Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Ibrahima Diallo ist Deutscher Meister

Boxsport Ibrahima Diallo ist Deutscher Meister

Ibrahima Diallo gewann am vergangenen Sonntag nach vier harten Kämpfen in vier Tagen den Titel

Voriger Artikel
Ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt
Nächster Artikel
Sicaja: „Die Mannschaft ist noch hungrig“

Der 19-jährige Marburger Ibrahima Diallo errang bei den Deutschen U-21-Meisterschaften den Titel mit einem 2:1-Erfolg im Finale gegen den Baden-Württemberger Stefan Nikitin.

Quelle: Tobias Hirsch

Moers. Die umfangreiche und harte Vorbereitung hat sich für einen jungen Marburger gelohnt. Bei den Deutschen Meisterschaften der U-21-Männer in Moers (Nordrhein-Westfalen) traf der gerade der Jugendklasse entwachsene 19-jährige Ibrahima Diallo auf hochkarätige Konkurrenz: Neben dem Baden-Württemberger Stefan Nikitin (Boxing Villingen-Schwenningen), Agon Gashi (Blau-Weiß Lohne/Niedersachsen), dem Bayer Arthur Krischanowski (BC Kaufbeuren) und dem Lokalmatadoren Sahan Aybay gehörte der letztjährige DM-Vize mit zum Favoritenkreis.

Im Finale traf Diallo am vergangenen Sonntag auf einen Gegner aus der baden-württembergischen Talentschmiede Boxing Villingen-Schwenningen. Der mehrfache Deutsche Meister und mit weit über 100 Kämpfen etwas erfahrenere Stefan Nikitin hatte durch Losentscheid „nur“ zwei Gegner auf dem Weg ins Finale aus dem Weg räumen müssen. Aber in seinem 80. Kampf ließ sich Ibrahima nicht mehr von seinem Ziel abbringen. Auf gewohnt schnellen Füßen setzte der Marburger immer wieder erfolgreich 1-2-Schlagverbindungen. Er sicherte sich den Pokal für den Deutschen Meister mit einem fulminanten Schlussspurt und einem auch von der gegnerischen Ecke anerkannten knappen, aber verdienten Punktsieg.

Diallo behält die Nerven und nutzt seine Vorteile

Am Samstag zuvor war es im Halbfinale zur Revanche gegen Arthur Krischanowski gekommen. Der mehrfache Deutsche Meister und Vizeeuropameister aus Bayern boxte wie üblich defensiv operierend und wurde mit der gleichen Taktik seitens Diallo etwas überrascht. Letzterer hielt sich konsequent an die mit seinem Trainer Ronald Leinbach vereinbarte Taktik, bot auf schnellen Beinen kein Ziel und setzte konsequent mit 3er-Schlagverbindungen die nötigen Treffer zum 3:0-Punktsieg und Einzug ins Finale.

Das Viertelfinale hatte Diallo mit einem 3:0-Punktsieg gegen Carlos Angelos Toledo gewonnen. Der Lübecker hatte im Achtelfinale überraschend den mehrfachen Deutschen Meister Agon Gashi im reinsten Sinne des Wortes mit 2:1-Richterstimmen „niedergekämpft“. Mit der gleichen Taktik wollte der untersetzte Schleswig-Holsteiner Diallo besiegen. Doch dieser behielt in einem oft unsauber geführten und nicht schön anzuschauenden Gefecht die Nerven und setzte mit langen Geraden die nötigen Punkte ins Ziel.

Im Achtelfinale hatte sich Diallo mit Sahan Aybay aus dem gastgebenden Boxclub auseinanderzusetzen. Stürmisch angefeuert betrat Aybay den Ring. Der ehemalige Jugend-DM- und WM-Teilnehmer errang im letzten Jahr den dritten Platz bei den Männer-Meisterschaften, allerdings eine Gewichtsklasse niedriger. Jetzt versuchte er im Weltergewicht sein Glück und hatte gegen den in der Reichweite bevorteilten Marburger keine Chance, im Infight zu punkten. Diallo boxte den Niederrheiner auf der langen Distanz klassisch aus.

Die Kämpfe von Ibrahima Diallo in der Weltergewichtsklasse bis 69 kg:

  • Achtelfinale: Diallo gewinnt mit 3:0-Richterstimmen gegen Sahan Aybay (ABC Rheinkamp/Moers).
  • Viertelfinale: Diallo siegt mit 3:0 gegen Carlos Angelos Toledo (BC Lübeck).
  • Halbfinale: Diallo gewinnt mit 3:0 gegen Arthur Krischanowski (BC Kaufbeuren).
  • Finale: Diallo gewinnt mit 2:1 gegen Stefan Nikitin (Boxing Villingen-Schwenningen).
Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?