem Team mit einem sehenswerten Treffer den dreifachen Punktgewinn.

Jonathan Tönsing, der 14-jährige Youngster aus dem Team des FC St. Pauli, hatte den frühen Führungstreffer für die Kiezkicker aus dem Norden erzielt: „Wir hätten uns den Sieg absolut verdient gehabt, wir haben toll gespielt. Klar freue ich mich über mein erstes Tor in der Liga und dann auch noch gegen den MTV Stuttgart.“

Für den PSV Köln wollte der erste Sieg am Samstag noch nicht gelingen. Die Domstädter zeigten zwar eine engagierte und couragierte Leistung gegen ein starkes Team aus Dortmund, mussten sich jedoch am Ende mit 0:3 geschlagen geben. Die SG Berlin/Braunschweig setzte sich gegen den BFW/VSV Würzburg mit 2:0 durch.

Der Sonntag begann mit dem Spiel des BFW/VSV Würzburg gegen das junge Team des FC St. Pauli. Die Würzburger mussten in diesem Spiel ohne ihren Stammtorhüter Enrico Göbel antreten. Der Keeper hatte sich am Vortag schwer an der Hand verletzt. In einem spannenden Spiel setzten sich die Hanseaten mit 3:2 durch. Serdal Celebi erzielte alle drei Treffer für die Hamburger.

In den folgenden Partien standen sich der Chemnitzer FC und die SG Berlin/Braunschweig (2:1) sowie der MTV Stuttgart und der ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne gegenüber. Durch einen 1:0-Erfolg geht der Rekordchampion aus Baden-Württemberg mit einem drei Punkte-Vorsprung in den entscheidenden Spieltag in Lübeck. „Diesmal werden wir zum Saison-Abschluss ein richtiges Endspiel erleben. Da ist für beide Mannschaften alles drin“, sagt MTV-Coach Ulrich Pfisterer. „Das Spiel gegen Marburg wird Werbung für den deutschen Blindenfußball.“

Im letzten Spiel des Spieltags gelang dem PSV Köln mit einem 3:1-Erfolg gegen den VfB Gelsenkirchen der erste Saison-Sieg. Dennis Krallert erzielte zwei der drei Kölner Treffer.

Organisierten, vereinsgebundenen Blindenfußball gibt es in Deutschland erst seit 2006. Zwei jahre später starteten die Ligaspielrunde, die heute als Deutsche Blindenfußball-Bundesliga firmiert. Als erstes Team in der Geschichte des deutschen Blindenfußballs sicherte sich die SSG Blista Marburg (heute Sportfreunde Blau-Gelb Blista Marburg) den Titel des Deutschen Meisters im Blindenfußball. 2012 wiederholten die Marburger dieses Kunststück.

In den anderen Jahren dominierten die Stuttgarter die Blindenfußball-Bundesliga. Viermal wurde der MTV Meister. In dieser Saison gewann Stuttgart alle seine bisherigen sieben Spiele.

In den Begegnungen treten jeweils fünf Spieler je Mannschaft gegeneinander an. Die vier Feldspieler jedes Teams sind blind, der Ball ist im Inneren mit Rasseln versehen und so für die Spieler hörbar. Nur der Torwart kann sehen, muss aber in seinem Torraum bleiben. Eine Begegnung dauert 2x25 Minuten; im Blindenfußball gibt es keine Abseitsregel.

Blindenfußball-Bundesliga

SF/BG Blista Marburg - Chemnitzer FC 3:0

MTV Stuttgart - FC St. Pauli 2:1

PSV Köln - ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne 0:3

SG Braunschweig/Berlin - BFW/VSV Würzburg 2:0

SF/BG Blista Marburg - VfB 09/13 Gelsenkirchen 3:2

BFW/VSV Würzburg - FC St. Pauli 2:3

Chemnitzer FC - SG Braunschweig/Berlin 2:1

MTV Stuttgart - ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne 1:0

PSV Köln - VfB 09/13 Gelsenkirchen 3:1

1. MTV Stuttgart 7 22:2 21

2. SF/BG Blista Marburg 7 33:5 18

3. VfB Gelsenkirchen 7 11:9 12

4. SG Braunschweig-Berlin 7 9:9 10

5. Chemnitzer FC 7 9:15 10

6.I SC Dortmund-Kirchderne 7 6:14 6

7. FC St. Pauli 6 5:8 5

8. PSV Köln 7 7:18 5

9. BFW-VSV Würzburg 7 7:29 3

Nächster Spieltag (Sa., 13. September in Lübeck): VfB 09/13 Gelsenkirchen - FC St. Pauli (9 Uhr), PSV Köln - BFW/VSV Würzburg (10.45 Uhr),Chemnitzer FC - ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne (12.30 Uhr), MTV Stuttgart - SF BG Blista Marburg (14.15 Uhr), SG Braunschweig/ Berlin - FC St. Pauli (16 Uhr).

Weitere Informationen im Internet unter www.blindenfussball.de.

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