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„Ich stehe voll hinter dieser Aktion“

Special Olympics „Ich stehe voll hinter dieser Aktion“

Eine Großveranstaltung mit mehr als 1000 Teilnehmern, wie es die ­Hessenspiele der Special Olympics sind, verdient es, beachtet und beworben zu werden. Prominente Sportler unterstützen die Veranstaltung

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Sie werben für die Special Olympics Hessen, die im Juli 2015 in Marburg ausgerichtet werden: Fabian Hambüchen (von links), Svenja Schwarz, René Krüger und Ariane Friedrich. Foto: Bodo Ganswindt

Quelle: Bodo Ganswindt

Marburg. „Wir werden im Juli nächsten Jahres etwa 1200 Teilnehmer an den Landesspielen der Special Olympics in Marburg begrüßen“, sagt Dr. Bernhard Conrads, der Vizepräsident der Special Olympics Deutschland und Sonderbeauftragte des Organisationskomitees für die Hessenspiele. Bei den Special Olympics handelt es sich um die größte und offiziell anerkannte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Sie fühlt sich dem Gedanken verpflichtet, Menschen mit geistiger Behinderung über den Sport zu mehr Akzeptanz in der Gesellschaft zu verhelfen.

Vom 7. bis 9. Juli messen sich in diversen Marburger Sportstätten (Georg-Gaßmann-Stadion, Halle Kaufmännische Schulen, Aquamar) die Athleten aus Hessen im sportlichen Wettkampf in den Sparten Fußball, Tischtennis, Leichtathletik, Schwimmen, Judo und Boccia.

Prominente Unterstützung erhalten die Veranstalter durch die Spitzensportler Ariane Friedrich und Fabian Hambüchen. Beide waren am vergangenen Mittwoch in Marburg, um sich mit den Special-Olympics-Athleten Svenja Schwarz und René Krüger für eine Werbeplakat ablichten zu lassen.

„Das ist eine tolle Sache, die ich bereits in der Vergangenheit unterstützt habe“, betont Friedrich, die mit ihrem 13 Wochen alten Baby angereist war. Sie ist Deutsche Meisterin im Hochsprung, Teilnehmerin an der Olympiade in Peking, gewann jeweils Bronze bei der WM 2009 in Berlin sowie der EM 2010 in Barcelona. Ihr sportliches Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. „Ich will auf jeden Fall versuchen, bei den Special Olympics in Marburg dabei zu sein.“

Dann wird sie sehr wahrscheinlich auch wieder auf Fabian Hambüchen treffen, den sie schon sehr lange kennt. Der Weltklasseathlet ist in der hiesigen Region ein guter Bekannter, turnt er doch für die KTV Obere Lahn in der Bundesliga und holte mit seiner Riege 2013 die Vizemeisterschaft und in diesem Jahr die Bronzemedaille. International kann Hambüchen auf den Sieg am Reck bei der Turn-WM 2007 in Stuttgart, auf Silber am selben Gerät bei Olympia 2012 in London und auf sechs Europameistertitel verweisen. „Ich stehe voll hinter dieser Aktion und begrüße den fairen Wettkampf, der in diesem Falle ohne einen vorrangigen Konkurrenzgedanken ausgetragen wird“, sagt er. So sei für ihn die Zusage selbstverständlich gewesen, als er darum gebten worden sei, die Spiele durch seine Person zu unterstützen.

Die beiden Special-Olmpics-Athleten Svenja Schwarz und René Krüger sind von ihren prominenten Partnern begeistert. „Ich finde beide cool und sehr sympathisch“, sagt die 24-Jährige, deren Stärken auf den Mittel- und Langstrecken liegen. Bei den Europäischen Spielen der Special Olympics in Antwerpen holte sie dieses Jahr zweimal Gold und einmal Bronze.

Ihr zur Seite steht als weiteres Gesicht der Special Olympics in Marburg der 33-jährige René Krüger, der in Treysa wohnt und sich dem Handball verschrieben hat. Mit dem deutschen Team gewann er bei den Weltspielen in Athen 2011 die Goldmedaille. „Handball ist mein Leben“, sagt Krüger, der auch über beachtliche Fähigkeiten im Kugelstoßen verfügt.

von Bodo Ganswindt

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