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Holzfuß sieht deutsches Team vorn

Thorpe-Cup Holzfuß sieht deutsches Team vorn

Große Vorfreude herrscht bei den Verantwortlichen, die den Thorpe-Cup vorbereiten. Der Wettkampf wird zum vierten Mal in Marburg ausgetragen.

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In Kai Kazmirek – hier im Stabhochsprung beim Thorpe-Cup 2012 – kommt einer der derzeit besten deutschen Zehnkämpfer nach Marburg. Er wird allerdings nur in drei Disziplinen starten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Länderkampf von Zehnkämpfern und Siebenkämpferinnen aus Deutschland gegen die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) findet am 26. und 27. Juli in der Universitätsstadt Marburg statt.

Als eine der wichtigsten festen Veranstaltungen in der Stadt Marburg bezeichnete Oberbürgermeister Egon Vaupel den Ländervergleich gestern bei der Vorstellung im Rathaus der Stadt. Er hoffe, dass die Zuschauer und dabei vor allem die Kinder - auch aus den bildungsfernen Schichten - die „Hochleistungssportler mit ihren außergewöhnlichen Leistungen“ als Vorbilder sehen. Dabei müssen die Zuschauer - beim bis dato letzten Thorpe-Cup in Marburg kamen 5000 - keinen Eintritt bezahlen.Die Erstauflage des Vergleichs gab es 1993 in Aachen. Seit 2006 ist der Siebenkampf der Frauen integriert. Ein Jahr später erhielt der Wettbewerb seinen jetzigen Namen. Er ist nach dem US-Amerikaner Jim Thorpe benannt, der 1912 in Stockholm der erste Olympiasieger im Zehnkampf war. Bisher fand der Wettbewerb 2009, 2010 und 2012 in Marburg statt. „Ich erwarte erneut spannende Wettkämpfe und einen knappen Ausgang. Die US-Amerikaner kommen mit einer sehr jungen Mannschaft, wir starten mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Sportlern.

Junge Sportler sollen sich vergleichen

Ich denke, diese Mischung wird uns den Sieg bringen, auch wenn die USA sicher alles versuchen wird, um auch mal wieder zu gewinnen“, sagte Hermann Holzfuß, der im Vorstand des Vereins „Zehnkampf-Team“ für Wettkämpfe zuständig ist. Das „Zehnkampf-Team“ ist ein Zusammenschluss von Athleten, Trainern, Medizinern, Betreuern und Freunden des deutschen Zehnkampfs, der begabten Sportlern Weltklasseleistungen ermöglichen möchte - in Partnerschaft mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband und ohne Doping. Der Ländervergleich ist vor allem für jene Sportler konzipiert, die sich zwar nicht für die „großen“ Wettbewerbe qualifiziert haben, aber quasi dahinter in Lauerstellung sind. Es kommt aber auch von den für die Europameisterschaften qualifizierten Zehnkämpfern Kai Kazmirek für einen „Belastungstest“ nach Marburg. Kazmirek gewann den Thorpe-Cup 2012 überlegen mit 8130 Punkten. Er geht in Marburg einen „mentalen Zehnkampf“ durch, wird aber auch physisch in „mindestens drei Disziplinen“ (Holzfuß) antreten. Auf die Aussage von Pascal Behrenbruch - dem deutschen Europameister von 2012 mit 8558 Punkten - in einem Interview mit der Oberhessischen Presse, dass in Marburg nur die zweite Reihe kämpfe, ging Holzfuß auch ein: „Wenn Behrenbruch die nationalen Ränge 4 bis 9 als zweite Reihe ansieht, hat er mit seiner Aussage recht.

Zuschauer erwartet Veranstaltung mit Flair

Aber Behrenbruch ist nicht gerade Teamplayer Nummer eins, dabei ist es in Marburg wichtig, als Mannschaft aufzutreten.“ Auch Vaupel ist von dem Konzept des Thorpe-Cups überzeugt. Er habe die Zehnkämpfer als „verschworene Gemeinschaft“ erlebt, die aber den Gegnern fair gegenübertritt. Das man in Marburg in den vergangenen Jahren „einiges richtig“ gemacht habe, bewiese das Feedback der US-Athleten, das „außerordentlich gut“ gewesen sei. Auch Landrätin Kirsten Fründt freut sich, dass sie sich in ihrer neuen Funktion einbringen könne. Sie hob den „Flair“ hervor, den eine solche Veranstaltung für die Zuschauer biete. Die SF BG Marburg sind der offizielle Ausrichter, finanziell möglich gemacht haben den Thorpe-Cup die Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Marburg Tourismus und Marketing sowie als Sponsor für Einzelpreise das Geschäft „Güterbahnhof 12“ in Marburg. Die Zehnkämpfer und Siebenkämpferinnen werden am 25. Juli, dem Vorabend der Veranstaltung, um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz vorgestellt.

von Michael Seehusen

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