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Im Viertelfinale ist für BC Marburg Endstation

Pokal-Aus für Blue Dolphins Im Viertelfinale ist für BC Marburg Endstation

Das hatte sich der BC Pharmaserv Marburg anders vorgestellt. Nach der 56:63 (35:31)-Niederlage in Göttingen sind die Blue Dolphins beim Endrundenturnier um den ­Pokalsieg nur Zuschauer.

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Archivfoto aus der Begegnung BC Marburg TKH Hannover - Marburgs Paige Marie Bradley.

Quelle: Michael Hoffsteter

Göttingen. „Das erste Saisonziel haben wir nicht erreicht“, redete Patrick Unger nicht um den heißen Brei herum. Ihm falle es schwer, das zu akzeptieren, fügte der BC-Trainer nach der Viertelfinalniederlage bei den Veilchen Ladies Göttingen hinzu.

Das Pokal-Aus hatten sich die Marburgerinnen in erster Linie selbst zuzuschreiben. Denn an der Verteidigungsleistung lag es nicht. Den Gegner bei 63 Punkten zu halten, war „so, wie wir es haben wollten“, sagte Unger. Allerdings war die Ausbeute speziell von außen indiskutabel. Von 31 Versuchen landeten nur drei im Korb, nach der Pause trafen die Blue Dolphins keinen einzigen ihrer 16 Versuche. „Die meisten Würfe waren gut rausgespielt“, war Unger trotz der schwachen Trefferquote etwas ratlos. „Es gibt manchmal solche Tage ... Schade, dass es passiert, wenn es um etwas geht.“

Die Dolphins verpassten es in der ersten Halbzeit, aus ihrer Rebound-Überlegenheit mehr Kapital zu schlagen. Mit 27:18 gewannen die Gäste das Duell an den Brettern in den ersten 20 Minuten. Dennoch führten die Marburgerinnen nur mit 35:31, obwohl sie nach einem 9:0-Zwischenspurt zum 35:28 auf einem guten Weg schienen, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Stattdessen kam der Aufsteiger, bei dem die Ex-Marburgerinnen Jennifer Crowder (Sehnenanriss im Fuß) und Alissa Pierce (Infekt) fehlten, noch einmal auf vier Punkte heran.

Statistik

BG Göttingen – BC Pharmaserv Marburg 63:56

Zwischenstände: 18:17, 13:18, 11:11, 21:10
Göttingen: Dobroniak, Donders 18/4 Dreier, Flasarova 13/1, Janning 20/2, Karambatsa 1, Lücken 3/1, Smith, Warner 12 (18 Rebounds), Nguyen.
Marburg: Baker 6, Bertholdt 3, Bradley 5/1, Greunke 12 (9 Reb.), Schaake 11/1, Voynova 4, Wagner 9/1, Wilke 2, Winterhoff, Yohn 4.
Zuschauer: 300.

Ohne Crowder und Pierce zeigten sich die Neuzugänge Katarina Flasarova und Francisca Donders als Verstärkungen und bereiteten den Marburgerinnen einige Schwierigkeiten. Aufgrund des personellen Engpasses hätten alle Spielerinnen ein wenig mehr Verantwortung übernehmen müssen, stellte Göttingens Coach Giannis Koukos zufrieden fest: „Wir haben gekämpft wie die Löwen. Wenn die Mannschaft an sich glaubt, hat man gesehen, was sie zu leisten imstande ist.“ Möglicherweise, mutmaßte Koukos, habe Marburg sein Team etwas unterschätzt.

Zumindest über Nachlässigkeiten musste sich Unger ärgern. Schließlich führten seine Schützlinge trotz der eklatanten Schwäche von der Dreierlinie auch zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels noch scheinbar komfortabel mit 46:37. Dann aber legten die Veilchen-Ladies viertelübergreifend einen 15:0-Lauf hin und wandelten den Rückstand in eine 52:46-Führung um. Auch das Rebound-Duell war nun eine klare Sache für die Gastgeberinnen. 29:16 hieß es in Hälfte zwei, allein Verdine Warner schnappte sich unter dem Korb 18 Bälle.

Abschütteln ließen sich die Marburgerinnen zu diesem Zeitpunkt aber noch keineswegs. In der Schlussphase hatten sich die Dolphins auf 54:57 herangekämpft – und wehrten nacheinander drei Angriffe des Bundesliga-Schlusslichts mit Blocks ab. „Wenn du dann triffst, ist die Energie wieder da“, sagte BC-Spielerin Svenja Greunke. „Wenn nicht, geht es ins Gegenteil über.“

Nächstes Ligaspiel bereits am Mittwoch in Keltern

Tatsächlich trafen die Marburgerinnen nicht, blieben nur dank zweier verwandelter Freiwürfe von Tonisha Baker zum 56:57 dran. Auf der Gegenseite baute Göttingen die Führung wieder auf 59:56 auf. Anschließend musste der BC auf Dreier gehen – mit dem bekannten Ausgang. Von der Freiwurflinie stellte Göttingen den Endstand von 63:56 her. „Ich habe befürchtet, dass das erste Spiel im neuen Jahr etwas rostig sein könnte“, gestand Patrick Unger.

Svenja Greunke versuchte, den Blick nach vorne zu richten: „Wir müssen schauen, dass wir etwas aus dem Spiel lernen.“ Viel Zeit bleibt jedoch nicht: Bereits am Mittwoch (19 Uhr) sind die Dolphins in der Bundesliga beim Tabellenzweiten aus Keltern gefordert.

von Marcus Richter und Holger Schmidt

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