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Hessenliga-Wirrwarr ist endlich geklärt

Nach dem "Meinungsaustausch" Hessenliga-Wirrwarr ist endlich geklärt

Weil drei Vereine ihren Rückzug aus der Hessenliga angekündigt hatten, wird sich die Anzahl der sportlichen Absteiger in dieser Saison verringern.

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Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (von links), HFV-Vizepräsident Torsten Becker und HFV-Präsident Rolf Hocke stellten die Ergebnisse des „Meinungsaustauschs“ vor. Foto: Marcello Di Cicco

Grünberg. Zu dieser Entscheidung kam der Verbandsspielausschuss des Hessischen Fußball-Verbandes, der eine Einzelfallentscheidung traf, die den Vereinen der Hessenliga, den hessischen Klubs der Regionalliga Südwest und den Spitzenteams der drei Verbandsligen bei einem „Meinungsaustausch“ in der Sportschule Grünberg mitgeteilt wurde. „Wir mussten eine Entscheidung treffen, die mit der Spielordnung vereinbar ist. Das Gros der Vereine war mit dieser Entscheidung einverstanden“, sagte HFV-Präsident Rolf Hocke.

Sollten neben dem FSV Fernwald, dem FSV Frankfurt II und der TGM/SV Jügesheim weitere Vereine zur kommenden Runde aus der Hessenliga zurückziehen, würden diese ebenfalls als Absteiger gesetzt und die Zahl von nun nur noch zwei verbleibenden sportlichen Absteigern weiter verringern. Die Zahl von zuvor fünf festgelegten Absteigern erhöht sich folglich nicht. „Mit 14 Mannschaften können wir keine Hessenliga spielen. Das wäre noch unattraktiver als es jetzt schon dargestellt wird“, begründete Hocke. Verbandsfußballwart Jürgen Radeck ergänzte: „Wir wollen weiter auf eine Hessenliga mit 17 Teams kommen. Wir gehen aber davon aus, dass es in der kommenden Saison 18 werden.“

Eine Aufstiegsrelegation der Verbandsligisten wird es derweil nicht geben. „Ich will nicht verhehlen, dass sich die Zweiten der Verbandsligen eine solche Relegation gewünscht haben. Weil die Relegation für diese Spielrunde aber ausgesetzt wurde, konnten wir nicht dazu zurückkehren“, erklärte Hocke, und Torsten Becker, HFV-Vizepräsident für Recht und Satzung, ergänzte: „Das wäre systemwidrig und völlig gegen die Spielordnung gewesen.“

Im Hinblick auf das für Profiklubs nicht mehr notwendige Stellen einer U-23-Mannschaft zur Lizenzerteilung könnte für die Vereine von der Gruppenliga aufwärts die Pflicht der Meldung einer 2. Mannschaft bald wegfallen. „Wir müssen darüber nachdenken, diese Regelung außer Kraft zu setzen. Es gab großen Beifall von den Vereinen, dass dieses Thema in den Verbandsspielausschuss gehen soll. Es gibt sechs Punkte Abzug bei Nichterfüllung dieser Regelung. Das ist viel Holz“, gestand der Präsident, der allerdings klarmachte, dass dies wohl noch nicht in der kommenden Spielzeit gelten werde, denn: „Es gibt dabei noch viel zu klären.“

Von der Einzelfallentscheidung des HFV profitiert neben dem FC Ederbergland, der danach - Stand: heute - den 14. Rang und damit den letzten Nichtabstiegsplatz belegen würde (siehe Tabelle), auch der FSC Lohfelden, der am heutigen Mittwoch (19 Uhr) im Herrenwaldstadion gastiert. Nach der 4:5-Heimpleite gegen Griesheim stellt TSV-Verteidiger Manuel Rasiejewski fest: „Es muss in allen Mannschaftsteilen besser werden. Diese Niederlage war besonders enttäuschend, weil es zu Hause war. Wir sind aber stark genug, um nach vier Tagen anders aufzutreten.“

Wie der 34-Jährige auf OP-Anfrage bestätigte, verlässt er zum Saisonende nach sechs Jahren den TSV Eintracht Stadtallendorf, möchte aber weiter aktiv spielen. Dem Verein wird ebenfalls Dusan Olujic den Rücken kehren. Der Torhüter und Kapitän schließt sich dem Verbandsligisten VfB Gießen an. Als Neuverpflichtungen stehen unterdessen Thomas Wellner (FV Breidenbach) und Marcel Seipp (FSG Homberg/Ober-Ofleiden) fest. „Mit einem weiteren Spieler sind wir derzeit in Verhandlungen“, verrät TSV-Teammanager Norbert Schlick.

von Marcello Di Cicco

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