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Im Finale geht‘s um viel

American Football Im Finale geht‘s um viel

Am letzten Spieltag der German Football League Süd gastieren die Marburg Mercenaries bei Schlusslicht Franken Knights.

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Auswärtstaktik soll Heimsieg bringen

Im Hinspiel setzten sich die Mercenaries mit Andrecus Lindley (links) gegen die Franken Knights klar durch. Foto: Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Nach der 42:45-Niederlage gegen München am Sonntag ist der Abstiegskampf für die „Söldner“ noch nicht zu Ende. Erst nach dem morgigen Auswärtsspiel bei den Franken Knights (16 Uhr) wird gewiss sein, ob sie die Klasse halten oder doch noch in die Relegation müssen.

Rechnerisch können die Marburger immer noch auf dem letzten Tabellenplatz landen. „So weit wird es nicht kommen. Unsere Ausgangsposition ist gut, und ich bin mir sicher, dass wir Franken schlagen“, sagt Head Coach Matthias Dalwig.

Die Ausgangsposition ist sogar hervorragend: Im Hinspiel in Marburg triumphierten die „Söldner“ gegen die Knights mit 49:14. Bei einem Sieg in Franken ist Marburg gerettet. Beim schwächsten Team der Gruppe Süd, vielleicht sogar der gesamten German Football League (GFL), müssten die „Mercs“ schon mit 36 Punkten Differenz untergehen, um den direkten Vergleich zu verlieren.

Sollte dieses Szenario eintreten, müssen die Mercenaries hoffen, dass die Rhein-Neckar Bandits nicht zeitgleich bei den Schwäbisch Hall Unicorns, dem Topteam der Gruppe Süd, gewinnen. Ein Sieg der Bandits in Hall wäre aber ein mittelgroßes Football-Wunder. Nur wenn diese beiden Fälle eintreten, wären die „Söldner“ Schlusslicht und müssten in die Relegation gegen die übermächtig erscheinende Frankfurt Universe, ungeschlagener Meister der GFL 2 Süd.

Das Verletzungspech, ein verlässlicher und treuer Begleiter der Marburger in dieser Saison, schlug am Sonntag bei der 42:45-Heimniederlage gegen München wieder zu und hat somit schon einmal die Weichen auf Personalnot gestellt.

Lorentz Petri musste mit einer Fußverletzung vom Feld. Auch Jimmy Yock, Basti Lau sowie Simon Linneweber spielten stark angeschlagen. Mittlerweile muss sich Defensive Coordinator Carsten Weber wie im Kunstunterricht vorkommen. „Meine Aufgabe ist es, aus den wenigen Spielern, die ich habe, etwas Solides zusammenzubasteln und zu kleben“, sagt Weber.

Linebacker Andreas Flier biss gegen München auf die Zähne und spielte mit einem Rippenbruch. Flier ist einer der drei besten Linebacker des Teams. Die anderen beiden, Cesare Vannucchi und Stefan Hemming, fielen bereits Mitte der Saison für die gesamte Spielzeit aus. Linebacker müssen in der Lage sein, die Mitte des Feldes zu verteidigen und so das Kurzpassspiel des Gegners unterbinden. Die verletzungsbedingte Schwachstelle der „Mercs“ nutzten die Münchener konsequent aus.

Franken wird dies nicht entgangen sein. Allerdings ist es fraglich, ob die Knights das Spielermaterial haben, um München die erfolgreichen Spielzüge nachzumachen. Denn die „Ritter“ haben die schlechteste Offensiv-Abteilung in der Gruppe Süd. Insbesondere das Laufspiel ist schwach.

Sollte die Marburger Offensive so gut aufgelegt sein wie gegen München, dürften die „Söldner“ mit einem Sieg und dem Klassenerhalt im Gepäck in die Universitätsstadt zurückkehren.

von Benjamin Kaiser

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